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Scheibes Kolumne: Mein Nintendo DSi

stern.de-Kolumnist Scheibe ist ein echter Gadget-Freund. So kommt er auch nicht umhin, den neuen Nintendo DSi in sein digitales Herz zu schließen. Die neue mobile Spielekonsole von Nintendo bietet eine ganze Reihe Neuerungen an, die neugierig beschnüffelt werden müssen.

Ich habe noch einen ganz alten bauchigen Nintendo DS in Silber. Die Kinder spielen schon lange auf einem deutlich schmaleren Lite-Gerät in Schwarz. Überhaupt kommt der Nintendo DS bei den Kids unheimlich gut an. Oft verabreden sie sich zu zweit oder zu dritt, um gemeinsam ein Autorennen oder einen "Herr der Ringe"-Kampf zu wagen. Dann muss man zusehen, dass man sie nach einer Stunde Spielen auch ohne das Gerät in der Hand in den Garten hetzen kann.

Trotzdem: Mein alter Uralt-Nintendo fühlte sich schon lange nicht mehr zeitgemäß an. Er ist nicht nur viel zu klobig, sondern bietet auch nur eine sehr düstere Grafik ohne Leuchtkraft an. Der Nintendo DSi war da ein willkommener Grund für ein Upgrade. Jetzt kann ich bei den Kindern mal der Held sein, der das NEUE Gerät hat.

Mein neuer Nintendo DSi kommt in einer recht schweren Box daher. Ich packe aufgeregt ein schneeweißes Gerät aus, bei dem schon außen die externe Kameralinse auffällt. Eine zweite gibt es innen. Sie ist zu sehen, sobald der neue Nintendo aufgeklappt wird. So kann das Gerät mit seiner eingebauten 0,3-Megapixel-Kamera Fotos in der Auflösung 640 x 480 Pixel schießen - die erste große Neuerung.

Entdeckungsreise

Der visuelle Erstkontakt geht weiter. Der neue Nintendo DSi scheint ein paar Millimeter schmaler zu sein als das Lite-Modell. Die beiden Displays sind von 3 auf 3,25 Zoll Größe gewachsen. Was sofort auffällt, ist das Fehlen des riesigen vorderen Schachts für alte Nintendo Advanced Spiele. Sie können im neuen DSi nicht mehr verwendet werden. Was keine Schande ist: Die alten Spiele rührt bei uns in der Familie eh niemand mehr an. Dafür lässt sich der DSi ab sofort mit SD-Speicherkarten füttern. Sie werden auf der rechten Seite in einen Schacht eingeschoben. Das macht Sinn, denn so können mit dem DSi aufgenommene Fotos leicht exportiert werden. Zwar ist der interne Speicher mit 256 Megabyte nicht eben klein bemessen. Aber wer gelungene Fotos auch einmal ausdrucken möchte, überspielt sie eben auf die Speicherkarte. Diese Karten kosten schließlich nur noch ein paar Euro.

Der alte Lautstärke-Regler des Nintendo DS Lite ist weg. Er fehlt an der Unterseite komplett. Stattdessen sind jetzt an der linken Geräteseite zwei Knöpfe für Lauter und Leiser zu finden. Neu sind auch drei Statusleuchtdioden, die links zu sehen sind - egal, ob der DSi aufgeklappt ist oder nicht. Dabei handelt es sich um die Verbindungs-, die Ladungs- und die Betriebsanzeigen: Sie zeigen an, ob der Nintendo DSi gerade eine Online-Verbindung hält, aufgeladen wird oder noch ausreichend Batteriesaft hat. Ansonsten bleibt außen alles wie gehabt.

Beim ersten Einschalten des DSi will die Konsole gleich eine Menge von mir wissen. In welcher Sprache möchte ich mit dem Gerät kommunizieren, welches Datum haben wir, wie heiße ich, wann habe ich Geburtstag, was ist meine Lieblingsfarbe? Gelungen ist hier, dass ich einen sehr umfangreichen Altersschutz setzen kann. In der Folge kann ich im DSi für alle Spiel-, Online- und Chat-Bereiche vorgeben, bis zu welcher Altersstufe gespielt werden darf. Richte ich also einen DSi für ein Kind ein, dann kann ich das Gerät gleich so eichen, dass die kleinen Racker nix auf dem Gerät spielen können, was für sie noch nicht geeignet ist. Da ich den DSi aber für mich selbst brauche, lasse ich diese Option einmal ausgeschaltet.

Einschalten und Fotos schießen

Nach der Erstkonfiguration werde ich gleich zum Fotomodul geleitet. Und das ist wirklich witzig. Auf einmal sehe ich mich auf dem Display selbst und kann mit nur einem Fingerdruck auf die Rechts-Taste an der Geräte-Oberseite die Kamera auflösen. Viele Effektfilter stehen anschließend bereit. Da kann ich mit dem Stylus meine Nase in die Länge ziehen oder das Foto zu einem Kaleidoskop auseinanderfließen lassen. Sieht das so verfremdete Foto richtig toll aus, wird es nicht nur im internen Album des DSi gespeichert, sondern auch auf dem oberen Bildschirm angezeigt, sobald ich das Gerät einschalte. Die Kinder quietschen - das finden sie sehr lustig.

Wii-ähnliches Begrüßungs-Menü

Nach dem Einschalten des Geräts zeigt sich nun auf dem unteren Bildschirm ein Wii-ähnliches Begrüßungs-Menü. Hier gibt es eine Menge Icons, die auf einer Scrollleiste angebracht sind. In dieser Icon-Leiste erscheint auch der Name des gerade eingelegten DS-Spiels, sodass es sich mit einem Fingerdruck starten lässt. Aber auch die anderen internen DSi-Module sind hier zu finden. Neben der Kamera ist dies etwa das Modul DSi Sound. Es nimmt über das Mikrofon des DSi Sprachsequenzen auf, die sich anschließend ganz leicht verfremden lassen. So kann man aus der eigenen Stimme ein Micky-Maus-Quietschen oder das grummelnden Grollen von Frankensteins Monster machen. Zugegeben: ein simpler Spaß. Aber die Kinder kriegen sich gar nicht mehr ein. Es ist auch möglich, Musikdateien zu "editieren". Sie müssen allerdings auf einer SD-Karte angereicht werden.

Bleibt der Nintendo Shop. Er erlaubt es, neue Module und Spiele über eine WLAN-Verbindung auf das Gerät zu laden. Zu diesem Zweck braucht der Spieler aber eine Nintendo Points Card. Sie gibt es schon für die Wii, jetzt kann sie auch für den Nintendo DSi verwendet werden. 500 Nintendo-Punkte sind für etwa 5 Euro zu haben. Damit lassen sich kleine Spielerchens einkaufen. Noch ist das Angebot begrenzt, aber es wird bestimmt schnell wachsen. Das gilt auch für die sicherlich bald entwickelten DSi-Spiele, die dann die beiden Kameras kongenial in den Spielfluß aufnehmen werden. Leider steht schon jetzt fest, dass diese DSi-Spiele dann mit einem Ländercode ausgestattet werden, sodass sich in einem europäischen Nintendo DSi nur Spiele verwenden lassen, die aus dem gleichen Verkaufsgebiet stammen.

Keine Frage: Für mich lohnt sich der Umstieg vom uralten Nintendo DS auf den neuen DSi, auch wenn er mit 170 Euro etwas teurer ist als der Lite. Meine Kinder mit dem Lite in der Tasche finden die neuen Funktionen witzig, wünschen sich aber deswegen alleine noch kein neues Gerät. So gesehen ist der DSi das perfekte Modell für alle, die sich zum ersten Mal eine mobile Spielekonsole zulegen möchten. Wer schon einen Lite hat, sollte sein Geld noch beisammen halten, bis eine Flut neuer und einfallsreicher DSi-Spiele den Wechsel unvermeidbar macht. Vielleicht ist der Preis bis dahin auch schon wieder etwas gesunken.

Ein Erfahrungsbericht von Carsten Scheibe, Typemania

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.