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Mini-Häuschen: Tiny House mit Aussicht – ein Miniatur-Glaspalast auf Rädern

Das Tiny House "The Lazy Duck" soll in einem Park mit Aussicht auf einen Weinberg stehen. Darum wurde es – untypisch für die Mini-Häuschen – in einen Glaspalast verwandelt.

Für die Außenhaut wurden dramatische Holzkontraste gewählt.

Für die Außenhaut wurden dramatische Holzkontraste gewählt.

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Neue Konkurrenz

"The Lazy Duck" heißt ein neues atemberaubendes Tiny-House der australischen Firma "Designers Eco Tiny Homes". Grant Emans, Direktor des Unternehmens, hält die lahme Ente für sein bisher schönstes Modell. Der Grund für seine Euphorie sind die sehr großen Fenster, sie gestalten das rollende Häuschen licht und offen. Für einen Campingplatz wäre das eine schwierige Lösung, denn man kann auch von außen überall in den Wohnwagen hineinblicken.

Doch "The Lazy Duck" ist eine Spezialanfertigung für eine besondere Kundin. Das Tiny House soll in den Southern Highlands bei Sydney inmitten eines zwei Hektar großen Grundstücks stehen. "Wir haben vier Größen und jedes Haus wird gebaut, um einem bestimmten Kunden und seinen Bedürfnissen gerecht zu werden", sagt Grant Emans zu dem Portal "New Atlas". "Diese Kundin wollte die Aussicht über einen Weinberg inszenieren. Deshalb denke ich, dass dies eines der schönsten Häuser ist, die wir je gebaut haben." Das gesamte Haus wurde um eine große Fensterwand herum entworfen. So viel Doppelglas ist wegen der Wärmeaufnahme nicht ideal, darum wurden spezielle Lüftungsfenster mit Lamellen eingebaut, die im Sommer für einen kühlenden Luftstrom sorgen.

Aufwändige Gestaltung

Das Tiny House ist 7,2 Meter lang und zwei Meter breit und basiert auf einem Standard-Modul der Firma. Im erhöhten Schlafzimmer stehen weitere fünf Quadratmeter zur Verfügung. Insgesamt beträgt die Wohnfläche 22 Quadratmeter – bei der angedachten Nutzung dürfte das Leben der Bewohner sich aber auch viel außerhalb des Hauses abspielen. Eine weitere Besonderheit ist die Verschalung. "Mein Lieblingsmerkmal sind die beiden Zedernholzarten auf der Außenverkleidung", so Emans. "Es ist sehr dramatisch und erinnert mich an australische Buschlandschaften mit ihren schwarz verbrannten Stümpfen und den Bäumen im Hintergrund. Wir haben uns für eine raue horizontale Zeder entschieden, mit der glatten, schwarz gebeizten, vertikalen Zedernholzverkleidung auf der Rückseite."

Luxuriöse Anfertigung

Natürlich verfügt das Tiny House über eine kleine Küche, ein Bad und viel Stauraum. Das Sofa kann in ein Doppelbett verwandelt werden – sodass das Häuschen Platz für vier Personen bietet. Wände und Decke sind mit einer Wolle isoliert, die aus recycelten Glasflaschen hergestellt wird, und die Innenausstattungen und Möbel wurden aus australischem Hartholz hergestellt. Dazu haben die Auftraggeber einige Spezialwünsche verwirklicht. Der Tisch ist integrierter Bestandteil des Hauses und das Bad wurde sehr aufwendig gestaltet. Evans sagt auch, dass die meisten seiner Kunden etwas sparsamer sind. "Das sieht alles toll aus mit den schwarzen Features und schwarzen Rohrleitungen im Bad, doch es war sehr zeitaufwendig und teuer in der Herstellung. Die meisten unserer Kunden suchen nach einem etwas wirtschaftlicheren Ansatz für den Bau ihres Hauses." Die Gesamtkosten für "The Lazy Duck" beliefen sich auf 115.000 AUD – das sind etwa 71.000 Euro.

Quelle: Designer Eco Tiny Homes

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