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Technik: VW Touran EcoFuel: Warten auf den Gas-Turbo

Keiner weiß, wann sich Hybrid oder Brennstoffzelle durchsetzen. Es dauert noch - und so kommt auch VW verstärkt zum Erdgas. Nicht nur Gewerbetreibende sollen sich künftig für den Touran EcoFuel entscheiden.

Wie weit kommt ein VW Touran mit 20 Euro? Bei den aktuellen Kraftstoffpreisen kann man die Benzinversion in der Bestenliste schon gleich vergessen. Eine eindrucksvolle Marke setzt der Familienvan immerhin mit seinem sparsamen 1,9 Liter TDI-Motor, der 105 PS leistet. Für zwei kleine Scheine schafft man ungefähr die Strecke zwischen Dortmund und Frankfurt - also etwa 260 Kilometer. Kein schlechter Wert für einen geräumigen Van wie den Touran.

Doch wer mit der EcoFuel-Version antritt, fährt aus Dortmund kommend über die Autobahnen A3 und A45 lässig an Städten wie Frankfurt und Würzburg vorbei. Mit 20 Euro läuft der Vierzylinder mit Gasantrieb erst in Nürnberg aus – macht satte 420 Kilometer. Unschlagbar.

Von außen sieht der silberne VW Touran aus, wie jeder andere Touran. Vom sauberen und günstigen Erdgasantrieb gibt es auch innen nichts zu spüren. Kein zerklüfteter Kofferraum oder nachträglich eingebaute Schalter im Armaturenbrett. Bis auf die doppelte Tankanzeige deutet nichts auf einen Gasantrieb hin.

Die vier Erdgastanks wurden unter dem Fahrzeug verbaut - zwei vor und zwei hinter der Hinterachse. Die hintereinander geschalteten Tanks schlucken insgesamt 18 Kilogramm des flüssigen Kraftstoffes. Ist die gasförmige Füllmenge nach rund 250 bis 300 Kilometern leer gefahren, schaltet der Motor selbstständig auf Benzinbetrieb um. Manuell kann man nicht hin- und herschalten – schade. VW verspricht einen Durchschnittsverbrauch von 5,8 Kilogramm Erdgas auf 100 Kilometer. Bei normaler Fahrweise sind jedoch 7 bis 7,5 Kilogramm realistisch - und noch allemal günstig.

Der Benzintank des 4,39 Meter langen VW Touran EcoFuel ist im Gegensatz zum bekannt großen Kofferraum (695 bis 1.989 Liter) nur als mickrig zu bezeichnen. Rund 13 Liter - das ist ungefähr das Fassungsvermögen eines mittelprächtigen Handschuhfachs. Damit sind immerhin noch einmal 120 bis 150 Kilometer drin.

Grund für den überschaubaren Ersatztank ist die Einstufung des Touran EcoFuel. Bis zu einem Benzinvolumen von 15 Liter können Fahrzeuge als so genannte "monovalante Fahrzeuge" zugelassen werden. Über das kleine Benzinreservoir schaut der Gesetzgeber dann gnädig hinweg. So konnte der Motor speziell auf Gasantrieb abgestimmt werden. Wenig erfreulich für die Kunden: Die Gesamtreichweite liegt bei gerade mal 450 Kilometern. Als offizielles Bi-Fuel-Modell wären locker 700 Kilometer drin gewesen.

Vielen interessierten Familien dürfte diese eingeschränkte Reichweite zu wenig sein. Dagegen dürfte der VW Touran EcoFuel insbesondere für gewerbliche Kunden in Großstädten interessant sein. Hier befinden sich auch die meisten der derzeit rund 700 Erdgas-Tankstellen. Der EcoFuel ist auch auf den zweiten Blick ein echter Sparfuchs - aufgrund des günstigen Gaspreises deutlich günstiger als Standard-Benziner oder ein TDI-Modell.

Sportliche Fahrleistungen darf man von einem Touran EcoFuel allerdings nicht verlangen. Der zwei Liter große Vierzylinder hat durch den Gasantrieb ein paar Pferdestärken eingebüßt und muss daher mit 80 kW/109 PS auskommen. Den Spurt 0 auf 100 km/h legt der 1,6 Tonnen schwere Fronttriebler in trägen 13,5 Sekunden zurück. Doch mit den 180 km/h Spitze sollte es sich für die meisten leben lassen. Wer mehr Power will, muss sich noch ein paar Jahre gedulden: Auch bei Volkswagen arbeitet man seit längerer Zeit an einer Kombination aus Gasantrieb und Turboaufladung. Dann gibt es mehr Pfeffer.

Wer sich mit der geringen Reichweite anfreunden kann, bekommt mit dem Touran EcoFuel eine überdenkenswerte Alternative zu Benzin- und Dieselantrieb. Der Einstiegspreis für das Basismodell liegt bei rund 23.500 Euro.

Pressinform / PRESSINFORM

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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