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Playstation 3: Bekannt überraschend, überraschend bekannt

Vor der E3-Messe in Los Angeles hat Sony Neues über die Spielkonsole Playstation 3 verkündet, darunter auch Preis und Verkaufstermin. Die größte Überraschung aber war bekannt - nur nicht von Sony.

Von Sven Stillich, Los Angeles

Lange haben sie gewartet - Spieler, Journalisten, die Konkurrenz. Ein Jahr lang, um genau zu sein. Seit der "Electronic Entertainment Expo" (E3) im vergangenen Mai gab es Gerüchte über die neue Spielkonsole von Sony. Schneller, besser, hochauflösender und multimedialer als ihre Vorgänger wird die Playstation 3 sein, das war klar. Doch was kann sie genau? Wie wird Sony auf Microsofts Xbox 360 reagieren? Und wie auf Nintendos neue Konsole "Wii", die ebenso wie die PS3 in diesem Jahr auf den Markt kommen soll? Lange haben sie alle gewartet, und das Warten hat erst einmal kein Ende, hier in der Schlange vor der Pressekonferenz in Los Angeles, 14 Uhr Ortszeit, zwei Tage vor der E3 2006. Erst warten alle, von der Polizei bewacht und neben gigantischen Satellitenschüsseln, bis sich die schwarzen Eisentüren zu den Sony Picture Studios öffnen, dann, um eine Eintrittskarte zu bekommen, dann noch einmal zwei Stunden, bis sich die Türen zum Studiokomplex öffnen. Zwei Mal zeigt man seinen Reisepass, bis die Kontrollen hinter einem liegen. Dann gibt es unter weißen Zelten Cola und Burger, Fingerfood und Bier. Ein paar Stars der Spieleszene sind da, Hideo Kojima zum Beispiel, der Schöpfer von "Metal Gear Solid". Ein paar Journalisten vertreiben sich die Zeit damit, sich Stirnbänder zu basteln und mit Kojima im Hintergrund von Kollegen fotografieren zu lassen. Für Zuhause.

Feste Rituale

Dann geht es endlich los. Hunderte Journalisten quetschen sich auf enge silberne Stühle, das Licht geht aus, Kaz Hirai betritt die Bühne, der amerikanische Playstation-Präsident. Er hat ein paar große Worte mitgebracht und ruft "Wir wollen Freiheit! Wir wollen Auswahl! Wir wollen auf neue Arten unterhalten werden!" Das klingt natürlich auf Englisch knackiger, trotzdem applaudiert kaum jemand. Auch bei den beeindruckenden Verkaufszahlen der Playstation 2 nicht. Aber das ist nicht schlimm, das ist immer so. Pressekonferenzen auf der E3 folgen festen Ritualen: Die Verlautbarungen von Sony werden von anwesenden Journalisten professionell und eher kühl aufgenommen, die Pressekonferenzen von Nintendo gleichen Gottesdiensten und die von Microsoft Verkaufsshows mit eingespieltem Applaus. (Letzteres könnte sich dieses Jahr geändert haben.)

Gefährliche Vergleiche

Auch diese Pressekonferenz schleppt sich ein wenig dahin. Das neue "Gran Turismo" für die neue Playstation 3 wird lange präsentiert, und es geht nur um Grafik, bessere Grafik, mehr Pixel. Zum Vergleich erscheinen alte Versionen des Spiels auf der Leinwand, die nun wirken wie Handyspiele - und das ist ein Fehler. Es beschleicht einen das Gefühl, dass Grafik vielleicht doch nicht alles sein könnte, denn: Haben diese alten Spiele nicht auch Spaß gemacht? "Damals haben wir gedacht, das sähe bereits realistisch aus", sagt Entwickler Yamauchi - vielleicht stimmt das, vielleicht nicht. Jedenfalls bleibt ein gutes Spiel ein gutes Spiel, auch wenn die Grafik von morgen aus betrachtet alt wirkt. Das gilt auch andersherum: Auch High Definition macht aus einem schlechten Spiel kein gutes.

Es gibt einige weitere Neuigkeiten: ein interessantes Kartenspiel für Sonys Eyetoy-Kamera, einen lang erwarteten Online-Einkaufsladen und einige Videos mit Monstern, Drachen, Zebras und Golfspielern. Sehr verheißungsvoll: das Actionadventure "Eight Days" und das Kampfspiel "Heavenly Sword", bei denen auch der Applaus lauter ausfällt. Dann kommt Larry Probst auf die Bühne, Chef des größten Spieleherstellers Electronic Arts, dessen Firma über den Erfolg und Misserfolg einer neuen Spielkonsole entscheidet. Denn die Erfahrung sagt: Wenn EA keine Spiele für eine Konsole herstellt, geht sie unter. Deswegen ist es ein Ritual auf E3-Pressekonferenzen, dass ein hochrangiger Mitarbeiter von EA auf die Bühne kommt, um zu sagen, dass alles gut wird. So auch hier. "Kutaragi-San, Sie können auf uns zählen", sagt Probst und geht zufrieden von der Bühne. Er wirkt, als würde er jetzt gleich nach Hause fahren. Aber vielleicht tritt er ja morgen auch bei Nintendo und Microsoft auf.

Ein Geheimnis wird gelüftet

Dann kommt Kutaragi-San selbst, Ken Kutaragi, "Vater der Playstation". Er wird mit lautem Applaus empfangen, und nach ein paar Minuten beginnt er zu raunen von einem "Secret", dass er noch zu verkünden habe - und es geht nicht um das Aussehen des neuen Controllers der Playstation 3. Der sieht nämlich aus wie der alte. Das ist gut, denn an dem alten Controller gab es nichts zu verbessern. Doch halt! Der neue Controller sieht zwar so aus wie der alte, aber er kann mehr: Er merkt, wenn der Spieler ihn kippt und hochhebt. Lauter Applaus. "Er wird so wirklich zum Teil ihres Körpers!". Noch lauterer Applaus. Der ist so laut, weil Sony etwas getan / gewagt hat, das niemand erwartet hätte - je nach Interpretation: eine Idee der Konkurrenz in das eigene Produkt zu integrieren / nachzuahmen / zu klauen. Denn ein Schlüsselmerkmal von Nintendos "Wii"-Konsole ist ein Controller, mit dem sich Spiele durch Bewegungen im Raum steuern lassen, ohne dass Knöpfe gedrückt werden müssen.

Dann werden noch der Preis und das Erscheinungsdatum der neuen Playstation 3 verkündet (siehe Kasten). Harte News. Danach ist Schluss, es gibt Cola, Sushi, Spießchen und Bier. Und alle, Spieler und Journalisten, gehen grübelnd nach Hause. Was hat Sony wirklich vor? Wie wird Nintendo auf den Controller reagieren? Und was wird Microsoft dazu sagen? Das Rad der Spielegeschichte hat sich ein klein wenig weitergedreht. Morgen um 9:30 Uhr Ortszeit bekommt es den nächsten Schubs. Dann beginnt die Pressekonfernz von Nintendo. Im Kodak Theatre. Wo die Oscars vergeben werden. E3 in LA: Zeit für großes Kino.

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.