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Ford Focus Turnier 1.6 TDCi: Geiler als der Golf

Mit diesen Zutaten will Ford dem Golf die Kunden klauen: Der neue Focus Turnier sieht flott aus, bietet einen großen Kofferraum und fährt auch mit kleinem Motor unverschämt dynamisch.

Beim Ford Focus wählen die meisten Kunden in Deutschland den Kombi. Mit dem Turnier bietet Ford sogar dem Golf Paroli. Als Kompakter dominiert der Volkswagen in Deutschland unangefochten das Feld, doch der Variant bietet der Konkurrenz Angriffsfläche. Denn der Golf ist zwar auf seine Art perfekt, verbreitet aber das Charisma einer Schlaftablette. Der Focus Turnier schafft dagegen das Kunststück, trotz eines sportlichen Aussehens einen vollwertigen Laderaum anzubieten.

Die Kombiversion des Ford Focus zeigt sich seit 1998 als sehenswertes und variables Fahrzeug. Das hat sich bei der dritten Auflage, die jetzt auf den Markt kommt, nicht geändert. Ein mächtiges Plus ist das bekannt gute Focus-Fahrwerk, das auch im Serienzustand beeindruckt. Dazu kommen ein mächtiges Paket von Fahrerassistenzsystemen, moderne Triebwerke und nicht zuletzt eine großer Stauraum. Dieses Angebot kommt nicht nur bei Privatkunden gut an. "Der Focus Turnier erfreut sich besonders bei Flottenkunden seit je her einer großen Beliebtheit", sagt Carl-Philipp Mauve, Marketingdirektor bei Ford. "Bis zu 60 Prozent aller Focus-Kunden entscheiden sich für den Turnier; 35 Prozent für die Limousine."

Auch mit wenig PS gut unterwegs

Ein interessantes Paket für private wie geschäftliche Kunden ist der Ford Focus Turnier 1.6 TDCi. "Wir rechnen beim neuen Turnier mit einem Dieselanteil von rund 70 Prozent", ergänzt Mauve, "über 50 Prozent entscheiden sich beim Focus zudem für das Topmodell Titanium." Der Vierzylinder-Selbstzünder läuft vibrationsarm und ist auch mit nur 115 PS kraftvoll genug, um längere Strecken entspannt hinter sich zu bringen. 0 auf 100 km/h schafft der Fronttriebler in 11,1 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 193 km/h. Nur im Drehzahlkeller müht sich der Motor, um auf Touren zu kommen. Oberhalb von 2000 U/min sieht das Dank 270 Nm maximalem Drehmoment schon anders aus.

Der Verbrauch fällt bei Vielfahrern und Flottenkunden besonders ins Gewicht. Der Normdurst des Kombis liegt bei 4,2 Litern Diesel, wobei die Start-Stopp-Automatik in der Innenstadt für einen reduzierten Realverbrauch sorgt. Serienmäßig ist der 115-PS-Diesel mit einem leicht zu schaltenden manuellen Sechsgang-Getriebe ausgestattet. Zwar gibt es auch ein Doppelkupplungsgetriebe, aber nicht mit diesem Motor. Es ist an eine Vierzylinder-Diesel mit zwei Litern Hubraum gekoppelt. Anfang 2012 bringt Ford den Focus - auch als Turnier - mit einer besonders sparsamen Econetic-Version auf den Markt, die sensationelle 3,5 Liter verbrauchen soll. Wen das Sparen kalt lässt: Auch die 250 PS starke ST-Sportversion wird ab 2012 erstmals als Kombi verfügbar sein.

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Keine Kompromisse beim Kofferraum

Hinter der weit aufschwingenden Heckklappe des 4,56 Meter Focus Turnier eröffnet sich ein Laderaum, der bei umgeklappter Rückbank bis zu 1.516 Liter schlucken kann. Ideal für den gewerblichen Einsatz oder die ganz private Fahrt in den Urlaub. Im Normalzustand sind es immerhin noch stattliche 490 Liter. Grund und Platz genug, die Zuladung von bis zu 533 Kilogramm munter auszuschöpfen. Ein teilautomatisierter Faltmodus für die Rücksitze ist jedoch nicht verfügbar. So wird erst die Sitzfläche nach vorne geklappt und danach die Lehne umgelegt. Dabei ist die Rückbank auch Dank des 2,65 Meter langen Radstandes keinesfalls nur zum Klappen da. Auch Erwachsene bis 1,90 Metern Körpergröße können es dort aushalten. Zu dritt wird es im Fond jedoch nicht nur für die Schultern eng.

Wie es sich für einen Ford Focus gehört, glänzt der Turnier mit seinem ausgezeichneten Fahrwerk. Die elektrische Servolenkung könnte noch etwas direkter sein, aber sie gehört allemal zu den Besten im Kompaktklassesegment. Die Abstimmung von Federn und Dämpfern ist straff, dabei niemals zu hart und eine wichtige Voraussetzung für den Fahrspaß, den auch der Focus Turnier mit dem 115 PS starken TDCi-Motor verbreitet. Ein weiterer guter Grund dafür ist das Leergewicht von unter 1,4 Tonnen, mit dem der Kölner aus dem Saarland im Alltagsbetrieb unterwegs ist.

Der Basispreis für den Ford Focus Turnier mit dem 105-PS-Benzinertriebwerk liegt bei18.650 Euro. Eine gute Kombination aus Kosten und Nutzen ist der Focus Turnier 1,6 TDCi Titanium, der dann jedoch bereits stramme 25.500 Euro kostet. Immerhin gibt es dann Ausstattungsdetails wie Klimaautomatik, Soundsystem, Tempomat, Sportsitze, Alufelgen und Reifendruckkontrolle serienmäßig. Das Paket an Sicherheitssystemen mit City-Stop, Verkehrszeichenerkennung, anklappbaren Außenspiegeln, sowie Assistenten für Spurwechsel und totem Winkel, kostet weitere 1.200 Euro. Der Ford Focus der dritten Generation ist also kein Schnäppchen, aber ein sehr gutes Auto, das dem Golf das Leben schwer machen wird.

Stefan Grundhoff/Press-Inform

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