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Opel Insignia: Zeichen der Zeit

Seine offizielle Weltpremiere feiert der neue Opel Insignia erst auf der London Motorshow Mitte Juli. Hier gibt es exklusiv die ersten Infos und die ersten Fotos vom neuen Rüsselsheimer Hoffnungsträger.

Dem Vectra kam seit seiner Markteinführung eine elementare Bedeutung in Opels Modellprogramm zu. Der Nachfolger des traditionsreichen Ascona zeigte in seiner ersten Generation zahlreiche Schwächen und patzte insbesondere bei der Verarbeitung. Die zweite Generation gehörte zu den besten Autos in der Mittelklasse, doch der Kunde honorierte es nicht mehr. Das kantige und wenig elegante Design drückte zwar die von Opel gewünschte Solidität aus, fuhr jedoch besonders vor der Modellpflege am Geschmack der anspruchsvolleren Kunden vorbei. Viele kehrten den Rüsselsheimern den Rücken - auch weil der größere Omega als Modell der oberen Mittelklasse ersatzlos gestrichen wurde.

Der neue Insignia soll den Umschwung bringen und den positiven Trend von Corsa und Astra in die Mittelklasse bringen. So zeigt Opels neue Mittelklasselimousine deutlich mehr Mut zum Design. Mit seiner konturierten Motorhaube, den herausgearbeiteten Kotflügeln und einer parallel zur Fensterlinie leicht ansteigenden Charakterlinie drückt er deutlich mehr Sportlichkeit und Dynamik als bisher aus. Hinter der flach ansteigenden Windschutzscheibe senkt sich das Dach hinter der B-Säule stark ab und geht nach einem angedeuteten Hofmeister-Knick in das betont hohe Heck über.

Mehr Dynamik

Dabei präsentieren sich Front und Heck im bekannten Markendesign. Wenig Zweifel bestehen an den inneren Qualitäten des Insignia. Bereits der Vectra verfügte über ein ausgewogenes und durchweg dynamisches Fahrwerk. Endlich wird die Scharte eines fehlenden Allradantriebs ausgemerzt. Den bekommt der an sich frontgetriebene Opel Insignia jedoch erst im nächsten Jahr. Die Technik basiert auf der des neuen Saab 9-3 2.8 Turbo X. Der kann die Kraft nicht nur variabel zwischen Vorder- und Hinterachse, sondern auch zwischen den beiden hinteren Antriebsrädern verteilen. Das soll besonders den sportlichen Modellen mehr Dynamik geben und die Antriebskräfte in der Lenkung mildern.

Bei den Motoren wird es eine Mischung aus alt und neu geben. Die bekannten Diesel ab 1,7 Liter Hubraum werden eine Leistungsspritze bekommen und im Insignia zwischen 120 und knapp 200 PS leisten. Bei den Benzinern halten mittelfristig Direkteinspritzer und Turbotriebwerke mit vier und sechs Zylindern Einzug. Das neue Topmodell Insignia OPC wird nicht nur über Allradantrieb, sondern auch über rund 300 PS verfügen und somit Jagd machen auf die PS-starke Premiumkonkurrenz aus Süddeutschland.

Stadt- und Schlechtwetterlicht

Ähnlich wie es seit Jahren erfolgreich die Konkurrenten aus Ingolstadt vormachen, will Opel mit einem innovativen Lichtkonzept und einer elementaren Einbindung ins Fahrzeugdesign punkten. Während die getarnten Prototypen zumeist mit wenig ansehnlichen Projektionsscheinwerfern unterwegs waren, soll das neue Insignia-Gesicht bei Tag und Nacht gleichermaßen strahlen. Das Tagfahrlicht wird wie bei Audi über LEDs gesteuert. Es begrenzt die rautenförmigen Frontscheinwerfer nach oben mit einem markanten Lichtpfeil. Doch das Lichtsystem des neuen Opel kann mehr als nur gut aussehen. Ähnlich wie bei den meisten aktuellen Mercedes-Modellen gibt es ab Herbst 2008 ein adaptives Autobahnlicht, das bei Geschwindigkeiten ab 100 km/h den Lichtkegel leicht hebt, die Stromstärke von 35 auf 38 Watt erhöht und so eine bessere Sicht im Fernbereich ermöglicht. Im besten Falle sind es bis zu 140 Meter mehr Sicht nach vorn. Ein Lenkwinkelsensor sorgt dafür, dass zwischen Landstraße und Autobahn unterschieden werden kann.

Neu ist beim Insignia auch das so genannte Stadtlicht. Bei Geschwindigkeiten unterhalb von 50 km/h bietet das Stadtlicht bei reduzierter Reichweite eine deutlich breitere Ausleuchtung der Umgebung. Ist man - zum Beispiel in Spielstraßen und Tempo-30-Zonen - noch langsamer unterwegs, geht der Lichtkegel beider Scheinwerfer um acht Grad nach außen Unter 30 km/h sind spielende Kinder und Gegenstände früher zu erkennen. Bei Regen und Schnee aktiviert sich das Schlechtwetterlicht. Hierbei wird die Leistung des linken Lichtkegels von 35 auf 32 Watt reduziert und die des rechten von 35 auf 38 Watt erhöht. Der rechte Fahrbahnrand ist besser sichtbar und der Gegenverkehr wird weniger geblendet. Doch ein Lichtstrahl macht noch keinen Sommer. Ab Herbst muss der neue Opel Insignia zeigen, ob er die Kunden begeistern kann.

Stefan Grundhoff/press-inform / press-inform

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.