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Mobilität Berliner Senatorin fordert Zwangs-ÖPNV-Ticket für Autofahrer zur Durchsetzung einer City-Maut

Frau steht an Straßenbahnhaltestelle. Im Hintergrund spiegelt sich ein Pkw.
Bei der neuen City-Maut-Forderung geht es darum, dass diejenigen, die den öffentlichen Raum in der Stadt nutzen wollen, das auch bezahlen müssten
© SHipskyy / iStockphoto / Getty Images
Wer in Zukunft per Auto in Berlins Innenstadt will, soll ein Nahverkehrsticket kaufen müssen, fordert die Verkehrssenatorin Günther. Auch Politiker von FDP und Grünen haben sich in dem Zusammenhang offen für die Einführung einer allgemeinen City-Maut gezeigt.

Pkw-Fahrer sollten künftig ein Ticket für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) erwerben müssen, wenn sie in die Berliner Innenstadt fahren wollen. Darüber denke sie nach, sagte Berlins Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos) der "Berliner Morgenpost". Es gehe darum, dass diejenigen, die den öffentlichen Raum in der Stadt nutzen wollen, das auch bezahlen müssten. Eine mögliche Ausgestaltung wäre demnach, dass Pkw-Fahrer nicht einfach nur bezahlen, wenn sie in die Innenstadt fahren, sondern dass sie damit zugleich ein ÖPNV-Ticket erwerben, um einen Umstieg auf Busse und Bahnen möglichst leicht zu machen, so Günther. Bereits in der Vergangenheit hatten sich Politiker von FDP und Grünen offen für die Einführung einer City-Maut in Städten gezeigt.

Der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Oliver Luksic, sagte dem Magazin "Focus": "Eine City-Maut kann unter bestimmten Voraussetzungen eine sinnvolle Möglichkeit zur Verkehrssteuerung in besonders belasteten Städten und eine Alternative zu Fahrverboten sein." Die Maut müsse sich aber nach Tageszeit und Verkehrsaufkommen richten.

City-Maut-Forderung trifft auf Zustimmung

Dieter Janecek von den Grünen plädierte ebenfalls für eine City-Maut. Man müsse es "unattraktiver machen, mit dem Auto in die Innenstadt zu fahren". Nach einer Emnid-Umfrage im Auftrag des "Focus" lehnen 75 Prozent der Menschen in Deutschland eine City-Maut ab. 21 Prozent der Befragten sind dafür. Ende April hatte Günther erstmals eine Debatte über eine City-Maut in Berlin losgetreten. "Über kurz oder lang" werde man in der Hauptstadt über eine solche Abgabe diskutieren müssen. "Es wird bei der knappen Ressource Fläche in der Stadt deutlich teurer werden müssen, mit Autos den öffentlichen Raum zu nutzen", sagte sie damals.

Quellen: "Berliner Morgenpost" / DPA

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km

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