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Suzuki Cappuccino: Als Autofahren noch Spaß machen durfte

Der Suzuki Cappuccino sorgt trotz geringer Leistung für unvergessenen Fahrspaß. Selten haben 3,30 Meter so schnell überzeugt.

Bis zu 137 km/h ist er schnell.

Bis zu 137 km/h ist er schnell.

Es ist 1991 in Japan. Genauer gesagt im Suzuki-Werk in Kosai. Zu dieser Zeit sind sogenannte Kei-Cars, Fahrzeuge, mit einer maximalen Länge von 3,39 Metern, voll im Trend. Jedes Dritte in Japan zugelassene Auto fällt in diese Kategorie. Zu diesem Zeitpunkt rollt der erste Cappuccino unter dem Motto "Die Erfüllung des Traums, einen stylischen und sehr erschwinglichen Roadster zu besitzen" vom Band. Schnell ist die Rede vom Sporty K-Cars ABC. Denn neben dem Suzuki sorgen der Autozam AZ-1 und der Beat von Honda für mächtig viel Fahrspaß und gute Absätze. Bis der in Japan bereits im November 1991 verkaufte Suzuki in Europa erhältlich ist, vergehen jedoch noch zwei Jahre. Denn eigentlich sollte er überhaupt nicht die Landesgrenze verlassen. Erst im Oktober 1993 steht er in England ab 11.995 Pfund zum Kauf bereit. Anders als in Japan ist der 3,30 Meter lange, 1,40 Meter breite und 1,19 Meter hohe Zweisitzer ausschließlich in Cordoba Rot oder Mercury Silber Metallic zu bestellen. Am Ende liegt die Quote bei 80:20 auf Seiten des beliebteren Rottons. 1.110 Cappuccinos werden zwischen 1993 und 1995 in Großbritannien registriert. Produziert werden bis Ende 1997 insgesamt 28.010 Exemplare.

Als Autofahren noch Spaß machen durfte
Bis zu 137 km/h ist er schnell.

Bis zu 137 km/h ist er schnell.

120 Stück davon landen auch in Deutschland. Ungefähr 70 davon sind noch fahrtüchtig. Und schon nach den ersten Metern wird klar, warum diese Art der Fortbewegung eigentlich jeder einmal erleben sollte. Doch vor diesen ersten, sehr eindrucksvollen Metern, steht das Einsteigen. Und noch davor die große Frage: Passe ich da überhaupt rein? Oder sollte nicht doch das Dach ein wenig luftiger gestaltet werden. Beim Suzuki Cappuccino stehen gleich vier verschiedene Dach-Konfigurationen zur Auswahl: 1. Cabrio, 2. Targa, 3. T-Dach und 4. Geschlossenes Dach. Nur wenige Handgriffe später und das gewünschte Ergebnis ist erzielt. Die übriggebliebenen Dachkonstruktionen lassen sich im eigentlich überhaupt nicht vorhandenen Kofferräumchen verstauen. Ab einer Größe von 1,85 Meter ist ein Mix aus T-Dach und geschlossenem Dach, mit der Lücke über dem Fahrersitz ein guter, wenn nicht sogar der einzige Kompromiss. Denn mit Dach wird es eindeutig zu eng.

Wer bereits Erfahrung mit rechts gelenkten Fahrzeugen hat, für den ist das Mit-Links-Schalten innerhalb des manuellen Fünfgang-Getriebes und das Blinker-Setzen mit dem rechten Lenkstockhebel kein Problem. Bei Anfänger in diesem Punkt werden nicht ohne Grund Wetten auf das erste Mal Scheibenwischeranstellen bei strahlendem Sonnenschein eingegangen. Das kleine Lenkrad und die Drehzahlanzeige, die bis 12.000 Umdrehungen pro Minute reicht, machen deutlich, dass es hier extrem sportlich zur Sache gehen kann und darf. Ein Blick auf die Motordaten in Kombination mit dem 725 Kilogramm-Leergewicht unterstreicht diesen Eindruck. Hier werden 64 PS aus einem nur 657 Milliliter großen Dreizylinder-Turbobenziner gekitzelt. Schon das Anlassen des rund sechs Liter auf 100 Kilometer verbrauchenden Vollaluminium-Triebwerks mit Ladeluftkühler lassen den knappen halben Liter Hubraum da vorn vergessen. Er hört sich schlicht größer und stärker an, als er ist.

Nach ein, zwei Kurven zeigt sich bereits, dass der auf 14 Zöllern rollende Cappuccino jedes Einlenken mit einem starken Nicken und Wanken begrüßt. Ein ordentlicher Tritt auf das kleine Gaspedal und das Heck macht einen kleinen Satz. Warum? Das Besondere an dem mit einem 4,5 Meter kleinen Wendekreis daherkommenden Suzukis ist sein Antriebskonzept: Er wird über die Hinterräder beschleunigt. Dank des durchaus gelungenen Zusammenspiels von Heckantrieb, Frontmotor, kleinem Dreispeichen-Lenkrad und des alles andere als knüppelharten Fahrwerks, macht ein Ausritt im 137 Kilometer pro Stunde schnellen Japaner mehr Spaß, als in manch anderem, wesentlich stärkerem Supersportwagen. Die Mischung aus Go-Kart, Autoscooter und dem Lenkrad im Playstation-Format hat einfach etwas unglaublich Anziehendes. Auf den Punkt gebracht: Mit dem Suzuki Cappuccino macht das Autofahren einfach nur Spaß - vorausgesetzt der Körper passt ganz hinein.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(