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Auto: "Sie haben vergessen abzuschließen!"

Die Automechanika in Frankfurt öffnet den Blick auf das Autofahren von Morgen. Volkswagen zum Beispiel plant ein sprechendes Auto.

In Zukunft wird sich der Autofahrer mit seinem Wagen unterhalten können: "Guten Morgen, wie schalte ich die Nebelscheinwerfer an?" - "Vorne links ist ein Drehschalter", wird dann eine synthetische Roboter-Stimme antworten. Die Welt der Autoindustrie von Morgen zeigt die Internationale Messe der Automobilwirtschaft "Automechanika" von Dienstag an in Frankfurt. Bis 19. September werden Neuheiten rund um das Auto präsentiert.

Das Auto als Gesprächspartner

Bei der neuen sprachgesteuerten Bedienungsanleitung von Volkswagen antwortet eine Stimme, wenn der Fahrer eine Frage stellt. Ein Monitor am Armaturenbrett zeigt dazu erklärende Bilder. Möglich macht dies eine Kombination von Spracherkennung, Telekommunikation und Internet- Technologie. Das Blättern in einer klein gedruckten und umfangreichen Bedienungsanleitung wird überflüssig. Trost für Traditionalisten: Der Leitfaden in Form eines Heftes muss aus juristischen Gründen weiterhin im Auto verstaut werden - "falls die Fahrzeugbatterie im Auto auf einmal keinen Strom mehr hat", sagt Bernhard Heiny, der Projektleiter Kundeninformation von Volkswagen.

Autofahren soll aber nicht nur bequemer, sondern auch sicherer werden. So warnt ein High-Tech-Videoverarbeitungssystem des französischen Autozulieferers Valeo den Autofahrer, wenn er von der Fahrbahn abkommt. Per Mini-Videosensor werden ständig die vor dem Fahrzeug liegenden Straßenmarkierungen überwacht.

Mehr Sicherheit bei Glatteis und Schnee

Ein Winter-Wischerblatt von Valeo sorgt für Sicherheit im Winter. Sinkt die Außentemperatur unter drei Grad, verfärbt sich das Wischerblatt blau und warnt so vor Glätte. Eine optisch aktive Nachtsicht-Blende des Herstellers Tobé soll die Sicherheit im Auto erhöhen. Sie erhellt bei starkem Gegenlicht den Fahrzeuginnenraum und soll für bessere Sicht sorgen.

Die Aussteller präsentieren in Frankfurt ihre Innovationen in den Bereichen Teile, Werkstatt- und Tankstellenausrüstung und Zubehör. Zur Messe werden in diesem Jahr 4500 Aussteller aus aller Welt erwartet, davon kommen 77 Prozent aus dem Ausland. Die Zahl der Aussteller ist im Vergleich zur letzten «Automechanika» vor zwei Jahren um vier Prozent gestiegen.

Nicole Korte/DPA / DPA
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.