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Neuvorstellung: Opel Insignia: Made schön in Germany

Stück für Stück enthüllt Opel die Details des Insignia. Nach der Karosserie ist nun das Interieur an der Reihe. Die erste Sitzprobe macht Hoffnung, dass endlich ein würdiger Nachfolger für den seligen Omega anrollt.

In der deutschen Autolandschaft gibt es einen exklusiven Club. Man nennt ihn "die deutschen Premiummarken". Wenn Audi, BMW und Mercedes sich selbst und ihr Image feiern, bleibt die Konkurrenz vor der Disko draußen stehen und passt auf die Jacken auf. Doch jetzt möchte Opel mit dem Insignia wieder mit in den Club. In der Mittelklasse zwar - aber dort ganz weit oben.

"Wir wollen das beste Premium-Feeling im Segment haben", sagt der europäische Design-Vizechef Mark Adams. "Wir haben unser Produkt so gestaltet, dass alles sehr teuer aussiet", beschreibt Adams die Strategie. Und die "German Precision"“ soll dafür sorgen, dass auch die Qualität stimmt.

Adams erinnert dabei an den Opel GT, das erste europäische Concept Car des Konzerns: "Der GT war sehr dynamisch und emotional – aber mit deutscher Ingenieurskunst gebaut. Diese Kombination haben wir auch beim Insignia verwendet", sagt er.

Besondere Beachtung haben Designer und Ingenieure dem Innenraum geschenkt. Wenn man sich im Fahrersitz niederlässt und die Türen schließt, stellt sich ein Gefühl ein, dass die Designer den "Wrap-around"-Effekt nennen: Das Armaturenbrett geht mit Bögen gleichsam nahtlos in die Türen über und scheint die Passagiere zu umarmen. Die Armaturen sind von Chromringen umgeben und in einem warmen Rot-Ton beleuchtet. Eine große Aluspange umrahmt die Schaltkonsole. Man hat das Gefühl, dass sich die Opel-Designer die schönsten und praktischsten Elemente bei Audi, BMW und Volvo abgeschaut und neu kombininiert haben.

Ein Hauch von Yacht

Es soll zahlreiche Farben zur Auswahl für das Interieur geben. Ein echter Hingucker ist eine Option, die es bislang nur als Computeranimation gibt: Das Armaturenbrett ist in einen dunklen und einen hellen Bereich geteilt, verbunden von großen Holzeinlagen. Die Holzleisten rahmen spangenförmig das gesamte Armaturenbrett ein.

Das Insignia-Interieur ist jedoch nicht nur optisch gelungen. Kopf- und Kniefreiheit sind auch im Fond für große Personen ausreichend. In der Mittelkonsole teilen sich Becherhalter, zwei Ablagen, der Schalter für die elektronische Parkbremse und eine 12-Volt-Steckdose den Platz. Beim Kofferraum fordert die schicke Linienführung mit dem eleganten Heckdesign allerdings ihre Opfer: Die Ladekante ist rund 70 Zentimeter hoch und ziemlich schmal.

Der Insignia entsteht in Rüsselsheim auf derselben Produktionslinie wie der Vectra. Schon jetzt rolle zwischen den Vectras ab und zu ein Insignia vom Band, sagt ein Opel-Sprecher. Neben dem Insignia-Stufenheck, Fließheck und Kombi soll 2009 auch der Saab 9-5 in Rüsselsheim gebaut werden. Die Fabrik habe eine jährliche Produktionskapazität von 294.000 Autos, heißt es bei Opel.

Zur Motorenpalette des Insignia gibt es noch keine offiziellen Angaben. Einstiegsmotor dürfte ein 1,6-Liter Benziner bleiben, Top-Motoren werden V6-Benziner und V6-Diesel sein. Große Stücke setzt Opel auf das Downsizing-Konzept. So steht ein rund 180 PS starker 1,6-Liter Turbomotor bereit. Auch Allradantrieb soll es für den Insignia geben. Dabei dürfte Opel auf das System XWD von Saab zurückgreifen.

Kommt ein OPC mit Allrad?

Auch für einen Insignia OPC stehen die Chancen nicht schlecht. Es wird den Rüsselsheimern sicher in den Fingern jucken, diesen Wagen mit Allradantrieb zu versehen – ein Insignia OPC würde damit in einer ganz anderen Liga spielen als bisherige OPC-Modelle.

Die Preise für den Insignia will Opel im Rahmen der London Motor Show im Juli bekannt geben. Sie sollen sich jedoch nicht wesentlich von denen des Vectra unterscheiden. Der Vectra ist zurzeit ab 22.420 Euro (1,6-Liter Benziner) zu haben.

Es werde "einen klaren Schnitt" beim Vectra geben, sagt Opel-Sprecher Stefan Weinmann: Mit den Werksferien laufe die Produktion des Wagens aus. Die Zulassungszahlen für den Vectra waren zuletzt äußerst mau. In Deutschland wurden laut Kraftfahrtbundesamt-Statistik im Jahr 2007 gerade mal 18.087 Stück zugelassen. Beim Passat waren es im gleichen Zeitraum 105.308. Über das Verkaufsziel für den Insignia schweigt sich Opel aus. "Aber wir wollen natürlich deutlich über den Vectra-Zahlen liegen", sagt Stefan Weinmann.

Ende des Jahres rollt der Insignia bei den deutschen Händlern an. Noch vor Deutschland ist England der wichtigste Markt. Das Königreich ist ein Hatchback-Land: Mehr als 90% aller Vectra wurden von der britischen GM-Schwester Vauxhall als Schrägheck verkauft, beim Insignia dürfte das ähnlich werden. Es gibt zudem Spekulationen, dass auch die amerikanische GM-Sparte Saturn den Insignia ins Programm nimmt. Saturn verkauft bereits den Vectra unter dem Namen Aura in den USA. In Deutschland wird neben dem Stufenheck der Kombi eine große Rolle spielen. Der Insignia Caravan soll 2009 bei den Händlern stehen.

Sebastian Viehmann / pressinform / PRESSINFORM

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.