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Neuvorstellung: Jaguar XKR-S: Halbe Sache

Die Spatzen haben es schon vor Wochen von den Dächern der Konzernzentrale gepfiffen: Jaguar will dem XK so richtig Beine machen. In Genf zeigt Jaguar mit dem XKR-S jedoch weniger, als viele erwartet hatten.

Denn bei einem echten Sportmodell, das auf der Rennstrecke den Kampf mit Porsche 911, Lamborghini Gallardo oder Maserati GranTourismo aufnehmen soll, hatte man sich natürlich auf den Fall der magischen 300-km/h-Marke eingestellt. Bisher wurden Jaguar XK und der sportliche Kompressor XKR automatisch bei 250 km/h eingebremst.

Das ist nicht viel für einen echten Sportwagen, der sich immer stärker werdenden Boliden gegenübersieht. Auf dem Genfer Autosalon zeigen die Briten trotzdem nur einen halben Schritt vorwaärts: Statt der erwarteten PS-Granate gibt es einen zwar unverändert starken V8-Motor, der 306 kW/416 PS leistet. Allein: Die Abregelung gibt es nach wie vor - sie greift nun bei 280 km/h ein.

Modifikationen an Fahrwerk, Bremsen und Aerodynamik heben dem XKR-S von der "Normalversion" ab. Zudem können sich Piloten des zunächst in einer Auflage von 200 Fahrzeugen produzierten Sportlers (die Hälfte davon ist für Deutschland bestimmt) über sportliche Elemente im Innenraum freuen.

Ein von Jaguar und dem Motorsportspezialisten Alcon gemeinsam entwickeltes Hochleistungsbremssystem sorgt für eine solide Verzögerung aus hohen Geschwindigkeiten. Zudem verfügt der XKR-S über eine leicht geänderte Fahrwerksabstimmung. Spezielle Federn und Dämpfer, größere Stabilisatoren, eine Neuprogrammierung der elektronischen Dämpferkontrolle und eine direktere Lenkung zählten neben einer dezenten Tieferlegung um zehn Millimeter zum Maßnahmenpaket,

Von außen ist der neue Jaguar XKR-S - außer am Modellogo - an seiner "Ultimate Black"-Lackierung zu erkennen. Im Verbund mit neuen 20-Zoll-Alurädern unterstreichen ein neu gestalteter Frontsplitter und Modifikationen an den Schwellerverbreiterungen, am Heckspoiler und am Diffusor den sportlichen Anspruch des Modells. Ein aktives Abgassystem schickt bei entspanntem Dahingleiten eher dezente Töne ans Ohr - während beim scharfen Beschleunigen ein markanter, sportlicher Sound intoniert wird.

Stefan Grundhoff / pressinform / PRESSINFORM

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.