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Automarkt Deutschland: die Platzhirsche wackeln Auswärtsspiel

GCOTY 2022 Finalisten
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Der Elektromarkt bringt die europäische und auch die deutsche Autowelt mächtig ins Wanken. Denn früher waren Modelle wie der VW Golf, ein BMW 3er oder die Mercedes S-Klasse nicht nur bei den Zulassungen als Platzhirsche ihrer Klassen gesetzt. Auch bei Preisverleihungen spielen deutsche Modelle mitunter nur noch eine Nebenrolle.

Volkswagen setzt mit seiner innovativen ID-Familie derzeit alles auf die Karte Elektro. Hier und da gibt es noch eine Spielwiese für Plug-In-Hybriden, doch in der Außenwirkung spielen die Verbrenner seit einiger Zeit keine nennenswerte Rolle mehr. Bei anderen deutschen Herstellern wie Audi, Porsche, BMW oder Mercedes sieht das nicht viel anders aus. Allzu gerne schmücken viele ihre neuen Modelle in diesem Zusammenhang mit Lorbeeren, die bei Preisverleihungen geerntet wurden. Speziell in Deutschland ist der German Car of the Year Award die renommierteste Auszeichnung, die man für Marke und Modell abgreifen kann. Hochrangige Journalisten stimmen über die Fahrzeuge des Jahres ab und küren die Sieger ihrer Klassen. Vor Jahren undenkbar und selbst heute noch eine Überraschung: Für Marken wie Volkswagen oder Mercedes reicht es hier mittlerweile nicht einmal mehr zu einem Klassensieg. Die einzigen Vertreter, die die Fahnen der Autonation hochhalten, sind Porsche und Audi - mit besonders sportlichen Fahrzeugen wie einem Porsche 911 GT3 oder dem Audi E-Tron GT.

Die anderen Kategorien werden in diesem Jahr, in dem sich das Blatt mehr denn je Richtung Elektromobilität gedreht hat, von ausländischen Herstellern dominiert. Konnte man noch damit rechnen, dass sich der neue Peugeot 308 in der Kategorie Kompaktklasse bis 25.000 Euro gegen seine Wettbewerber durchsetzt, so siegte bei den Premiummodellen bis 50.000 Euro der Kia EV6. Er gewann vor dem ebenfalls elektrischen Hyundai Ioniq 5 und deutschen Vertretern wie VW ID.4, Audi Q4 E-Tron, Skoda Enyaq oder der Mercedes C-Klasse. Auch in der Klasse New Energy der Fahrzeuge mit alternativen Antrieben setzte sich ein Koreaner durch. Der Hyundai Ioniq 5, Schwestermodell des Kia EV6, der hier Platz zwei belegte, ließ den europäischen Konkurrenten gerade auch aus dem Volkswagen Konzern, einem BMW iX / i4 oder einem Mercedes EQS keine Chance. "Der Kia EV6 ist der erste Kia, der auf der neuen Elektroplattform E-GMP basiert, und auch das erste Modell, das nach der neuen Kia-Designphilosophie gestaltet wurde. Er verbindet ein emotionales Design mit hoher Leistungsfähigkeit. Wir sind stolz darauf, dass die Arbeit des dynamischen Kia-Teams mit der Auszeichnung ‚German Premium Car of the Year\' gewürdigt wird", so Luc Donckerwolke, Chief Creative Officer der Hyundai Motor Group.

Siege für deutsche Vertreter gab es mit dem Audi E-Tron GT allein in der Luxusklasse über 50.000 Euro und in der Performance Klasse, die der puristische Porsche 911 GT3 mit einem Boxermotor ohne Elektrifizierung alles andere als überraschend gewann. "Mit dem 911 GT3 ist unserem Team in Weissach rund um Andreas Preuninger erneut ein hochemotionales Fahrzeug gelungen - mit deutlich gesteigerter Performance und gleichzeitig verbesserter Alltagstauglichkeit. Für mich verkörpert der GT3 viele Porsche-typische Eigenschaften - eine erlebbare Nähe zum Motorsport, Fahrspaß und Emotionalität", so Porsche 911-Baureihenleiter Dr. Frank-Steffen Walliser.

Da passt es durchaus ins Bild, dass die elektrische Mittelklasselimousine des Tesla Model 3 im abgelaufenen Monat September 2021 erstmals über alle Antriebsarten zum meistverkauften Fahrzeug in ganz Europa wurde. Grund für den Erfolg des Model 3 ist jedoch nicht allein die eigene Stärke, sondern die Schwäche des restlichen Marktes, die insbesondere auf den Chipmangel zurückzuführen ist. Tesla ist von dem Chipmangel deutlich weniger betroffen als die europäische Konkurrenz.

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