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Scheibes Kolumne: Unterwegs in fremden Netzen

Stern.de-Kolumnist Scheibe macht Urlaub in Florida. Wie es sich für einen echten IT-Professional gehört, muss die tägliche Dosis Internet aber schon sein. Unterwegs staunt er allerdings sehr, wo sich die dafür notwendigen drahtlosen Netze überall finden lassen.

Auf dem Weg zum feinen, weißen Sandstrand des Atlantiks kommen wir jeden Tag an vielen Netzen vorbei. Sie hängen in der Vegetation rechts und links neben dem Strandweg und können gut und gerne einen bis zwei Meter im Durchmesser aufweisen. Inmitten dieser Netze sitzen die Bananenspinnen, die zum Teil so groß und dick sind wie ein Finger. Zum Glück sind sie nicht giftig. Trotzdem hätte ich sie nicht gerne auf meiner Nase sitzen.

Die Netze, die für mich im Urlaub aber deutlich wichtiger sind, sind die drahtlosen Funknetze, über die ich leicht ins Internet kommen kann. So ist es mir möglich, die E-Mails aus der Heimat abzurufen und meine News-Seiten im Web zu besuchen, sodass ich up to date bleiben kann. Auf unserer ersten Urlaubsstation in einem Sheraton-Hotel in Orlando, Florida, gab es ein ungeschütztes, kostenfreies Hausnetz. Mein Notebook ist zum Glück von Hause aus mit der nötigen Hardware ausgestattet, um ein solches Funknetz zu erkennen und auch anzuwählen. Ich habe so etwas noch nie vorher gemacht und bin schwer begeistert. Kaum schalte ich den Rechner an, meldet mir eine Sprechblase auch schon, dass er ein Drahtlosnetzwerk gefunden hat. Per Mausklick kann ich dann eine Verbindung aufbauen. So ein Drahtlosnetzwerk hat ganz schön viel Power. Von der Performance her ist ein gutes Netz mit DSL vergleichbar.

Kostenlos - aber unsicher

Bereits im Sheraton hat mein Notebook auch noch andere Netzwerke aufgespürt und gemeldet, die komische Namen trugen. Der Computer meldete, dass sie alle ungesichert seien und dass es durchaus sein könne, dass andere Onliner meine versendeten E-Mails lesen können. Na gut, sei es drum. Dafür ist der ganze Online-Spaß kostenfrei. Das zweite, gesicherte Sheraton-Netz würde mich immerhin 9,95 Dollar am Tag kosten. Da kann ich auf ein bisschen Sicherheit gut und gerne verzichten, wenn ich doch eh nur meine Mails abrufe. Einmal landete ich in einem öffentlichen Stadtnetz, das mir 9,95 Dollar in der Stunde abbuchen möchte. No way.

Inzwischen bin ich an der Küste, in New Smyrna Beach. Das ist ein absolut kleines Kaff mit ein paar Holzhütten, einem wunderschönen Strand und einigen wenigen Restaurants. Da gibt es keine großen Hotels, keine Internet-Cafés und auch kein Starbucks mit Internet-Zugang. Unsere Vermieterin erklärt mir, dass ich von unserem Appartement aus per AOL online gehen kann - was klappt, per Modem aber quälend langsam ist. Ansonsten würde die örtliche Bücherei mich ins Internet bringen, aber nur von den eigenen Rechnern aus. Alles andere könnte ich vergessen.

Netze, wo sie niemand erwartet

Gestern Abend habe ich es aber trotzdem ausprobiert. Stelle ich das Notebook direkt vor das große Fenster neben den Fernseher, so kann ich mich auf einmal in drei verschiedene drahtlose Netzwerke einklinken. Noch immer bin ich nicht optimal positioniert, um einen perfekten Netzzugang zu erhalten. Trotzdem kann ich problemlos meine Mails verschicken und im Internet surfen. Ich frage mich allerdings sehr: Wo kommen denn in dieser abgeschiedenen Gegend diese Netze her? Und warum kann ich mich so einfach in diese Netze einklinken? Wissen die Betreiber der Netze, dass ich mich da huckepack einklinke? Ist das erlaubt? Immerhin zahle ich ja nichts für diese Dienstleistung. Trotzdem: Es ist einfach himmlisch, mit dem Notebook auf den Knien im Wohnzimmer zu sitzen und mit einem Affentempo durch das Internet zu surfen.

Ob das Zuhause auch klappt? Ich bin jedenfalls sehr neugierig und bereit dazu, die neue spannende Welt der Drahtlosnetze weiterhin zu erforschen.

Eine Glosse von Carsten Scheibe, Typemania

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.