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Seat launcht eigene Submarke Cupra: Markige Marke

Seat macht aus den Cupra eine eigene Marke. Als erstes Modell unter kupferfarbenem Logo kommt Ende des Jahres ein 300 PS starker Ateca.

Das neue Markenlogo des Cupra soll an ein Tribal-Logo erinnern

Das neue Markenlogo des Cupra soll an ein Tribal-Logo erinnern

Seat macht aus Cupra eine eigene Marke. Was bislang als Namenszusatz die schnelleren Automodelle der Spanier markierte, soll künftig komplett unter eigenem Label laufen. Schluss mit Seat Leon Cupra - künftig heißt es Cupra Leon. Ein Cupra Ibiza und ein Cupra Arona stehen 2019 unter anderem auf der ToDo-Liste, ab 2020 soll es dann komplett neue Modell geben. Den Auftakt aber macht Ende diesen Jahres ein Cupra Ateca.

Markige Marke
Das neue Markenlogo des Cupra soll an ein Tribal-Logo erinnern

Das neue Markenlogo des Cupra soll an ein Tribal-Logo erinnern

Warum die neue Marke? Seat, so glauben die Marketingstrategen in Barcelona, fährt zwar jedes Jahr neue Erfolge ein - aber der Reiz der Marke zieht nicht jeden potenziellen Käufer zu den Händlern. Eine Marke Cupra dagegen könne Begehrlichkeiten auch bei denen wecken, die mit "Seat" wenig anzufangen wissen. Eher praktisch die zweite Überlegung: Mit den Cupra-Fahrzeugen hätte Seat eine Technologieplattform, um Entwicklungen auszutesten, die sich zum Beispiel beim Ibiza nie rechnen würden. Ähnlich wie das Metropolis:Lab in Barcelona wird Cupra unter der Mutter Seat als eigenständiges Unternehmen laufen.

Die Cupra-Kunden, so stellen es sich die Strategen bei Seat vor, sollen zu einer Fan-Gemeinschaft werden, das neue kupferfarbene Logo mit den zackig ineinander verschränkten "C" wie ein "Tribal"-Symbol für eine Art Stammeszugehörigkeit stehen.

Hinter Cupra steht eine eigene Organisation mit einem Netz spezialisierter Händler. Allein in Deutschland könnten das 100 bis 120, in ganz Europa 250 werden. Ein eigener "Cupra-Master" in jedem dieser Betriebe soll sich um die Bedürfnisse der Cupra-Klan-Mitglieder kümmern. Eingebettet werden soll das in eine ganze Cupra-Welt mit Events und sportlich virtuellen Räumen - Cupra als Weltanschauung eben. "Das Backbone von Cupra ist der Motorsport", sagt Seat-Chef Luca de Meo. Folgerichtig wandert auch die komplette Motor- und Rennsport Division von Seat Sport zu Cupra. Der Cupra TCR soll bereits in dieser Saison als erster Rennwagen unter dem neuen Label im TCR-Cup mitmischen.

Vor allem in Deutschland, so glaubt man bei Seat, sollte das Konzept der neuen Marke verfangen. Schon jetzt werden anteilig nirgendwo mehr Cupra-Versionen verkauft, als in der Bundesrepublik. Gut ein Zehntel aller hier verkauften Seat trägt den Cupra-Schriftzug. Innerhalb von vier bis fünf Jahren soll die verkaufte Stückzahl nun mehr als verdoppelt werden. Insgesamt will Cupra jährlich 25.000 Stück verkaufen - aktuell sind es rund 10.000.

Den Auftakt mit dem neuen Tribal-Logo am Kühlergrill und in den Radnaben macht ein "cupraisierter" Ateca. Der SUV sieht nicht viel anders aus als eine Kollegen mit dem Seat-Emblem. Prollig im Design mag man es bei Cupra also offensichtlich nicht. Dafür stecken die neuen Marken-Gene unterm Blech: Das Fahrwerk wurde grundlegend überarbeitet, Allradantrieb ist Serie und ein 2.0-TSI-Benziner soll dem Power-SUV 221 kW/300 PS an Leistung verschaffen, die über ein neu entwickeltes 7-Gang-DSG-Getriebe an die Räder kommen. Den Spurt von 0 auf 100 km/h soll der Cupra Ateca binnen 5,4 Sekunden hinlegen, die Höchstgeschwindigkeit bei 245 km/h liegen. Ein Partikelfilter dürfte bei dem Benziner für die Einhaltung der EU-Grenzwerte sorgen.

"Das alles bietet keiner zu einem ähnlich erreichbaren Preis," sagt Entwicklungschef Matthias Rabe. Wie hoch dieser Preis ist, sagt er noch nicht - aktuell kostet der teuerste Ateca mit TSI-Motor und Allradantrieb knapp 34.000 Euro. Der Cupra Ateca dürfte also die 40.000-Euro-Marke reißen. Immerhin: Kraft-Konkurrenten wie der Alfa Romeo Stelvio, der BMW X3 oder der Porsche Macan sind deutlich teurer.

Der Cupra Ateca ist für Seat erst ein Anfang: "Wir reden vor allem auch über Hybridisierung, über Elektrofahrzeuge und Plug-in-Hybride", sagt Rabe: "Alles natürlich mit entsprechend sportlicher Ausrichtung." Vorgesehen sind zunächst sieben Modelle, inklusive limitierter Sondereditionen. Auch ein Cabrio mag de Meo zumindest "nicht ausschließen".

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.