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Smart Club Hong Kong: Kleine Welt - ganz groß

Hong Kong ist auch 20 Jahre nach seiner Unabhängigkeit von Großbritannien eine einzigartige Parallelwelt in Asien. Millionen von Menschen leben dicht an dicht auf kleinstem Raum. Welches Auto würde da besser passen, als ein Smart?

Smart Club Hong Kong

Smart Club Hong Kong

Mit einem Auto auf den überfüllten Straßen von Hong Kong aufzufallen, ist nicht einfach. Sportversionen des Porsche 911 passieren einen im Alltag mit lautstarkem Klang ebenso häufig wie Modelle von McLaren, Ferrari oder Lamborghini. Bentley Mulsanne, Rolls-Royce Phantom oder verlängerte Mercedes S-Klassen - neben namenlosen asiatischen Fortbewegungsmitteln drücken Luxuskarossen der einstigen Britenenklave ihren Stempel auf. Dann ist da noch die unüberschaubar große Zahl von rot-weißen Taxis, die sich wie Ameisen in engen Gassen die Fortbewegung sichern. Wer etwas auf sich hält, ist in seiner Limousine ohnehin mit einem Fahrer unterwegs und sitzt entkoppelt vom turbulenten Verkehr bequem hinten links im Fond.

Kleine Welt - ganz groß
Smart Club Hong Kong

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Smart-Modelle sieht man in Downtown Hong Kong, Kowloon oder dem schicken Repulse Bay im Süden des Inselstaats überaus selten. Doch die Fangemeinde ist eingeschworen. "Wir haben derzeit rund 1.000 Mitglieder", erzählt Rae Yeung, eine der treibende Kräfte im Smart Club Hong Kong, "von denen sind über 100 aktiv. Wir treffen uns regelmäßig." Einmal pro Woche, meist am Freitagabend, ist Smart-Zeit. Dann kommen die Mitglieder des Smart Clubs an einem großen Parkplatz zusammen oder verabreden sich an einer besonderen Lokalität zur gemeinsamen Fahrzeuggestaltung. Man trifft sich in Aberdeen, an der Promenade von Stanley oder macht eine Ausfahrt Richtung New Territories. Zu einem runden Geburtstag oder einer Hochzeit darf es auch einmal ein Smart-Corso sein. Überall wo die kunterbunten Smarties auftauchen, gibt es Applaus und Daumen hoch von der Umgebung. "Der Smart macht die Leute einfach happy", sagt Mike, eines der Clubmitglieder, "das gilt besonders für die erste Generation. Die ist hier auf dem Gebrauchtwagenmarkt nur schwer zu finden. So ein Fortwo ist exklusiver als jeder Supersportler."

Erste Anfänge für einen Smart Club Hong Kong gab es bereits 2002. "Doch gegründet wurde er erst im Herbst 2003", erinnert sich Rae Yeung, deren Partner ebenfalls glühender Smart-Fan ist, "als ich noch bei Daimler gearbeitet habe, wollte ich wissen, wie es an der Basis aussieht. Wir hatten keine Informationen. Was mochten die Smart-Kunden und was nicht? Dafür war die Clubszene damals ideal." Der Smart Fortwo ist in Hong Kong eine der günstigsten Möglichkeiten, Auto zu fahren - insbesondere aus europpäischer Produktion. "Die Preise für den Fortwo mit 71 PS beginnen hier bei umgerechnet 16.000 Euro", erklärt Samson Leung, Pressesprecher von Mercedes Hong Kong. Der Smart ist nicht zuletzt deshalb ein günstiges Auto, weil man mit ihm steuerfrei unterwegs ist und der 100prozentige Importzoll entfällt, der die meisten Preise in gigantische Höhen presst.

Doch die Mitglieder des Smart-Clubs wissen durchaus um den polarisierenden Charakter ihres kleinen Flitzers. "Man liebt ihn oder hasst ihn", sagt Arthur, "wenn ihn jeder mögen würden, würden wir ihn nicht so lieben." Dabei machen sich die Vorteile des Fortwo noch mehr als in den meisten anderen Städten positiv bemerkbar. Der Parkraum in Hong Kong ist winzig, die Straßen enger denn je und so kann man mit dem winzigen Wendekreis und den überschaubaren Abmessungen im Alltag doppelt punkten. Zudem sind die Fahrstrecken auf Hong Kong Island überaus überschaubar und bei einem Tempolimit von maximal 110 km/h macht sich die früh abgeregelte Höchstgeschwindigkeit nicht bemerkbar. Eines der Mitglieder hat es schon einmal drauf angelegt und hat mit seinem Smart Roadster nächstens mächtig Gas gegeben - fast Tempo 200 durch den Tunnel auf der nördlichen Kowloon-Seite. Den anderen Mitgliedern wackeln nach eigenen Aussagen bei Tempo 130 auf dem Weg zum Hong Kong Airport schon die Knie.

Anders als in anderen Regionen auf der Welt, ist die Elektrowelle noch nicht über Hong Kong geschwappt. "Hier fahren viele Tesla-Modelle", erklärt Samson Leung, "doch sonst gibt es kaum Ladestationen und die Leute wohnen in gigantischen Hochhäusern ohne jede Lademöglichkeit." Bereits in der zweiten Smart-Generation gab es einen Testbetrieb mit elektrischen Smart-Modellen, die Firmenkunden zur Verfügung gestellt wurden, doch die Ladesituation kippte schließlich das Projekt. "Wir werden Anfang kommenden Jahres den elektrischen Smart Fortwo auch bei uns auf den Markt bringen", blickt Samson Leung nach vorn. Viele Mitglieder des Smart Clubs freuen sich auf die elektrischen Modelle. "Doch da es hier kaum Ladesäulen gibt und man nicht andauernd nachtanken will, müsste es schon eine elektrische Reichweite von 300 Kilometern sein", sagt Smart-Club-Mitglied Nate, "vorher kauft hier kaum einer."

Anders als bei Smart-Fans in anderen Regionen auf der Welt ist das maximale Individualisieren oder gar das Tunen von Smart-Modellen kaum ein Thema. "Es gibt bei uns einige, die es machen. Aber nicht über den Smart Club", erläutert Rachel, "die meisten mögen den Smart so wie er ist. Stattdessen wird viel Geld für Accessoires jeder Art ausgegeben. Das ist bei uns eine große Sache." Eine Sache ist dann doch aber ähnlich wie bei dem Smart Fans in Europa. Für die meisten ist der Fortwo ein Zweit- oder gar Drittauto, das gerne auch innerhalb der Familie weitergegeben wird. Da ist Autosammler Simon Tse eine ganz spezielle Nummer. Der Hong-Kong-Chinese ist zwar nicht im Smart Club aktiv, mag auf seinen kleinen Fortwo in der turbulenten Innenstadt der Sieben-Millionen-Metropole jedoch nicht auf seinen Doppelsitzer verzichten - obschon er 70 weitere Luxuskarossen in seiner Sammlung hat - inklusiv Porsche 911 GT3, Ferrari 599 GTB, Mercedes 190 SL - noch Fragen?

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.