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Abgas-Skandal: VW bietet Dieselprämie in ganz Deutschland - doch "wirklich gut" ist das Angebot nicht

Volkswagen lenkt im Diesel-Streit mit der Bundesregierung ein: Offenbar plant VW, die Dieselwechsel-Prämie in ganz Deutschland anzubieten - und nicht nur in den 14 Intensivstädten. Günstig wird es dennoch nicht für Autofahrer.

Logo des Volkswagenkonzerns

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Nach langem Ringen haben sich das Bundesverkehrsministerium und der Autobauer im Diesel-Streit geeinigt. Der VW-Konzern willigte ein, nicht nur in den so genannten Intensivstädten, in denen bereits Fahrverbote verhängt wurden oder diese drohen, eine Diesel-Tauschprämie zu zahlen, sondern diese in ganz Deutschland an verschaukelte Diesel-Fahrer zu zahlen. Darauf einigte sich nach "Bild"-Informationen der VW-Chef Herbert Diess und der Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU). Demnach können jetzt alle Diesel-Besitzer auf einen finanziellen Anreiz hoffen.

Genaue Details zu dem Deal seien noch nicht bekannt, so die "Bild". Doch offenbar bleibe es bei der modellabhängigen Staffelung von 500 bis 9000 Euro je Fahrzeug. Diese Summe gilt für Fahrzeughalter eines beliebigen Herstellers, die ein Euro-4- oder Euro 5-Dieselfahrzeug zurückgeben und auf einen neueren Diesel umsteigen. "Damit ist der größte deutsche Autokonzern der erste Anbieter, der allen Dieselbesitzern in Deutschland ein richtig gutes Tauschangebot für sauberere Autos macht", so Minister Scheuer. 

Augenwischerei bei Volkswagen

Doch ist das wirklich ein "richtig gutes" Angebot, das da von VW unterbreitet wird? Die Staffelung zwischen 500 und 9000 Euro ist groß. Wer wirklich den Maximalbetrag erhält, ist bislang noch unklar. Und: Wer für viel Geld einen neuen Diesel gekauft hat, mit dem er nun nicht mehr in die nahegelegene Innenstadt fahren darf, dem werden auch 9000 Euro für einen Wechsel nicht helfen. Denn das Geld für den Schummel-Diesel ist Futsch und der Betrag vergünstigt zwar eine Neuanschaffung. Mehr aber auch nicht.

Fraglich ist auch, in wie weit sich die Händler-Rabatte mit dieser Zuzahlung kombinieren lassen. Denn mitunter sind die Abschläge, die Händler Autokäufern einräumen, deutlich saftiger als die angebotene Prämie von VW. 

Das kostet die Nachrüstung wirklich

Für Diesel-Fahrer in den Intensivstädten gilt darüber hinaus die bereits vereinbarte Nachrüstungslösung. Volkswagen hatte sich bereit erklärt, bis zu 3000 Euro für die Hardware-Nachrüstung zu zahlen. Doch den Experten vom ADAC zufolge kommt man mit diesem Betrag kaum aus. "Die Kosten für die Nachrüstung von Euro-4- wie Euro-5-Dieseln liegen zwischen 1400 und 3300 Euro pro Fahrzeug, schätzt der ADAC. Dazu kämen die Einbaukosten, wohl mindestens ein Arbeitstag pro Fahrzeug. Einige Experten gehen von 5000 bis 7000 Euro Gesamtkosten pro Auto aus." 

kg

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.