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Macbook-Herausforderer Honor Magicbook 14: Dieser Laptop ist ein Preis-Leistungs-Hit

Der Rand um den Bildschirm des MagicBook 14 ist vergleichsweise schmal.
Der Rand um den Bildschirm des MagicBook 14 ist vergleichsweise schmal.
© Christoph Fröhlich / stern
Das Honor MagicBook 14 zeigt, dass ein guter Laptop nicht viel kosten muss: Für weniger als 600 Euro erhält man viel Power und einen tollen Bildschirm. Freunde von Videotelefonaten sollten jedoch eine Sache wissen.

Braucht man überhaupt noch einen PC? Angesichts handtellergroßer Smartphones und 300-Euro-Tablets stellen sich diese Frage immer mehr Nutzer. Doch auch wenn zunehmend mehr Alltagsaufgaben auf unseren Telefonen erledigt werden können, gibt es nach wie vor gute Gründe, die für einen "richtigen" Computer sprechen. 

Richtig meint in diesem Fall: Ein Rechner mit mehreren Anschlüssen, einer echten, physischen Tastatur und einem großen Bildschirm. Dieses Gesamtpaket muss nicht einmal teuer sein, das zeigt dieser Test des Honor MagicBook 14. Die UVP des Notebooks liegt bei 599 Euro, vereinzelt bekommt man es sogar schon für 530 Euro. Und, so viel sei vorab verraten, mehr Notebook bekommt man für das Geld sonst kaum.

Huawei-Technik zum Honor-Preis

Unter 600 Euro ist ein Preisniveau, bei dem man normalerweise eigentlich immer Kompromisse eingehen muss: Mal ist die Leistung zu knapp bemessen, dann der Bildschirm zu dunkel oder die Verarbeitung miserabel. Nicht so beim MagicBook 14. Das Metallgehäuse wirkt wertig, was nicht überrascht, wenn man das Notebook umdreht: Auf der Unterseite prangt ein Huawei-Schriftzug.

Denn was viele nicht wissen: Honor ist quasi die Jugendmarke von Huawei, profitiert also vom Know-How des Mutterkonzerns. Beim MagicBook 14 handelt es sich streng genommen um das (deutlich teurere) MateBook D14 von Huawei, bei dem lediglich die Farbe verändert wurde.

Natürlich wirkt ein Macbook oder ein Business-Notebook wie das LG Gram edler, doch für ein Mittelklasse-Gerät schielt es zumindest aufs Premiumsegment.

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Honor Magicbook 14: Webcam zum Ausklappen

An der dicksten Stelle misst der Laptop knapp 1,6 Zentimeter, das Gewicht liegt bei 1,38 Kilogramm - beides keine Rekordwerte, aber im Rahmen. Praktisch: Neben den mittlerweile obligatorischen USB-C-Ports gibt es eine klassische USB-2.0-Buchse, man kann also auch unkompliziert ohne Adapter eine externe Festplatte oder einen USB-Stick einstecken. Dank vollwertigem HDMI-Slot kann auch ein Beamer direkt angeschlossen werden. Eine 3,5-Millimeter-Kopfhörerbuchse ist natürlich auch an Bord. Der An/Aus-Schalter fungiert zugleich als Fingerabdruckscanner zum Entsperren des Geräts.

Die Tastatur punktet mit einem angenehmen Druckpunkt und einer integrierten Beleuchtung für die schummrigen Abendstunden. Einziges Manko: Die Webcam, die sich bei Bedarf aus der Tastatur ausklappen lässt. mag auf den ersten Blick wie ein schlauer Kniff wirken. Doch wenn uns die Coronazeit eines gelehrt hat, dann dass wir unser Gegenüber nicht nonstop unvorteilhaft von schräg unten ansehen wollen. Wirklich nicht.

Die Webcam versteckt sich in der Tastatur. Das spart Platz, hat aber einen unschönen Nebeneffekt - die Kollegen sehen einen im Videocall immer nur unvorteilhaft von unten.
Die Webcam versteckt sich in der Tastatur. Das spart Platz, hat aber einen unschönen Nebeneffekt - die Kollegen sehen einen im Videocall immer nur unvorteilhaft von unten.
© Christoph Fröhlich / stern

Dieses Display blendet nicht

Das Display misst 14 Zoll und bietet Full-HD-Auflösung. Das ist nicht bemerkenswert hochauflösend, aber für die meisten Zwecke vollkommen ausreichend. Eine Besonderheit: Das Display ist matt und nicht glänzend. Dadurch wirken Farben nicht so kräftig, wie es bei spiegelnden Bildschirmen der Fall ist. Doch jeder, der schon einmal in der prallen Sonne saß und versuchte, auf einem Glossy-Display zu arbeiten, dürfte einen matten Screen zu schätzen wissen. Besonders blickwinkelstabil ist es jedoch nicht: Schaut man sehr seitlich auf den Screen, wird das Bild sehr dunkel. Das kann man allerdings auch als Vorteil sehen, das Schielen auf den Bildschirm im Cafè wird so schwieriger.

Professionelle Designer und Bildgestalter werden indes nicht viel Freude mit dem MagicBook haben, da nicht der volle Farbraum abgedeckt wird. Das ist jedoch nur relevant für Nutzer, die Profi-Software a la Affinity oder InDesign im Einsatz haben.

Die Festplatte ist die Überraschung

High-End-Prozessoren kann man für 600 Euro nicht erwarten, doch der AMD-Chip vom Typ Ryzen-5-3500U bietet mehr als genug Leistung für alltägliche Aufgaben. Selbst 3D-Spiele sind - zumindest auf niedrigen bis mittleren Grafikeinstellungen - spielbar. Dann wird der Laptop jedoch spürbar warm, vor allem wenn er auf einem Sofa steht, denn sämtliche Lüftungsschlitze befinden sich an der Unterseite des Geräts. Um den frühzeitigen Hitzetod zu vermeiden, sollte man das Gerät in solchen Situationen besser auf dem Tisch platzieren.

Das System selbst (Windows 10) reagiert schnell, alles läuft flüssig. Überraschend ist die Wahl der Festplatte: Eingebaut ist eine rasant schnelle SSD von Samsung mit 256 Gigabyte. Allerdings stehen nach der Systemeinrichtung nur noch rund 190 Gigabyte für private Daten zur Verfügung. Unklar ist zudem, warum die Festplatte ab Werk in zwei Partitionen unterteilt ist. Der Arbeitsspeicher ist für anspruchsvolle Anwendungen mit acht Gigabyte etwas knapp bemessen, in dieser Preisklasse aber in Ordnung.

Akku

Der eingebaute Akku, der via USB-C geladen wird, hat eine Kapazität von 56 Wattstunden. Im Alltag hängt die Laufzeit von vielen Faktoren ab: Läuft der Rechner auf Volllast, etwa bei Videoschnittprogrammen oder Spielen, ist schon nach knapp zwei Stunden Schluss. Surft man jedoch nur durchs Netz, sind auch Laufzeiten von acht, neun Stunden möglich, je nach Bildschirmhelligkeit. Angesichts des Preises ist das mehr als zufriedenstellend.

Die Tastatur hat ein deutsches Tastenlayout, der Power-Schalter hat einen integrierten Fingerabdruckleser und der Bildschirm des Honor Magicbook 14 kann auf 180 Grad gekippt werden.
Die Tastatur hat ein deutsches Tastenlayout, der Power-Schalter hat einen integrierten Fingerabdruckleser und der Bildschirm des Honor Magicbook 14 kann auf 180 Grad gekippt werden.
© Christoph Fröhlich / stern

Fazit: Allrounder für überschaubares Geld

Ein Macbook zum halben Preis - ganz so weit kann man beim Honor MagicBook 2 nicht gehen. Doch die Kombination aus hellem Display, viel Leistung und wertigem Gehäuse macht den Laptop zum Preis-Leistungs-Tipp für all jene, die ihren Computer weder zum Zocken noch zum Nachbearbeiten von 4K-Filmen brauchen. Sieht man von kleinen Schwächen wie dem begrenzten Farbraum und der nicht idealen Positionierung der Webcam ab, kratzt dieses Notebook an der Oberklasse. 

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