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ADAC-Sommerreifen-Test 2013: Diese Reifen haften auch im stärksten Regen

Gemeinsam mit der Stiftung Warentest hat der ADAC Sommerreifen getestet. Die Bilanz ist positiv. Aber es gibt auch böse Enttäuschungen. Die Sieger und Verlierer.

Von Gernot Kramper

Seit 40 Jahren testet der ADAC Sommerreifen, und noch nie gab es eine so große Auswahl an guten Modellen, so fasst der Autoclub die Ergebnisse des aktuellen Reifentests zusammen. Vor allem bei nasser Fahrbahn sind Verbesserungen erreicht worden. 16 von 38 getesteten Reifen erreichen ein "gut", 14 ein "befriedigend". Aber vier Produkte fallen mit "mangelhaft" durch.

Getestet wurden zwei Reifengrößen: Für die Mittelklasse die Größe 225/45 R17 (z.B. für Audi A3, Mercedes C-Klasse, 3er BMW, Opel Astra oder Skoda Octavia) und für Kleinwagen die Größe 185/60 R15 (z. B. für Audi A1, Mini, Fiat Punto, Renault Clio und VW Polo).

Bei den verdeckten Testkäufen zeigte sich, dass schlechte Produkte nur unwesentlich billiger sind als gute. Der Testsieger der 225er-Größe, der Continental SportContact 5, wird im Handel zwischen 108 und 184 Euro angeboten. Der schlechteste Reifen, der Syron Race a Plus, kostet zwischen 64 und 130 Euro. Also lieber ein bisschen Zeit investieren und einen Premiumreifen günstig kaufen, als voreilig zum vermeintlich billigeren Reifen zu greifen. Beim Testsieger lassen sich im günstigsten Fall pro Reifensatz 296 Euro sparen.

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Bettina Hierath vom ADAC lobt die Fortschritte auf nasser Fahrbahn. "Fahren bei Nässe war immer die Achillesferse der Sommerreifen." Sie erinnert aber auch daran, dass im Test immer noch keine Note "sehr gut" verliehen wurde. "Trotz aller Anstrengungen, da ist noch Luft nach oben." Bei der Wertung geben die sicherheitsrelevanten Kriterien immer den Ausschlag. Reifen, deren Fahrverhalten auf nasser oder trockener Fahrbahn nicht überzeugt, können diesen Mangel nicht mit einem leisen Geräuschpegel wieder ausgleichen. Ein vernünftiges Sparpotential entdeckt man, wenn man bei einem guten Reifen auf einen vernünftigen Verschleißwert achtet.

"Wir lassen die Reifen 5000 Kilometer fahren. Die Unterschiede im Abrieb sind beachtlich", sagt die ADAC-Expertin. Bei der Sicherheit sollte man keine Kompromisse machen, rät Hierath. "Man sollte einen der gut platzierten Reifen wählen, auch wenn schlechtere Reifen in den Nebenkriterien noch gute Werte erreichen."

Erstaunlich am Test ist, dass es bei der kleineren Reifengröße auffällig mehr Versager gibt. Auf nasser Fahrbahn durchgefallen sind: Kleber Dynaxer HP 3, Mahagoni Verso, Rotalla Radial F108 und Sailun Atrezzo SH402 - ein Reifen, der sogar auf trockener Fahrbahn schwächelt.

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