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Mazda 2: Das neue kleine Vergnügen

Der neue Mazda 2 ist ein kleiner Augenschmaus. Schmuck anzuschauen, schnittig, dynamisch und deutlich smarter als sein Vorgänger. Frauenherzen schlagen im Dreivierteltakt.

Der aktuelle Mazda2 ist alles andere als ein erfolgloses Auto. Seit dem Marktstart im Jahre 2002 wurden vom Nachfolger des schmucklosen Mazda Demio knapp 138.000 Fahrzeuge verkauft. Wurde die erste Generation zusammen mit dem Ford Fiesta bzw. seinem hoch gewachsenen Bruder Fusion als Kleinwagen mit Microvan-Attributen entwickelt, so geht der neue Zweier einen komplett anderen Weg. Wenn der in Hiroshima produzierte Mazda2 am 20. Oktober im deutschen Handel seine Premiere feiert, trifft der geneigte Kunde auf ein völlig anderes Auto. Drahtiger, schnittiger, in erster Linie aber kleiner und deutlich leichter als bisher will sich der 3,89 Meter lange Japaner mit seinen knackigen Formen einschmeicheln.

Freute sich zuletzt BMW bei der Entwicklung des aktuellen 5er-Modells (Baureihe E60) die Gewichtsspirale durchbrochen zu haben, so ist Mazda ein eindrucksvoller Wurf gelungen gelungen. Während die Konkurrenz aus Peugeot 207, Opel Corsa oder VW Polo immer weiter Richtung Kompaktklasse wächst, schrumpfte der neue Japaner ganz nach dem alten Smart-Motto "reduce to the max". Bei der aktuellen Mazda2-Kundschaft muss sich einiges tun. Sie ist die älteste von allen Mazda-Modellen. Die neue Generation ist betont jugendlich positioniert.

Knackiger denn je

Der um vier Zentimeter verkürzte Mazda2 ist rund 100 Kilogramm leichter als sein Vorgänger und liegt somit deutlich unter der technologieträchtigen 1.000-Kilogramm-Marke. Wie viel das ausmacht, merkt man nach ein paar Kilometern hinter dem griffigen Steuerrad. Er ist knackiger und wendiger denn je, bereitet Fahrspaß und ist dabei durchaus komfortabel. Das Fahrwerk mit McPherson-Federbeinen vorn und Verbundlenkerachse hinten ist deutlich straffer, die Lenkung direkt wie man es von anderen Mazdas kennt. Das sehenswerte Design stammt aus den Händen von Ikuo Maeda hat keinerlei Ähnlichkeit mit dem bisherigen Modell. Die tief nach unten gezogene Front macht den Mazda2 dynamisch; die steil ansteigende Seitenlinie sorgt neben der optischen Gefälligkeit für eine gute Übersicht nach vorn und zur Seite.

Ein Auto trotz gestiegener Sicherheits- und Komfortanforderungen nicht schwerer zu machen, gilt für viele Autohersteller als Quadratur des Kreises. Mazda ist dies bei seinem neuesten Zögling eindrucksvoll gelungen. Besonders groß sind die Reduktionen bei der Aufhängung (13 kg), Sitzen und Auspuff (je 5 kg) und der Karosserie (22 kg). Unter dem Strich wiegt das Einstiegsmodell des Mazda2 gerade einmal 955 Kilogramm. Trotz aller Einsparungen will man sich als sicherstes Auto in der Kleinwagenliga platzieren. Elemente wie ein neue Unterflur-Crashschutz oder eine Versteifungen im Vorderwagen sollen das ermöglichen. Im Gegensatz zur Konkurrenz gibt Mazda ein klares Bekenntnis zum Werkstoff Stahl ab. "Bei der Konstruktion der Karosserie wurden werden Aluminium noch Kunststoffe verwandt", so Entwicklungsingenieur Mitsuru Wakiie, "wir setzen allein auf hochfeste Stähle. So ist der Wagen deutlich steifer und leiser als sein Vorgänger. Das werden sie merken."

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Zunächst drei Motoren verfügbar

Wenn der neue Mazda2 im Herbst in die Schauräume kommt, werden zunächst drei Benzintriebwerke verfügbar sein, die in Japan bereits den Vorgänger befeuert haben. Die beiden 1,3-Liter-Versionen mit 75 und 86 PS sind nahezu identisch und liegen gerade einmal 500 Euro auseinander. Die Höchstgeschwindigkeiten liegen bei rund 170 km/h. Der Durchschnittsverbrauch soll bei 5,4 Litern Super auf 100 Kilometern an der Spitze des Segments liegen. Das entspricht einem CO2-Ausstoß von 129 g/km. An eine energiesparende Start-Stopp-Automatik wird derzeit nicht gedacht. Topmodell ist ein 1,5 Liter großer Vierzylinder mit 76 kW / 103 PS. Alle Triebwerke verfügen über eine variable Ventilsteuerung und ein Fünfganggetriebe. Frühestens im Sommer 2008 kommt ein rund 70 PS starker Commonrail-Diesel und später im Jahr eine dreitürige Karosserieversion.

Im Innenraum des Mazda2 gibt es Dank des unveränderten Radstandes von 2,49 Metern ordentliche Platzverhältnisse für vier Personen. Bein- und Kopffreiheit sind auf Klassenniveau und das Armaturenbrett wirkt aufgeräumt. Den schnittigen Designanspruch des Blechkleids kann der etwas lieblose Innenraum jedoch nicht mitgehen. Besonders das partiell offene Handschuhfach mit dem mächtigen Einschub für einen Straßenatlas wirkt in Zeiten längst etablierter Navigationssysteme widersinnig. Dafür gefallen die verwendeten Kunststoffe an Armaturenbrett und Verkleidungen sowie; die Ergonomie ist ebenfalls überzeugend. Der Kofferraum büßte die angenehm niedrige Ladekante leider ein. Sein Volumen liegt bei 250 Litern, kann durch Umklappen der Rückbank jedoch vergrößert werden.

Die Erwartungen sind hoch

Die Erwartungen an den Mazda2 der neuen Generation sind nicht nur auf dem deutschen Markt hoch. Im kommenden Jahr will der japanische Autohersteller bereits 70.000 Fahrzeuge absetzen. Zu seinen besten Zeiten wurden vom alten Modell mit Produktionsstandort Valencia nicht einmal 40.000 Stück verkauft. Dabei soll die neue Generation nicht nur durch sportliches Design, sondern insbesondere durch ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis punkten. "Der Basispreis wird bei knapp 12.000 Euro liegen", so Mazda-Sprecher Jochen Münzinger, "alle Versionen verfügen unter anderem serienmäßig über sechs Airbags und ESP. Das bietet kein anderer in dieser Klasse."

Pressinform / PRESSINFORM

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