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Neue Auswertung: Statistik zeigt: Europas gefährlichste Radfahrerstadt liegt in Deutschland

Radfahrer gehören zu den schwächsten Teilnehmern im Straßenverkehr. Eine neue Auswertung zeigt: In keiner europäischen Großstadt ist Radeln so gefährlich wie in Berlin.

Ein Fahrrad liegt nach einem Verkehrsunfall auf der Straße

Deutschlands Straßen werden für Radfahrer oft zur tödlichen Falle

DPA

Radfahrer sind im Straßenverkehr eine gefährdete Spezies. Oft werden sie von Autofahrern rücksichtslos überholt oder einfach gleich übersehen. Besonders in Großstädten ist es mitunter lebensgefährlich, mit dem Rad unterwegs zu sein.

Doch lässt sich das auch mit Zahlen beweisen? Und wo ist das Radfahren am gefährlichsten? Der renommierte französische Datenjournalist Nicolas Kayser-Bril hat sich die Statistiken zu diesem Thema einmal genauer vorgenommen und auf seinem Blog eine Analyse der Zahlen veröffentlicht. Er zeigt: In keiner Großstadt in Europa ist Radfahren so gefährlich wie in Berlin.

Berlin ist für Radfahrer gefährlicher als andere Großstädte

Laut den Zahlen, die Kayser-Bril verwendete, gab es in der deutschen Hauptstadt 699 Unfälle, bei denen Radfahrer getötet oder schwerer verletzt wurden. Dahinter folgt mit relativ weitem Abstand London mit 571 schweren Unfällen, in Paris sind es sogar nur 49 pro Jahr. Allerdings stammen Kayser-Brils Statistiken aus den Jahren 2011 und 2012.

Auch relativ gesehen liegt Berlin in dieser traurigen Rangliste auf Platz eins. Die Analyse der schweren Unfälle im Verhältnis zur Zahl der Radfahrer zeigt, dass in Berlin auf eine Million der Wege, die mit dem Rad zurückgelegt werden, mehr als fünf Unfälle mit Todesfolge oder schweren Verletzung für die Radler kommen.

Schwierige Erfassung der Daten

Kayser-Bril gibt selbst zu bedenken, dass diese Berechnung nur bedingt aussagekräftig ist. Die Zahl der Menschen, die täglich mit dem Rad fahren, variiert sehr stark, sie ist abhängig vom Wetter, Wochentag oder anderen Faktoren. Auch unterscheidet sich die Definition der schwereren Verletzungen von Stadt zu Stadt – während die Berliner Polizei Unfälle ausweist, nach denen das Opfer mindestens 24 Stunden im Krankenhaus verbrachte, fassen die Pariser Behörden darunter jede Verletzung, die im Krankenhaus behandelt wurde. 

Dennoch macht die Statistik deutlich, dass in Berlin nicht nur deshalb mehr Unfälle passieren, weil dort in absoluten Zahlen mehr Radfahrer unterwegs sind. Der große Vorsprung Berlins auf andere Hauptstädte zeigt, dass dort in Sachen Radfahrersicherheit einiges im Argen liegt – zum Vergleich: In Paris ereignen sich pro Million Radfahrer nur zwei Unfälle. 

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epp

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.