VG-Wort Pixel

Oldtimer-Umbau Phantom V – der schönste Rolls-Royce aller Zeiten fährt jetzt elektrisch

Phantom
Mit einer Kapazität von 120 kWh ist der Phantom gut gerüstet.
© Lunaz / PR
Der spritsaufende V8-Motor aus den 1960ern wird aus- und ein vollelektrischer Antrieb eingebaut. Die Firma Lunaz schlachtet 30 Oldtimer und will so die Aura der Klassiker ins emissionsfreie Zeitalter überführen.

Noch gibt es keinen elektrischen Rolls-Royce ab Werk. Die britische Firma Lunaz baut nun 30 Oldtimer entsprechend um. Als Grundlage dienen echte Klassiker, darunter die Typen Phantom V und Silver Cloud. Die Produktion der elektrifizierten Phantoms und Silver Clouds hat bereits begonnen. Die Preise liegen bei 570.000 Euro für einen Phantom und 380.000 Euro für einen Silver Cloud.

Lunaz hat sich darauf spezialisiert, seltene Autoklassiker mit einem eigenen Antriebsstrang zu elektrifizieren. So soll das Charisma der alten Wagen in die emissionsfreie Zukunft transportiert werden. Nun wagen sie sich an einen Rolls-Royce. "Die Zeit ist reif für einen elektrischen Rolls-Royce", sagte Firmengründer David Lorenz zu "Forbes". "Wir reagieren auf die Herausforderung, schönes klassisches Design mit der Benutzerfreundlichkeit, Zuverlässigkeit und Nachhaltigkeit eines elektrischen Antriebsstrangs zu verbinden."

Große Nachfrage

Die Nachfrage nach den Oldtimern unter Strom ist so groß, dass Lunaz seine Belegschaft in Silverstone innerhalb eines Jahres verdoppeln musste. Komplett hergestellt wurde bislang ein Rolls-Royce Phantom V von 1961. Der Phantom hat einen 120-kWh-Akku, der Silver Cloud ein Batteriepack mit 80 kWh. Beide sollen damit etwa 500 Kilometer weit kommen. Alle Modelle werden komplett zerlegt und neu aufgebaut. So können Kunden Einfluss auf die Gestaltung des Innenraums nehmen. Im Inneren soll das Retro-Feeling erhalten bleiben. Anstelle eines gigantischen Touch-Screens werden die Wagen old-fashioned mit Schaltern bedient. "Meine Herangehensweise an das Design ist durch die Philosophie von Sir Henry Royce definiert, dass 'kleine Dinge Perfektion ausmachen und Perfektion keine kleine Sache ist'", sagte Design-Direktorin Jen Holloway dem Portal.

Autos für den Gebrauch und nicht für die Garage

Durch den Umbau werden die Fahrzeuge so verändert, dass sie nicht als Oldtimer gelten. Also können sie alle modernen Annehmlichkeiten wie Klimaanlage und Entertainmentsysteme bieten. Diese Art von protzender Post-Opulenz zielt auf den Markt der wirklich Reichen. Hier werden traditionelle Handwerksarbeit und alte Materialien bewahrt und mit moderner Technik verheiratet. Bei Automobilen ist der Ansatz neu, in anderen Bereichen vollkommen normal. Niemand wundert sich, dass alte klassische Häuser unter genau dieser Maßgabe renoviert werden, nämlich den Charme und Ausdruck des Alten zu bewahren und dennoch eine moderne Heizung und ein Bad zu integrieren.

Gründer Lorenz will bei den Automobilen die "Zukunft der Klassiker definieren. Wir bewahren die Vergangenheit, indem wir die Zukunft annehmen und die schönsten Autos der Geschichte zu einem auch heute relevanten Angebot machen".

Lesen Sie auch:

Rolls-Royce 103EX - Auto-Träume für Oligarchen

Mercury EV Derelict Cooler als ein Tesla – so heiß können Elektroautos aussehen

Mercedes Sprinter Umbau - Außen Lieferwagen - innen Palast-Suite für die Stars


Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker