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Spiele für tragbare Konsolen: Klein, aber oho

Die Akkus von Playstation Portable und Nintendo DS sind geladen? Gut so. Denn es gibt viel zu tun: 18 Spiele für die tragbaren Konsolen, kurz vorgestellt.

Der Frühling bringt nicht nur aufregende Gefühle der zwischenmenschlichen Art, für Fans der tragbaren Spielkonsolen gibt es einen wahren Wust an Neuheiten: Autorennen und Flugsimulationen, Rollenspiele und Adventures. Und vor allem jede Menge alte Bekannte, die erst jetzt den Weg auf die kleinen Spielkameraden geschafft haben.

DPA/Teleschau

"Justice For All" (DS)

Beim Abenteuer- und Denkspiel "Justice For All" stellt sich Anwalt Phoenix Wright zunächst alles andere als souverän an: Er soll die Polizistin Maggey Byrde verteidigen, die angeblich ihren Geliebten umgebracht hat. Doch zunächst weiß er nicht einmal, wer er selbst ist und kann sich auch nicht an seine Mandantin erinnern. Es gibt also viel zu tun für den Spieler, schließlich hat er mit Phoenix Wright nicht nur diesen, sondern insgesamt vier Fälle zu lösen.

Das funktioniert wie bei Teil eins des Spiels: Der Spieler muss den Zeugen genau zuhören und die Gerichtsakte, die sich mit Beweisstücken füllt, als Waffe im Kampf für die Gerechtigkeit einsetzen. Zu den neuen Features gehört ein "Lebensbalken", der Phoenix' Ansehen und seine Chancen, den Fall zu lösen, darstellt - und der nie zu kurz werden darf. "Phoenix Wright - Justice For All" ist für rund 40 Euro erhältlich.

"Rayman Raving Rabbids" (DS)

Nicht im Kampf für die Gerechtigkeit, sondern gegen Hasen lässt Ubisoft seinen Helden Rayman erstmals auch über den DS toben. Besitzer der Konsole Wii kennen das jetzt umgesetzte Spiel "Rayman Raving Rabbids" möglicherweise schon. Die bösartigen Karnickel streben dabei nicht weniger als die Weltherrschaft an. Rayman muss sie rennender-, hüpfender- und kämpfenderweise daran hindern.

Ziel ist es, ihn bis zum Obermotz der Langohren, dem Rabble-Droiden, zu bringen. Damit ihm nicht schon die gewöhnlichen Hasen oder ihre Helfer, die Hasenfischkreaturen, den Garaus machen, müssen möglichst viele Geschenke sowie Gegenstände gesammelt werden, die neue Kräfte und Macht verleihen. Das alles mag sich martialisch anhören, ist es aber nicht. Daher dürfen schon Sechsjährige "Rayman Raving Rabbids" spielen. Das Spiel kostet rund 40 Euro.

"Flipper Critters" (DS)

Ohne Altersbeschränkung freigegeben sind die "Flipper Critters" von Flashpoint für Nintendos DS. Denn die Critters haben nichts mit den gleichnamigen Monstern aus den achtziger Jahren zu tun, die es bis heute hin und wieder im TV-Nachtprogramm zu sehen gibt. Vielmehr sind Tiger und Monkey und ihre Kumpanen freundliche kleine Kreaturen - und "Flipper" bedeutet für den Spieler tatsächlich, aufzupassen, dass die Kugeln im Spiel bleiben.

Die Rahmenhandlung mag ein wenig undurchsichtig sein, dreht sie sich doch etwa um Bull, den "Anführer von Ylwitch", der mit einer Erkältung im Bett liegt, und zu dem Tiger und Monkey vordringen müssen. Wer sich davon aber nicht aus dem Konzept bringen lässt, findet in "Flipper Critters" eine fantasievolle und bunte Flippersimulation mit jeder Menge Effekte. Das Spiel steht für knapp 40 Euro in den Läden.

"Uefa Champions League 2006 - 2007" (PSP)

Mit "Uefa Champions League 2006 - 2007" legt Electronic Arts das offizielle Videospiel zur europäischen Königsklasse des Fußballs vor - auch für die Playstation Portable (PSP). Der Spieler sucht sich seine Mannschaft aus einer der europäischen Spitzenligen aus und führt sie durch verschiedene Spielmodi. Dazu gehört etwa "Das Triple", in dem Aufgaben in verschiedenen Wettbewerben erledigt werden müssen. Oder er meldet sich nur für die Teilnahme an der Champion League.

"Uefa Champions League 2006 - 2007" besitzt auch einen Missions-Modus: Hier geht es zum Beispiel darum, dem FC Porto zehn Minuten vor Schluss noch zum wichtigen Tor zu verhelfen, um wenigstens die Verlängerung zu erreichen. Oder Werder Bremen versucht, den wichtigen Auswärtstreffer gegen den AC Mailand zu markieren. Langweilig wird es mit diesem Spiel so schnell nicht. Dazu gibt es zu viele Spielvarianten. Auch die Steuerungsmöglichkeiten und die daraus resultierende Zahl an Spielerbewegungen ist umfangreich. Der Titel kostet für die PSP rund 40 Euro.

"Asphalt: Urban GT" (PSP)

Gib' Schub, Rakete - nach diesem Motto sollte der Spieler in "Asphalt: Urban GT" von Ubisoft handeln. Denn es geht ums Tempo: Mit seinem Auto oder Motorrad kann der Spieler an 61 Meisterschaften, die jeweils aus mehreren Rennen bestehen, teilnehmen. Je besser er sich platziert, desto mehr Geld gibt es fürs Tuning oder für neue Ausrüstung, mit der es dann noch zügiger zur Sache geht. Wer schnell unterwegs ist, fährt allerdings nicht ungefährlich - und das mag die Polizei gar nicht, die den Sünder sogar mit Hilfe von Hubschraubern zu stoppen versucht. Das Spiel kostet für die PSP rund 27 Euro.

"Ace Combat X: Skies Of Deception" (PSP)

Über den Wolken muss die Action wohl grenzenlos sein: Der Handheld-Ableger der Sony-Reihe gönnt dem Spieler nur wenige Verschnaufpausen. Dafür sorgen fordernde und abwechslungsreiche Missionen für anhaltende Motivation, auch die 40 freispielbaren Maschinen sind Anlass zum Dranbleiben. Grafisch leistet sich "Ace Combat X" kaum Patzer, ebenso wenig die gelungene Steuerung. Lediglich die etwas dumpfbackene KI dämpft den Ballerspaß in luftigen Höhen. Beim nächsten Multiplayermatch mit bis zu drei Mitspielern ist das jedoch schnell vergessen. (PSP, Sony, ca. 50 Euro)

"Castlevania: Portrait of Ruin" (DS)

Auch im 21. Jahr ihres Bestehens hält die "Castlevania"-Reihe den Erwartungen stand. Im neuen Dual-Screen-Abenteuer kämpfen sich Fantasy-Fans mit einem gegensätzlichen Heldenduo durch Draculas Schloss. Reichlich Action sorgt für anspruchsvolle Kurzweil, unterstützt von der ansehnlichen Grafik. Dafür, dass sich hier und da die Level gleichen, entschädigen die Angst einflößenden Bosse und die ausgeklügelten Moves. (Nintendo DS, Konami, ca. 40 Euro)

"Contact" (DS)

Mit Jodie Fosters mitreißender Seti-Hommage hat das gleichnamige DS-Rollenspiel nichts gemein. "Contact" dreht sich um den Buben Terry, der einem Professor dabei hilft, sein abgestürztes Raumschiff zu reparieren. Dazu drischt sich der Jüngling auf dem unteren Bildschirm in Hack&Slay-Manier quer über den Planeten, während der Wissenschaftler auf dem oberen Screen Tipps und Anweisungen gibt. Das ungewöhnliche Gameplay nutzt sich allerdings rasch ab, Schuld daran ist das lahme Kampfsystem. Außerdem dauert das Pixelabenteuer gerade mal knapp zehn Stunden. (Nintendo DS, Rising Star, ca. 35 Euro)

"Dogz" (DS)

Fast so süß wie Knut: Ubisofts Welpen-Simulation "Dogz" (35 Euro) für den DS versucht in die niedlichen Fußstapfen von "Nintendogs" zu schlüpfen und bietet annährend dieselben Features. Kleine Hundebabys müssen gehegt und gepflegt, gefüttert und gestriegelt, geliebt und - ja, ja - gezüchtigt werden, sollten sie auf Zuruf ins DS-Mikro nicht spuren. Aus 18 verschiedenen Rassen darf gewählt werden, deutlich umfangreicher ist das Angebot an Zubehör und Spielzeug für die kleinen Racker. Sahnehäubchen ist die zuckersüße Manga-Grafik.

"EA Replay" (PSP)

"EA Replay" bietet auf den ersten Blick erst einmal viel Namhaftes: Klassiker wie "Wing Commander", "Jungle Strike" und "Road Rash" wurden auf die UMD gepresst. Doch die Retro-Freuden halten sich trotz des günstigen Preises in engen Grenzen, hat doch auch viel lieblos umgesetzter Nostalgie-Schrott seinen Weg in die Compiliation gefunden. Obendrein zickt hier und da die Steuerung. Eine Rolle zu fliegen, ist in "Wing Commander" beispielsweise unmöglich. (PSP, EA, ca. 20 Euro)

"Gunpey" (PSP/DS)

"Gunpey" ist eine Techno-lastige Knobelei, bei der "Tetris"-Veteranen erst einmal kräftig umdenken müssen. In fünf Spalten sollen diagonale und v-förmige Segmente zu einer Linie verbunden werden, die allerdings nicht den oberen Bildschirmbereich erreichen darf. Klingt kompliziert, ist es auch - vor allem im "Gunpey 10x10"-Modus, der mit doppelt so großen Feldern aufwartet. 40 Level voller Strichchaos wollen ingesamt bewältigt werden, wobei manchmal die träge Steuerung dazwischen funkt. (PSP & NDS, ca. 35 Euro)

"Lunar Knights" (DS)

"Lunar Knights" beerbt die "Boktai"-Titel des Game Boy Advance. Wie in den Vorgängern bietet der Spieler darin Vampiren die Stirn - diesmal jedoch ohne Tageslichtsensor. Stattdessen setzt Kojima Productions ("Metal Gear") auf klassische Rollenspiel-Elemente: Das Blutsauger-Gemetzel in Iso-Dungeons wird gepimpt mit Ausrüstungsgegenständen und einem Erfahrungspunkte-System. Außerdem helfen bei den Fights "Pokémon"-ähnliche Kreaturen, die ihre Spezialkräfte einsetzen. Schade nur, dass die Bosskämpfe etwas fad daherkommen: Drauflos ballern reicht meistens aus, um den Obermotz über den Jordan zu schicken. (Nintendo DS, Konami, ca. 35 Euro)

"M.A.C.H." (PSP)

"M.A.C.H." - der vielleicht schönste Geschwindigkeitsrausch auf der PSP. Wer bei "M.A.C.H." mit seinem Jet durch Eislandschaften oder über den Strand hinweg düst, bekommt optisch eine Menge geboten. Die Flug-Hatz punktet mit detailreicher Grafik, hübschen Umgebungen und imposanten Effekten. Zu dumm, dass kaum Zeit zum Staunen bleibt: Der haarige Schwierigkeitsgrad dürfte selbst Profis ins Schwitzen bringen. Gelungen ist hingegen die Mischung aus Raserei und Shooter, die sowohl im Arcade- als auch im Karriere- und Multiplayer-Modus motiviert. (PSP, Vivendi, ca. 40 Euro)

"Magical Starsign" (DS)

"Magical Starsign" ist Astrologie für Anfänger: Im Kampfsystem des Rollenspiels wirken sich Sternzeichen und Planeten entscheidend aus. In quasi-taktischen Kämpfen setzen sechs Schüler einer Zauberakademie, in deren Rolle der Spieler schlüpft, ihre magischen Elemente ein. Das Ziel: Die Jungspunde wollen ihre verschwundene Lehrerin wiederfinden. Leider entspinnt sich die Story ein wenig zu lahm, auch die Grafik wirkt auf Dauer lieblos. (Nintendo DS, Nintendo, ca. 35 Euro)

"Mario vs. Donkey Kong 2"

In "Mario vs. Donkey Kong 2" entführt Eifersüchtling Donkey Kong Marios Muse - mal wieder. Allerdings ist die abgedroschene Story ohnehin zweitrangig, wurde doch diesmal am Gameplay geschraubt. Das Knobelspiel der Bauart "Lemmings trifft Super Mario" ernennt den Spieler zum Babysitter der kleinen Klone des Klempners. Es gilt, bis zu fünf aufziehbare Minis per Stylus sicher durch die kniffligen Welten zu geleiten - den Überblick zu behalten, ist da mitunter ziemlich haarig. Nettes Feature: Mit einem Editor lassen sich eigene Level designen, die per Wi-Fi getauscht werden können. (Nintendo DS, Nintendo, ca. 40 Euro)

"Metal Slug Anthology"

"Metal Slug Anthology": Das Prinzip ist denkbar einfach: ballern, hüpfen, ballern, hüpfen. Dank augenzwinkerndem Comic-Look und angegrauter 2-D-Optik läuten bei "Metal Slug" trotzdem nicht die Killerspiel-Alarmglocken. PSP-Zocker dürfen sich in der "Anthology" durch die gesamte Jump-n-Shoot-Reihe dauerfeuern: Alle sieben (!) Teile wurden auf UMD gepresst. Auf Dauer brilliert das Game zwar nicht mit Abwechslung, dafür mit enormem Umfang, freispielbaren Boni und einem gelungenen Zweispielermodus via Wi-Fi. (PSP, Atari, ca. 45 Euro)

"Sid Meier's Pirates" (PSP)

"Sid Meier's Pirates!" ist ein echtes Urgestein der interaktiven Unterhaltung. Pixelige Kaperfahrten wie vor 20 Jahren auf dem C64 erreichen heute zwar nicht mehr Kultstatus, Firaxis' 3-D-Remake für die PSP jedoch kann sich sehen lassen. Der bunte Mix aus Strategie, Action und einer Prise Adventure weiß zu gefallen und glänzt mit Vielseitigkeit. Im Vergleich zur Konsolen-Version wurde allerdings die Landkarte beschnitten - aus weitläufigen Ozeanen wurde eine überschaubare Meeresregion. Auch der verpatzte Multiplayer-Modus trübt das Vergnügen auf hoher See. (PSP, 2K Games, ca. 35 Euro)

"Spectrobes" (DS)

"Spectrobes": Archäologie meets "Pokémon": Das Action-Rollenspiel "Spectrobes" geht tiefer - im wörtlichen Sinne. Als Pixel-Offizier einer interstellaren Polizei erfährt der Spieler das Geheimnis der Spectrobes, kämpferischer Fossilien. Fortan wird im Universum per Stylus nach besagten Kreaturen gebuddelt, die anschließend durch Schreien ins DS-Mikro reanimiert werden wollen. Doch die Ausgrabungsstätten sind umkämpft: Eine Alien-Rasse sucht ihrerseits nach Spectrobes und verwickelt den Spieler immer wieder in actionreiche Echtzeitkämpfe, die allerdings gelegentlich unübersichtlich werden. (Nintendo DS, Disney Interactive, ca. 40 Euro)