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AUS DEM STERN 29/2001: Dienstwagen der schwarzen Männer

Panne bei den Dreharbeiten zu »Men in Black 2«: Die neue Mercedes E-Klasse für den Genfer Autosalon 2002 blieb unbewacht

Klingt paradox: Das Auto gibt es eigentlich noch gar nicht, aber wir sehen es vor uns. Völlig ungetarnt statt mit Folien verklebt, wie es sonst in diesem Prototypenstadium üblich ist. Und sogar auf Hochglanz poliert statt mattschwarz lackiert. Es handelt sich um die neue E-Klasse von Mercedes - neun Monate vor ihrer geplanten Präsentation auf dem Genfer Autosalon im kommenden Frühjahr.

Vielleicht doch ein Lexus?

Michael Everwand aus Solingen erwischte das Auto während eines Spaziergangs in New York. Im Central Park stieß er auf Dreharbeiten eines Filmteams für »Men in Black 2«, der 2002 in den amerikanischen Kinos anläuft. Von den Hauptdarstellern Will Smith und Tommy Lee Jones fehlte am Set zwar jede Spur, dafür aber wartete offenbar der neue Dienst wagen der beiden Alien-Jäger auf seinen Einsatz vor der Kamera. »Als ich rund 300 Meter entfernt war, dachte ich schon, das muss ein Mercedes sein«, sagt Everwand. »Obwohl er merkwürdig aussah. Vielleicht doch ein Lexus, überlegte ich noch, aber als ich näher kam, wusste ich, dass es die zukünftige E-Klasse sein musste.«

Der Tourist fotografierte das Auto von allen Seiten. Niemand versuchte ihn aufzuhalten. »Da waren überhaupt keine Sicherheitsleute«, wundert sich Michael Everwand, »und es war auch keine Plane griffbereit, mit der man das Auto hätte abdecken können.« Irgendwann sagten die Filmleute, die freundlich Auskunft gaben, »dass sie jetzt weiterarbeiten müssten«, da hatte Everwand bereits alles im Kasten.

Deutlich zu erkennen: Die künftige E-Klasse mit der internen Bezeichnung W211 ist in den Abmessungen kaum verändert, wirkt aber viel schlanker und dynamischer als der 4,82 Meter lange Vorgänger. Beibehalten wurde auch das typische Vieraugengesicht. Doch die Scheinwerfer und die Motorhaube sind jetzt viel flacher. Völlig neu ist das Heck des Schwaben: Es ist viel runder und wirkt deshalb sportlicher als der Klotz von 1995.

Innovation unterm Blech

Weitaus mehr Innovation steckt unterm Blech. So werden die Passagiere der E-Klasse zukünftig in den Genuss der Luftfederung Airmatic kommen. Und vom neuen Luxussportwagen SL, der noch in diesem Jahr antritt, übernimmt die E-Klasse die neuartige elektrohydraulische Bremse SBC, die den Bremsdruck nicht mehr in einem zentralen Behälter, sondern direkt am Rad erzeugt und dadurch auf die langen Bremsleitungen herkömmlicher Systeme verzichten kann. Vom SL kommt auch der stärkste für die E-Klasse vorgesehene Motor, ein Achtzylinder mit Kompressor und 450 PS.

Von Frank Warrings

Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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