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Nachrichten: Autoindustrie: Wissmann: Talfahrt des Automarktes ist beispiellos

Die deutsche Automobilindustrie rechnet für 2009 mit dem schwächsten Pkw-Inlandsmarkt seit der Wiedervereinigung.

Während im ersten halben Jahres haben die Exporte noch leicht über dem Niveau des Rekordjahres Jahres 2007 gelegen, danach seien sie kräftig zurückgegangen - allein im November um minus 18 Prozent. Ein nahezu identisches Muster zeigt der Pkw-Inlandsmarkt: Während es bis zum August noch aufwärts ging, kippte die Konjunktur in den letzten Monaten regelrecht ab. Die aktuellen Auftragseingänge lassen auch für die nächsten Monate keine Erholung erwarten. Soweit die Bestandsaufnahme von Mathias Wissmann auf der Jahrespressekonferenz des Verbandes in Frankfurt.

Seit Juli sind die Bestellungen Monat für Monat rückläufig. Für 2009 rechnet der VDA mit nur noch 2,9 Millionen Pkw-Neuzulassungen hierzulande - der niedrigste Stand jemals im wiedervereinten Deutschland. Die deutschen Hersteller fahren ihre Produktion ausnahmslos "auf Sicht". Und das wirkt sich auch auf die Beschäftigung aus, sagt der VDA-Präsident.

Weiterhin sagte Mathias Wissmann: "Die deutsche Automobilindustrie kann stolz sein, dass sie in den letzten zehn Jahren als eine der wenigen großen Industrien über 80.000 Arbeitsplätze aufgebaut hat, noch einmal allein in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 13.000. Diese Entwicklung ist zum Stillstand gekommen und hat begonnen, sich umzukehren." Auch die politischen Rahmenbedingungen sind aus Sicht der Automobilindustrie entscheidend für die Bewältigung der Krise. Deshalb begrüßt VDA-Präsident Wissmann ausdrücklich die jüngsten Initiativen der Bundesregierung. Jetzt kommt es allerdings darauf an, so zügig wie möglich auch die weiteren Schritte zu ergreifen. Dazu zählt vor allem baldigste Klarheit über die Neuordnung der Kfz-Steuer nach CO2-Gesichtspunkten.

"Es ist das Ziel der deutsche Automobilindustrie", erklärte Mathias Wissmann, "nach der Krise stärker zu sein als die Wettbewerber." Dafür, so der VDA-Präsident, brauche die Industrie Rückenwind bei Innovation und Technologie. Deshalb würden die deutschen Automobilhersteller und -zulieferer ihre Investitionen in Forschung und Entwicklung weiter hoch halten wollen. Matthias Wissmann spricht dabei von der "Blutzufuhr zum Kopf" der Industrie. In diesem Jahr fließen, wie schon 2007, rund 18 Milliarden Euro in diesen Bereich.

Hans Bast / pressinform / PRESSINFORM

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.