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Auto: VW-Chef Müller muss offenbar gehen - sein Nachfolger steht schon bereit

Führungswechsel bei Volkswagen: Offenbar steht Vorstandschef Matthias Müller vor seiner Ablösung. Sein Nachfolger soll bereits feststehen.

Matthias Müller, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG

Matthias Müller, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG, muss offenbar gehen. Das berichtet unter anderem das "Handelsblatt".

DPA

Der VW-Konzern will seine Führungsspitze umbauen. Dies könne auch zu personellen Veränderungen im Vorstand und bei den Ressortzuständigkeiten führen, teilte das Unternehmen in Wolfsburg mit. "Dazu könnte auch eine Veränderung im Amt des Vorstandsvorsitzenden gehören", hieß es.

Welche Schritte im Einzelnen geplant sind und was dies konkret für die Zukunft von Konzernchef Matthias Müller bedeuten würde, war zunächst unklar. Mehrere Medien berichteten, Müller stehe vor seiner Ablösung und Herbert Diess solle übernehmen. Volkswagen machte zunächst keine weiteren Angaben dazu.

Müller habe seine "grundsätzliche Bereitschaft signalisiert, an den Veränderungen mitzuwirken", hieß es in einer Mitteilung an die Finanzwelt. An diesem Freitag soll nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur der Aufsichtsrat des weltgrößten Autobauers zusammenkommen. Dabei dürfte es auch um Umbaupläne wie eine mögliche Abspaltung des Lkw-Geschäfts und Top-Personalien gehen.

VW: Der Umbau ist schon lange Thema

Bei Volkswagen ist der interne Umbau seit langem ein Thema, der riesige Konzern kämpft mit komplexen Strukturen und will den einzelnen Marken und Regionen mehr Verantwortung geben. Außerdem erfordern die Elektromobilität und die Vernetzung viele Veränderungen, der Konzern investiert hier bereits Milliarden.

Zeitgleich mit Volkswagen ging die Muttergesellschaft Porsche SE an die Öffentlichkeit und teilte mit, dass Veränderungen im VW-Vorstand auch zu Änderungen im Vorstand bei der Porsche SE führen könnten. Die von den Familien Porsche und Piëch kontrollierte Porsche SE hält gut 52 Prozent der Stimmrechte an Volkswagen. Die Vorzugsaktien von Volkswagen stiegen am frühen Nachmittag auf ein Tageshoch. Zuletzt lagen sie knapp 3 Prozent im Plus.

"Weiblicher, jünger, internationaler" ist die Vorgabe

Müller hatte dem "Spiegel" gesagt, aus seiner Sicht müsse das oberste Management von Volkswagen "weiblicher, jünger und internationaler" werden. "Das ist ein riesiges Problem des Konzerns. (...) Ich würde auf jeden Fall gerne mit dem Aufsichtsrat diskutieren, wie der Konzern nach meiner Zeit geführt werden soll und von wem."

Müller ist 64 Jahre alt, sein Vertrag endet regulär 2020. Er war im Herbst 2015 an die Spitze von Volkswagen gekommen, nachdem Vorgänger Martin Winterkorn im Zusammenhang mit dem Bekanntwerden des Abgasskandals in den USA zurückgetreten war.

pg / DPA

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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.