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Begegnung auf der Landstraße: Wenn ein Kampfhubschrauber den Trucker nach dem Weg fragt

Überraschung im Schneesturm: Mitten auf dieser Straße in Kasachstan landete ein vollbewaffneter Kampfhubschrauber. Der Pilot hatte sich verflogen und wollte nur mal kurz nach dem Weg fragen.


"Wo geht es hier zur nächsten Stadt?"

"Wo geht es hier zur nächsten Stadt?"

In Russland und den anderen Ländern der ehemaligen Sowjetunion ist man in Sachen Militärvideos einiges gewöhnt: Kampfjets, die im Tiefflug unter 50 Metern den Stau auf der Autobahn begrüßen. Panzer, die in einer knapp geschnittenen LKW-Lücke die Landstraße mit vollem Tempo queren. Oder eine mächtige Kanone, die von einem Lada durch den Berufsverkehr gezogen wird. Nichts ist unmöglich. Dank der im Osten allgegenwärtigen Dashcams und einer großzügigen Auslegung des Wortes "Datenschutz" werden all diese Erlebnisse mit der ganzen Welt geteilt.

Neulich auf der Landstraße

Ein neues Youtube-Highlight steuern diese Trucker bei. In einem LKW-Konvoi kämpften sie sich im Schneesturm durch Kasachstan. Aber offenbar hatte auch jemand anderes Probleme mit dem Wetter. Mitten auf der Straße landete ein Kampfhubschrauber vom Typ Mi-8/-17. Voll bepackt mit seitlichen Waffengondeln, in denen Kanonen und Raketen lauern. 

Plötzlich sprang einer der Piloten aus der Kanzel und lief auf den ersten Truck zu. Das Gespräch kann man in dem Video nicht verstehen, aber man hört die Stimmen der LKW-Fahrer an Bord. RT hat sie übersetzt. "Sie haben sich verlaufen", sagt eine Stimme über den CB-Funk, der Mann ist kaum in der Lage, ein Lachen zu unterdrücken. "Er kam rüber, um zu fragen, wo es nach Aqtöbe geht." Die Stadt Aqtöbe liegt im nordwestlichen Teil des zentralasiatischen Landes unweit der Grenze zu Russland. "Wie zum Teufel kann man sich bei uns in der Steppe verlaufen? Hier in der offenen Steppe?"

Gehört - angeblich - zur Ausbildung

Tatsächlich ist das schwer zu erklären, denn auch wenn die Navigation des Hubschraubers ausfällt, müsste man sich im offenen Gelände mit dem Kompass orientieren können. Da Aqtöbe an einem Fluss liegt, ist die Stadt kaum zu verfehlen. Auch ein Blick auf das private Smartphone reicht dank GPS-Navigation aus, um den exakten Standort festzustellen.

Das Verteidigungsministerium des Landes versuchte sofort, allen Gerüchten entgegenzuwirken, dass die kasachischen Piloten besonders schusselig seien. Die Landung auf der Straße gehöre zum normalen Ausbildungsprogramm hieß es in einer Erklärung. Die Piloten sollten lernen, auf Missionen Informationen von Einwohnern einzuholen.

Die Mi-8/-17 ist der am meisten gebaute, erfolgreichste Hubschrauber der UDDSR bzw. Russlands – über die Jahre sind mehr als 12.000 Einheiten gebaut worden. Berühmt ist die Maschine für ihre Robustheit und Vielseitigkeit. Neben den militärischen Varianten wird die Mi-8/-17 als Transporter, Lufttaxi, Feuerwehr-Helikopter, fliegendes Krankenhaus und Rettungshubschrauber weltweit benutzt. Das Video unten zeigt die Geschichte des legendären Modells.


Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.