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Auto: Schnee und Eis - mit diesen fünf Tipps kommen Sie ohne Unfall durch den Winter

Der Winter hat Deutschland nach wie vor im Griff. Bei Eis und Glätte kracht es schnell. Der zweifache Rallye-WeltmeisterWalter Röhrl gibt Tipps, wie man diese Bedienungen schadlos übersteht.

Bei Fahrzeugen mit Hinterradantrieb ist das Heck auf Schnee sehr aktiv

Bei Fahrzeugen mit Hinterradantrieb ist das Heck auf Schnee sehr aktiv

Walter Röhrls ultimativer Winterfahr-Tipp ist ganz einfach umzusetzen: "Wenn Sie aus dem Seitenfenster auf die Straße schauen, dann heißt es Augen zu und bremsen. Das ist das Einzige, was dann noch hilft.". Damit ist es erst nicht zu dieser Ultima Ratio kommt, helfen ein paar Regeln, die direkt vom zweifachen Rallye-Weltmeister kommen.

1. Korrekte Sitzposition: Dass man richtig am Steuer sitzt, ist zu jeder Jahreszeit wichtig, doch im Winter noch viel mehr, da schnelles und gefühlvolles Agieren am Volant gefragt ist. "Mit komplett durchgestreckten Armen am Lenkrad zu reißen, hilft nicht weiter", sagt Röhrl. Also die Hand auf den Lenkradkranz legen und darauf achten, dass der Arm nicht durchgestreckt ist und dabei die Schultern Kontakt mit der Sitzlehne haben. Ein Kniff hilft, den richtigen Abstand festzustellen: Wenn das Handgelenk bei durchgestrecktem Arm auf dem Lenkrad liegt, passt es. Beim Steuern selbst bitte an die "drei Uhr-, neun Uhr-Position" der Hände denken und die äußere Hand schiebt beim Lenkbefehl, so drückt man sich in den Sitz hinein.

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2. Vorausschauend Fahren: Wenn es anfängt zu schneien, heißt es runter vom Gas und mit Weitblick agieren. "Bei Schnee orientieren sich Autofahrer regelmäßig an der dunklen Fahrspur, aber die ist oftmals blankes Eis. Bei einer geschlossenen Schneedecke hat der Winterreifen oftmals mehr Haftung", erklärt der Fahrmeister. Selbstverständlich muss der Winterreifen noch genug Profil haben. Obwohl 1.6 Millimeter Profiltiefe gesetzlich ausreichen, sollten es vier Millimeter sein.

3. So wenig lenken, wie möglich: Der Reifen ist auf Schnee besonders gefordert. Allerdings kann der Pneu nur ein gewisses Maß an Längs- und Seitenkräften aufnehmen, bis die Haftung abreißt. Deswegen sollte man die Seitenkräfte möglichst weit reduzieren, indem man den Lenkradwinkel gering hält. "In der Ruhe liegt die Kraft, das gilt beim Autofahren, wie im echten Leben", schmunzelt Walter Röhrl und fügt hinzu "Keine Panik, wenn das Fahrzeug anfängt zu rutschen, sondern besonnen reagieren. Also nicht hektisch am Lenkrad reißen." Diese Extrem-Situationen können bei einem Winterfahrertraining unter Anleitung von professionellen Instruktoren geübt werden. Zur Not, aber nur dann, hilft auch ein leerer Parkplatz auf dem man driften kann und ein Gefühl dafür bekommt, wie das Auto reagiert. Aufgepasst: Die Assistenzsysteme, wie etwa das ESP können die Fahrphysik nicht aushebeln und stoßen irgendwann an ihre Grenzen. Deswegen beim Üben ausschalten und beim Fahren nicht darauf verlassen.

Werden Sie gut durch den Winter kommen?

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    Colourbox.de

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    4. Mit Bedacht fahren: Dass man bei Schnee und Eis nicht hektisch am Lenkrad reißen sollte, dürfte mittlerweile klar sein. Das Gleiche gilt selbstredend auch für Gas und Bremse. "Bremsen kann helfen, das Auto zu stabilisieren, weil dann Gewicht auf die Vorderachse kommt und die Reifen mehr Grip bekommen", stellt Röhr klar. Wichtig ist es, sein Auto zu kennen. Ein Frontriebler reagiert grundsätzlich etwas gutmütiger beziehungsweise berechenbarer als ein Fahrzeug mit Heckantrieb, das zum Übersteuern neigt. Wichtig ist auf alle Fälle, das Auto zu beruhigen, da kann auch ein gezielter Gasstoß helfen. "Auf einer Strecke mit Eis und Schnee gibt es keine Bewegung mit dem rechten Fuß, die nicht auch eine Bewegung mit dem Lenkrad bedingt", philosophiert Walter Röhrl.

    5. Grundlagen nicht vergessen: Gerade im Winter gelten die Grundlagen des Autofahrens noch mehr als ohnehin schon. Wenn man die Reifen zu stark einschlägt, geht oft die Haftung verloren. Also macht man das Selbe, wie bei trockener Fahrbahn: Lenkung öffnen bis der Reifen wieder Grip haben. Außerdem sollte man sich nicht von den vermeintlichen Sicherheitsreserven eines Allradantriebs ins Bockshorn jagen lassen. Bergab hilft der Allradantrieb beispielsweise nur wenig und wer ob der Zusatztraktion der Technik übermütig wird, findet sich schneller im Straßengraben wieder, als er denkt.

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    Wissenscommunity

    Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
    Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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