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Notebook Apple verrät: Darum laden Macbooks manchmal nicht, obwohl sie am Strom hängen (es ist kein Fehler)

Der Mac zeigt "Lädt nicht" - hat man etwas falsch gemacht?
Der Mac zeigt "Lädt nicht" - hat man etwas falsch gemacht?
© Frank Duenzl/ / Picture Alliance
Manchmal steckt man das Ladekabel ins Macbook, doch das System meldet "lädt nicht". Ein Fehler? Nein. Mit einer speziellen Funktion will Apple die Langlebigkeit des Akkus erhöhen.

Kennen Sie das? Man steckt das Ladekabel des Macbooks in die Steckdose, doch die Akkuanzeige zeigt nur ein "Lädt nicht" an. Man prüft nochmal, ob das Kabel richtig sitzt, doch nichts passiert. Ein Fehler? Einbildung? Weder noch, sagt Apple, stattdessen handele es sich um einen ganz "normalen" Vorgang. In einem Support-Dokument geht der Hersteller der Sache auf den Grund und erklärt, dass Mac-Computer "den Ladevorgang vorübergehend pausieren könnten, um die Batteriezustandsverwaltung zu kalibrieren".

Konkret sei dieses Phänomen bei Computern mit dem Betriebssystem macOS 10.15.5 oder höher zu beobachten, die zum Laden auf eine Thunderbolt 3-Schnittstelle angewiesen sind. Diese Modelle verfügen über die sogenannte "Batteriezustandsverwaltung", die im Mai 2020 eingeführt und standardmäßig aktiviert wurde. Diese Funktion soll dafür sorgen, dass die Batterie langsamer chemisch altert.

Technischer Hintergrund: Lithium-Ionen-Batterien, wie sie in fast allen derzeit verfügbaren Geräten stecken, altern chemisch durch die Reaktion zwischen der negativen Elektrode und den Elektrolyten. Im Alltag bedeutet das, dass die maximale Kapazität der Batterie mit jedem Ladezyklus abnimmt und Nutzer*innen das Geräte häufiger an die Steckdose anschließen müssen.

Macbook: "Lädt nicht" kann auch falsches Kabel anzeigen

Ist die Batteriezustandsverwaltung auf dem Mac aktiv, erscheine "gelegentlich" die "Lädt nicht"-Anzeige im Batteriestatusmenü am oberen Bildschirmrand. Zudem könne auch die Maximalladung des Akkus vorübergehend gesenkt werden, führt der Konzern weiter aus. Dies sei etwa dann der Fall, wenn Nutzer ihr Gerät häufig am Strom betreiben. Je nach Nutzungsverhalten setze der Mac die Aufladung später bis zum Erreichen von "100 Prozent" fort.

Sollte die "Lädt nicht"-Anzeige aber ungewöhnlich lange zu sehen sein, handelt es sich womöglich doch um einen Warnhinweis. Etwa, wenn das Macbook nicht genug Strom erhält, weil das falsche Kabel oder ein zu schwaches Netzteil verwendet werden. Deshalb sollte stets das Originalnetzteil oder ein für die Gerätekategorie zertifiziertes Produkt verwendet werden.

Die Batteriezustandsverwaltung lässt sich manuell in den Systemeinstellungen für "Energie sparen" abschalten.

Quelle:Apple

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