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Cadillac Escalade 600 D Auf den Diesel gekommen

Cadillac Escalade 600 D
Cadillac Escalade 600 D
© press-inform - das Pressebuero
Der Cadillac Escalade ist in den USA der bekannteste aller Luxus-SUV. Die neue Generation ist bei aller Exklusivität europäischer denn je - nicht nur durch seinen Dieselantrieb.

Bei seinem Design - gewohnt wuchtig und gewaltig - ist sich der neue Cadillac Escalade treu geblieben, doch er präsentiert sich wie er schon immer war: elegant, selbstbewusst und absolut standesgemäß. Wer in den USA etwas auf sich hält, steigt bekanntermaßen nur gerne in eine europäische Luxuslimousine wie die Mercedes S-Klasse oder den Siebener BMW, will im Range Rover die zerborstenen Straßenbeläge von New York vergessen oder gönnt sich eben einen Cadillac Escalade - das Luxusmodell aus heimischer Fertigung. Natürlich sind Modelle wie der Bentley Bentayga, der BMW X7, ein Lexus LX, der Mercedes GLS oder ein Range Rover in den Vereinigten Staaten bei wohl betuchten Kunden eine dicke Nummer, doch am Cadillac Escalade führt kein Weg vorbei. Der edle große Bruder von Chevrolet Tahoe, GMC Yukon oder dem verlängerten Shuttle-Express Suburban ist das amerikanische Maß aller Dinge, wenn es um Luxus und SUV geht.

Sein Auftritt ist niemals zurückhaltend, er ist fast immer schwarz, edel ausgestattet und bisweilen in der XXL-Variante Escalade ESV mit extralangem Radstand unterwegs. Wer den neuen Escalade sieht und meint, dieser wäre eine Schunkelschleuder wie in den frühen 2000ern irrt gewaltig. In den vergangenen Jahren und gerade in den letzten beiden Generationen hat sich der Koloss aus Arlington / Texas gerade die europäischen Wettbewerber angeschaut, um mehr denn je auf der Höhe der Zeit zu sein, denn die Luxus-SUV der obersten Liga erfreuen sich gerade in den USA einer gigantischen Beliebtheit. Eines seiner markanten Details hat die neue, nunmehr 5,38 Meter lange Generation verloren, denn an der Front gibt es keine Hochkant-Scheinwerfer mehr, sondern schmale LED-Schlitze, die links rechts des Kühlergrills wie der Helm eines Zylonenkämpfers wirken. Schmal und hochkant sind nur die Blinker, die die Front wie Laserschwerter einrahmen. Die kraftvolle Schulter und ein mächtiger 22-Zoll-Radsatz sind ebenso geblieben wie die schmalen, nicht enden wollenden Vertikalleuchten am Heck.

Obligatorisch war der Cadillac Escalade einst mit einem 6,2 Liter großen V8-Saugmotor unterwegs, doch nunmehr tragen viele Modelle im Straßenverkehr das Signet 600 D am Heck. Sechs Liter Hubraum sind eine Mogelpackung wie die seltsamen Nomenklaturen der meisten deutschen Autobauer, doch das D steht wie eine Bank. Der neue Cadillac Escalade ist erstmals mit einem Dieselmotor zu bekommen. Während die Selbstzünder in Europa langsam aber sicher aufs Abstellgleis geschoben werden, sieht das bei großen Pick Ups und SUV in den USA ganz anders aus. Je größer das Auto und die jeweilige Fahrzeugmasse, umso größer ist die Lust, den Verbrauch mit einem drehmomentstarken Dieseltriebwerk zu reduzieren. So ist der Cadillac Escalade 600 D mit dem gleichen Duramax-Diesel unterwegs, der Modelle wie den Chevrolet Silverado oder den mächtigen GMC Sierra antreibt.

Der drei Liter große Commonrail-Selbstzünder leistet 207 kW / 277 PS und ein maximales Drehmoment von 620 Nm. Für den 2,5 Tonnen schweren Koloss zugegeben eine überschaubare Motorleistung, denn der 6,2-Liter-V8-Benziner bietet stattdessen 420 PS. Doch das üppige Drehmoment und die gut abgestimmte Zehngang-Automatik versuchen die spürbare Anfahrschwäche gekonnt zu überspielen und den Luxusallradler auf Trab zu bringen. Unten herum ist der Diesel etwas schlapp auf der Brust und man sehnt sich nach 350 oder gar 400 PS, doch hat man das Turboloch einmal überschwebt, steht der US-Koloss gut im Futter und klingt trotz Dieselmotor leise - bei Leistungsabrufen kernig. Wer will, drückt den Tacho problemlos über die 110-Meilen-Marke und wenn der Cadillac Escalade im kommenden Jahr nach Europa kommt, sind fraglos mehr als 200 km/h Spitze drin. Im Praxistest verbrauchte der Cadillac Escalade knapp 23 mpg - umgerechnet kaum mehr als zehn Liter pro 100 Kilometer. Das kann sich angesichts früherer Generationen und gerade im Vergleich zum Sauger-V8 mehr als sehen lassen. Das Fahrwerk ist trotz der mächtigen 22-Zöller komfortabel und bei flott gefahrenen Kurven wankt der Escalade unverändert stärker als die Modelle von BMW oder Mercedes. Doch dafür federt er Dank adaptiver Luftfederung selbst unangenehme Bodenunebenheiten entspannt weg und gibt seinem Piloten das einzigartige Gefühl der Chef am Steuer zu sein.

Dabei setzen Komfort- und Sicherheitsausstattung neben dem gigantischen Platzangebot selbst bei der Variante mit normalem Radstand (3,07 Meter) Maßstäbe. Die klimatisierten Ledersitze sind bequem, vielfältig zu verstellen und eine Wucht auf langen Strecken. Dazu kommt der großzügig dimensionierte Innenraum mit Ladeschalen und USB- und Stromsteckern wohin das Auge auch schaut. Im Fond geht es ebenso komfortabel zu, jedoch lassen sich die Ledersessel hier nicht elektrisch, sondern nur mechanisch verstellen. Elektrisch hingegen klappen sich wiederum die Sitze in der dritten Reihe aus dem Kofferraumboden, wo im Gegensatz zu so manchem Wettbewerber durchaus auch Erwachsene sitzen können, wenn man einmal nicht so viel Gepäck an Bord hat. Das Ein- und Aussteigen in den US-Hochsitz geschieht problemlos, denn mit einem Griff an die Türen fahren an den Flanken elektrisch mächtige Trittbretter aus. Der Laderaum bietet 722 bis 2.064 Liter, wenn der gigantische SUV mit sieben oder fünf Personen besetzt ist. Legt man auch die zweite Sitzreihe um, ist der Innenraum größer als manches Ein-Zimmer-Appartment in Downtown Manhattan.

Der Escalade-Fahrer blickt von seinem Sessel auf ein gigantisch dimensioniertes digitales Display, das sich auf zwei Ebenen über mehr als die Hälfte der Armaturentafel erstreckt. Touch- sowie Sprachbedienung funktionieren exzellent und dann sind da noch die zahlreichen Extras, die den Basispreis von knapp 86.000 US-Dollar schnell auf knapp 110.000 US-Dollar anschwellen lassen. Dann gibt es AKG-Hightech-Sound, elektronische Differenzialsperre, Nachtsichtgerät, Fond-Entertainment oder das große Fahrerassistenzpaket nebst der Super-Cruise-Funktion, die den Escalade auf zahlreichen US-Highways ohne Zutun des Fahrers sicher in der Spur hält. Das funktioniert auf längeren Strecken tagsüber wie nachts sehr ordentlich - angezeigt durch Leuchtdioden oben im Lenkrad, wenn das System in Betrieb ist und den normalen Abstandstempomaten dann übersteuert. Das wäre auch etwas für die Europa-Version.

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