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Versicherung: Kfz-Unfall – dieser Trick bringt mehr Geld von der Versicherung

Bei vielen Kfz-Unfällen verschenken Kunden bares Geld, weil sie die Art, wie der Schaden reguliert wird, voller Vertrauen der Versicherung überlassen. Mit diesem Trick können Sie über 1000 Euro mehr rausholen.

Nach einem Unfall vertrauen viele darauf, dass ihre Versicherung das Beste für den Kunden im Sinn hat.

Nach einem Unfall vertrauen viele darauf, dass ihre Versicherung das Beste für den Kunden im Sinn hat.

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Die Versicherung denkt zuerst an sich und dann an den Kunden. Streng legal und scheinbar korrekt – aber der Versicherte hat trotzdem über 1000 Euro weniger auf dem Konto. 

Wie kommt das und wen betrifft das? Das von Finanztest beschriebene Verfahren kann man nicht bei jedem Unfall nutzen. Zwei Bedingungen müssen erfüllt sein: Beim Unfall müssen mehrere Parteien "schuld" sein – dann wird der Schaden zwischen den Beteiligten per Quote aufgeteilt. Außerdem muss man eine Vollkaskoversicherung abgeschlossen haben. Wer nur eine Haftpflicht besitzt und zusätzlich vielleicht auch noch eine Teilkasko-Police, kann den von Finanztest beschriebenen Weg nicht gehen.

Nicht bei jedem Unfall

Der Einfachheit halber gehen die Beispielrechnungen von zwei Beteiligten aus, die beide zu 50 Prozent an dem Unfall beteiligt waren. Beim nichtsahnenden Kunden geht die Assekuranz so vor: Den eigenen Schaden begleicht zunächst die gegnerische Haftpflicht zu 50 Prozent. Der Restschaden wird dann von der eigenen Vollkasko gedeckt. Super, denkt der Laie. 50 plus 50 macht 100 Prozent. Und da täuscht er sich, bei diesem  Modell bleibt er auf einem guten Teil der Kosten sitzen.

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Wieso? Weil Haftpflicht und Vollkasko unterschiedliche Posten ersetzen. In der Regel erstattet die Vollkasko keinen Gutachter und keinen Mietwagen und auch ein paar andere Kosten werden nicht berücksichtigt.

Das muss aber nicht sein. Zumindest, wenn der Kunde sein "Quotenvorrecht" ausnutzt, das besagt vereinfacht ausgedrückt, dass er die Reihenfolge bestimmen kann, in der die Versicherungen greifen. Das Wort "Quotenvorrecht"  ist kaum bekannt, dabei kann es bares Geld bedeuten.

Zauberwort Quotenvorrecht

In den Beispielrechnungen der Finanztest geht der kluge Kunde so vor: Zunächst wendet er sich an seine Vollkasko-Versicherung und lässt sich den Schaden am Fahrzeug von ihr zu hundert Prozent begleichen. Nur mir den Posten, die die Vollkasko nicht übernimmt, wendet er sich dann an die gegnerische Haftpflicht. Von einigen Posten bekommt er dann nicht nur 50 Prozent, sondern die volle Summe ersetzt.

Der größte Clou: Auch die Höherstufung in der Vollkasko gilt als Schaden. Die Auswirkungen werden leider nicht mehr auf einen Schlag ausgezahlt, sondern müssen Jahr für Jahr nach Anfall beim Versicherer beansprucht werden. Hintergrund: Sollte man gar keine Versicherung mehr besitzen, tritt der Schaden nicht ein.

Insgesamt ist dieser Weg der Regulierung komplizierter, man sollte erwägen, einen Fachanwalt hinzuziehen.

Dieses Modell funktioniert allerdings nur in bestimmten Grenzen weil die gegnerische Haftpflicht nicht schlechter gestellt werden darf – das "Mehr-Geld" für den Kunden geht letztlich zu Lasten seiner Vollkaskoversicherung. Im Beispiel von Finanztest sieht das so aus: Bei Gesamtkosten von 5600 Euro bekäme der Versicherte normalerweise nur 4300 Euro ersetzt. Bei der klügeren  Methode bekäme er 5440 Euro. Das sind ganze 1140 Euro mehr.

Den ganzen Test mit wertvollen Erläuterungen können Sie gegen eine Gebühr hier lesen.

Anmerkung der Redaktion: Das ist eine aktualisierte Version des Artikels. Unser Leser RA Franke hat uns netterweise auf eine Änderung in der Rechtssprechung hingewiesen.

Quelle: Finanztest

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Betruf beim Autokauf
ich habe letztem September ein gebrauchtes Auto gekauft und nach einem Monat habe ich wegen Servolenkung mein Auto bei ADAC abgescleppt lassen. (Damals hat die Servolenkung plötzlich ausgefallen und ich hätte mit Straßenbahn einen Unfall bekommen. Damals habe ich versuchte mit meinem Verkäufer zu kontaktieren. Leider hat er 3 Wochen Urlaub gemacht und habe ich mein Auto bei einer Werkstatt repariert hat und das kostet ungefähr 90 Euro und musste ich für ADAC mehr bezahlen. (Da meinte Meister, dass wegen Betteriepol meine Servolenkung ausgefallen hat.) aber nach 1 Tag ist dieses Problem wieder passiert und Bremeschalter auch kaputt gegangen ist und habe ich dafür 252 Euro bezahlt. Da war der Verkäufer imemrnoch im Urlaub. Nach seinem Urlaub habe ich mein Auto mitgebracht und er hat mir gesagt, dass wenn ich für Erstazteil(Servolenkung) bezahle, dann kann er mein Auto reparieren. (Das kostet ungefähr 50 Euro). Aber er konnte eine Teil von meinem Auto nicht finden und mit anderer Teil(verschidenen Artikelnummer) mein Auto repariert und er meinte, dass wenn ich wieder dieses Problem hätte, repariert er wieder mit richtiger Teil und wieder nach 1 Tag ist dieses Problem wieder passiert und habe ich mein Auto wieder mitgebracht. Aber er hat noch nicht die Servolenkung für mein Auto gefunden und er meinte, dass ich auch bei Ebay oder irgendwie die Teil suchen soll. Aber wenn ich wieder darüber telefoniert habe(weil ich leider nicht richtige Artikelnummer von meinem Auto kenne), hat er mir einfach gesagt, dass er einfach damals gar nicht repariert hat und d.h mein Auto wurde immernoch meine richtige ausfallende Teil eingebaut und er meinte, dass ich selber die Teil finden muss... Das ist echt scheiße. Deswegen habe ich die Servolenkung selber gekauft(200 Euro) und selber ausgetauch. Da ich nicht mehr dem Verkäufer vertrauen konnte. jzt alles wieder in Ordnung. Und letzte Woche habe ich Bremseleläge selber gewechselt da habe ich anderes Problem gefunden. Als ich hinten Bremsbeläge ausgebaut habe, habe ich ganz viel Problem gemerkt. Die Korben war festgeklebt im Zylinder deshalb Bremsbeläge einfach abgebrochen hat. Ich denke das ist sehr gefährlich.. Und Nach dem Rapatur von Hintenbremse kann ich nicht mehr schlechte Geräuch hören.. Dieses Geräuch hat auch als ich dieses Auto erstes Mal mitgenommen habe gehört, dachte ich, wegen ABS. Aber das war auch nicht.. Ich denke er hat total kaupttes Auto verkauft und gar nicht verantwortlich.. villeicht hat er mich ganz einfach unterschätzt weil ich ein Ausländer bin nicht so fließend Deutsch sprechen kann... In dem Fall was kann ich machen? Soll ich einfach anzeigen?