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Neuvorstellung: Toyota Prius III: Zukunft, die Dritte

Mehr Leistung, mehr Features, mehr Platz, weniger Verbrauch: Der neue Prius ist eine der wichtigsten Neuheiten in Detroit. Doch gerade in den USA stehen Hybridautos momentan nicht sehr hoch im Kurs.

Auf den ersten Blick hat sich wenig getan bei Toyotas neuem Vorzeige-Sparer - abgesehen von einer etwas dynamischeren Front. Im Innenraum hat der Prius III gegenüber seinem Vorgänger allerdings gewonnen. Das um den Fahrer herum konstruierte Cockpit versprüht eine Menge Hightech-Charme, auch wenn die hohe Mittelkonsole wie beim Auris die Ablage darunter schwer erreichbar macht. Dafür sind viele weitere Ablagen im Cockpit verstreut, und es gibt zwei große Handschuhfächer.

Auch der neue Prius bleibt dem Mäusekino-Konzept treu: Klassische Uhren sucht man vergeblich, alles Wissenswerte muss man vom zentralen Digitalinstrument am Armaturenbrett ablesen. Die erste Sitzprobe hinterlässt einen angenehmen Eindruck. Im Fond hat man auf bequemen Sitzen etwas mehr Kniefreiheit als im Honda Insight. Die Kopffreiheit auf der Rückbank ist bei beiden Autos nicht besonders üppig.

Optional will Toyota ein Glasschiebedach mit integrierten Solarzellen anbieten. Mit der erzeugten Energie soll die Klimaanlage die Innenraumtemperatur konstant halten, wenn das Auto parkt. Bei der Weiterfahrt muss die Air Condition dann nicht gleich auf vollen Touren laufen, um das Passagierabteil schnell abzukühlen – so wird Energie gespart. Mit einem Knopf am Autoschlüssel kann man die Klimaanlage schon vor der Fahrt aktivieren.

Verbrauch: Unter 4 Liter

Toyota hat dem neuen Prius mehr Hubraum und Leistung spendiert. Unter der Haube steckt jetzt ein 1,8-Liter-Vierzylinder mit 72 kW/98 PS, der Elektromotor leistet maximal 59 kW/80 PS. Die Systemleistung steigt auf 99 kW/134 PS.

Die größtenteils neu entwickelten Antriebskomponenten sind kompakter und wiegen etwa 20 Prozent weniger als bisher. Der Hybrid Synergy Drive der dritten Prius-Generation verwendet verbesserte Nickel-Metallhybrid-Akkus. Leistungsfähigere Lithium-Ionen-Kraftspender sollen erst später erhältlich sein und auch im für 2012 geplanten Plug-In-Hybrid eingebaut werden.

Den Durchschnittsverbrauch des neuen Modells geben die Japaner mit 50 Meilen pro Gallone an, das entspricht 4,7 Liter pro 100 Kilometer. Der aktuelle Prius bringt es im EU-Drittelmix auf 4,3 Liter pro 100 Kilometer. Die Standards für Verbrauchsmessungen in den USA weichen jedoch stark von denen in der EU ab, so dass man aus dem Wert 50 mpg keine Rückschlüsse auf die offiziellen Werte des nach Deutschland kommenden Modells ziehen kann. Toyota-Sprecher Karsten Rehmann versichert, dass der neue Prius "in jedem Fall einen Verbrauch unter 4 Liter"“ erzielen werde.

Er soll im Sommer bei den Händlern stehen.

Hybrid-Unlust in den USA

Die Preise und spezifischen Details des Prius III für den deutschen Markt hat Toyota noch nicht bekannt gegeben. Die Preise des aktuellen Prius in Deutschland reichen von 25.150 bis 29.150 Euro. Der Vorgänger wurde allein in den USA mehr als 670.000-mal verkauft. Sein Nachfolger soll dort nach Medieninformationen ungefähr 23.000 Dollar (umgerechnet rund 17.400 Euro) kosten. Hondas etwas kleinerer Hybrid Insight dürfte dagegen knapp unter der 20.000-Dollar-Marke bleiben.

Ob der Prius auf dem für ihn wichtigsten Markt USA ein schneller Erfolg wird, hängt auch von der Entwicklung der Spritpreise ab. Zurzeit kostet die Gallone wieder deutlich weniger als zwei Dollar. Da ist der Druck, ein betont sparsames Fahrzeug zu kaufen, für viele Käufer nicht sehr groß. Außerdem werden amerikanische Autos zurzeit derart verramscht, dass ein Prius vergleichsweise teuer ist.

Wer in der Autostadt Detroit die Automeilen abklappert, staunt nicht schlecht: Da bietet ein großer Dodge-Händler einen neuen Journey in Vollausstattung samt DVD-Entertainment-System für 15.405 Dollar an, was einem Nachlass von fast 10.000 Dollar entspricht. Eine Chevrolet-Händlerkette bringt nagelneue Pick-ups vom Typ Silverado für 10.646 Dollar unters Volk.

Gerade für Familien mit mehreren Kindern bleibt ein neuer Prius mit seinem vergleichsweise bescheidenen Platzangebot häufig ein teurer Luxus fürs grüne Gewissen. Im November 2008 brach der Hybridabsatz in den USA laut eines Berichtes der Financial Times um 53 Prozent ein, während der Gesamtmarkt "nur" um 37 Prozent nach unten rutschte.

Sebastian Viehmann / pressinform / PRESSINFORM

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.