HOME

Praxistest: Nissan Micra 1.4 C+C: Micrakosmos

Über Geschmack lässt sich ja streiten. Über Design folglich auch. Weniger streiten lässt sich über den Preis: Für knapp 17.500 Euro ist der Micra C+C eines der preiswertesten Klappdach-Cabrios auf dem Markt.

Wer offen fahren will und trotzdem winterfest, der hat unter 18.000 Euro nicht viel Auswahl. Daihatsus Copen fährt in der offenen 17.500-Euro-Liga mit, der Pluriel von Citroën, Mitsubishis Colt CZC, der Opel Tigra. Wenn man so will vielleicht noch der Smart Fortwo. Damit ist die Liste dann aber auch schon vollständig. Außer dem Preisniveau und dem freien Blick zum Himmel haben alle eins gemeinsam: wenig Platz.

Das ist beim Micra C+C nicht anders. Wer mehr als 1,80 Meter misst, sollte sich den kleinen Nissan besser nicht antun. Bei offenem Verdeck mag es ja noch angehen - geschlossen nur mit Dachberührung. Praktisch dann immerhin: Das Glasdach, das bei offenem Rollo wenigstens ein bisschen mehr Kopffreiheit verschafft und für luftige Helle innen sorgt. Wunder darf vor allem Mann halt nicht erwarten von einem kleinen Flitzerchen, das gerade mal 3,81 Meter in der Länge, 1,67 Meter in der Breite und 1,46 Meter in der Höhe misst. Selbst der normale Micra ist - merkbare - acht Zentimeter höher.

Außer auf den Vordersitzen kommt man im Micra C+C ohnehin nirgends unter - Nicht einmal als Kleinkind. Die angedeutete Rückbank des offiziell als 2+2-Sitzer firmierenden Kleinwagens langt allenfalls als Ablage für Einkaufstüten. Das hilft ein wenig darüber hinweg, dass der Kofferraum bei geöffnetem Verdeck mit 255 Litern auch nicht gerade üppig ausfällt - und sich nur mühsam durch einen engen Spalt beladen lässt. Bei geschlossenem Verdeck wächst der Laderaum dagegen auf fast schon unglaubliche 457 Liter. Das nun wieder toppt selbst Autos wie den Golf. Und auch mit dem Beladen ist es dann nicht mehr so fummelig.

Fieser Crash beim Driften

22 Sekunden

Auch sonst geht es innen eng zu. Die Sitze lassen sich allenfalls für Passagiere bis 1,80 ausreichend weit nach hinten schieben - größere finden nur leicht gefaltet Platz. Immerhin macht die Einrichtung des Winzlings einen hochwertigen und ausgezeichnet verarbeiteten Eindruck. Die Bedienung ist logisch und einfach, die Instrumente gut abzulesen und alle Schalter und Knöpfe bestens erreichbar - zum Teil direkt am Lenkrad. Das lässt sich in der Höhe einstellen. Praktisch: Unter der aufklappbaren Fläche des Beifahrersitzes sind nicht nur Verbandskasten und Warnweste zu finden, sondern auch noch zusätzlicher und verschließbarer Stauraum.

Das feste Klappdach öffnet und schließt sich vollautomatisch in nur 22 Sekunden. Dabei darf der Micra sogar leicht rollen - bis 5 km/h sind möglich. Keine Hebel, keine Ösen - das Betätigen des Schalters auf der Mittelkonsole ist die einzig notwendige Kraftanstrengung. Allerdings: Bei unserem Testwagen schloss das Dach vorne links nicht dicht - der Besuch in der Waschstraße sorgte regelmäßig für deutliche Wasserbahnen innen an der A-Säule.

Zwei Motoren bietet Nissan für den C+C an, beides Benziner, beide wollen Super. Der 1,6-Liter-Motor bringt es auf 81 kW/110 PS, lässt den Kaufpreis aber auch auf mindestens 21.890 Euro hochschnellen. Schuld daran ist allerdings nicht der Motor alleine - den stärkeren C+C gibt es auch nur mit einer stärkeren Ausstattung. Aber im Grunde reicht der 1,4-Liter schon. Seine 65 kW/88 PS und ein Drehmoment von 128 Nm bei 3200 U/min. bringen die 1,2 Tonnen Leergewicht in 12,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h und - mit etwas Mühe - auf eine Höchstgeschwindigkeit von 174 km/h.

Frische Brise

Wer es fixer haben will, der sollte sich ernsthaft fragen, ob er nicht gleich mehr Auto für dann allerdings auch mehr Geld haben will. Ein ausgesprochener Sparer ist aber auch der Micra C+C nicht: Der offiziellen Durchschnittsverbrauch von 6,6 Liter Super ist allenfalls Durchschnitt. Unser Testverbrauch lag rund einen Liter höher.

Ohne die ziemlich kräftige frische Briese ums Haupthaar würde sich der Fahrspaß bei dem 17.490 Euro teuren Micra in Grenzen halten. Die Lenkung ist gefühllos und mit wenig Rückmeldung von der Straße gesegnet, die Schaltung geht wenig präzise durch die Kulisse. Die Federung ist straff, aber noch durchaus passabel. In Kurven hält der leicht untersteuernde Nissan zwar durchweg brav die Spur, neigt aber deutlich zur Neigung. Zudem ist die Karosserie bei offenem Dach nicht sehr verwindungssteif.

Wer sich als Cabrio-Fan mit der - nun ja: eigenwilligen - Form des Micra C+C anfreunden kann, nicht gerade über ein prall gefülltes Konto verfügt und auch nicht zu den groß Gewachsenen zählt, für den ist der kleine Japaner sicher eine Alternative. Nicht zuletzt, weil die Konkurrenten in diesem Preissegment auch nicht mehr an Platz und Qualitäten zu bieten haben. Und an gefälligerem Design genau genommen auch nicht.

Jürgen Wolff / pressinform / PRESSINFORM
Themen in diesem Artikel

Wissenscommunity

Betruf beim Autokauf
ich habe letztem September ein gebrauchtes Auto gekauft und nach einem Monat habe ich wegen Servolenkung mein Auto bei ADAC abgescleppt lassen. (Damals hat die Servolenkung plötzlich ausgefallen und ich hätte mit Straßenbahn einen Unfall bekommen. Damals habe ich versuchte mit meinem Verkäufer zu kontaktieren. Leider hat er 3 Wochen Urlaub gemacht und habe ich mein Auto bei einer Werkstatt repariert hat und das kostet ungefähr 90 Euro und musste ich für ADAC mehr bezahlen. (Da meinte Meister, dass wegen Betteriepol meine Servolenkung ausgefallen hat.) aber nach 1 Tag ist dieses Problem wieder passiert und Bremeschalter auch kaputt gegangen ist und habe ich dafür 252 Euro bezahlt. Da war der Verkäufer imemrnoch im Urlaub. Nach seinem Urlaub habe ich mein Auto mitgebracht und er hat mir gesagt, dass wenn ich für Erstazteil(Servolenkung) bezahle, dann kann er mein Auto reparieren. (Das kostet ungefähr 50 Euro). Aber er konnte eine Teil von meinem Auto nicht finden und mit anderer Teil(verschidenen Artikelnummer) mein Auto repariert und er meinte, dass wenn ich wieder dieses Problem hätte, repariert er wieder mit richtiger Teil und wieder nach 1 Tag ist dieses Problem wieder passiert und habe ich mein Auto wieder mitgebracht. Aber er hat noch nicht die Servolenkung für mein Auto gefunden und er meinte, dass ich auch bei Ebay oder irgendwie die Teil suchen soll. Aber wenn ich wieder darüber telefoniert habe(weil ich leider nicht richtige Artikelnummer von meinem Auto kenne), hat er mir einfach gesagt, dass er einfach damals gar nicht repariert hat und d.h mein Auto wurde immernoch meine richtige ausfallende Teil eingebaut und er meinte, dass ich selber die Teil finden muss... Das ist echt scheiße. Deswegen habe ich die Servolenkung selber gekauft(200 Euro) und selber ausgetauch. Da ich nicht mehr dem Verkäufer vertrauen konnte. jzt alles wieder in Ordnung. Und letzte Woche habe ich Bremseleläge selber gewechselt da habe ich anderes Problem gefunden. Als ich hinten Bremsbeläge ausgebaut habe, habe ich ganz viel Problem gemerkt. Die Korben war festgeklebt im Zylinder deshalb Bremsbeläge einfach abgebrochen hat. Ich denke das ist sehr gefährlich.. Und Nach dem Rapatur von Hintenbremse kann ich nicht mehr schlechte Geräuch hören.. Dieses Geräuch hat auch als ich dieses Auto erstes Mal mitgenommen habe gehört, dachte ich, wegen ABS. Aber das war auch nicht.. Ich denke er hat total kaupttes Auto verkauft und gar nicht verantwortlich.. villeicht hat er mich ganz einfach unterschätzt weil ich ein Ausländer bin nicht so fließend Deutsch sprechen kann... In dem Fall was kann ich machen? Soll ich einfach anzeigen?