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LG und Samsung OLED war gestern - die Zukunft der Fernseher sind winzig kleine LEDs

Mini-LED-Fernseher sollen besser aussehen als herkömmliche LCD-TVs, aber günstiger sein als OLEDs.
Mini-LED-Fernseher sollen besser aussehen als herkömmliche LCD-TVs, aber günstiger sein als OLEDs.
© Yonhap/ / Picture Alliance
OLED, LCD, QLED - als wären Fernseher-Abkürzungen nicht bereits verwirrend genug, bringt die TV-Branche nun eine neue Technologie auf den Markt. Mini-LEDs sollen ein Kompromiss zwischen teuren OLEDs und herkömmlichen LCDs sein.

Fernseher mit OLED-Technologie sind bislang das Maß aller Dinge. Denn deren Dioden benötigen im Gegensatz zu herkömmlichen LCDs keine Hintergrundbeleuchtung, sondern erzeugen das Licht von selbst. Dunkle Bereiche erscheinen dunkler, die Kontraste sind höher. Unter Heimkino-Fans sind die Fernseher deshalb begehrt, aber sie sind immer noch sehr teuer.

Nun könnte es bald eine Alternative geben: Der südkoreanische TV-Hersteller LG hat angekündigt auf der virtuellen CES im Januar 2021 seinen allerersten Mini-LED-Fernseher vorzustellen. LG ist für seine Premium-OLED-Fernseher bekannt, aber die Mini-LED-Technologie gilt in der Branche als das nächste neue Ding der Display-Technik.

QNED - ein verwirrender Name

Offiziell werden die neuen Fernseher LG QNED Mini LED TVs heißen - Kopfzerbrechen bei den Kund*innen im Elektrofachhandel ist hiermit bereits vorprogrammiert. Denn das Kürzel QNED erinnert frappierend an Samsungs Alternativ-Technologie QLED, wobei QLED im Wesentlichen herkömmliche LCDs sind, die mit Bildverbesserungstechnologien aufgemotzt wurden. Das N in QNED dürfte für Nanocell-Technologie stehen.

Bemerkenswert ist, dass LG seine OLED-Fernseher nach wie vor als Premium-Gerät positioniert, während die "QNED Mini LED-TVs nun eine überzeugende Alternative für Konsumenten" seien, heißt es in der Pressemitteilung des Herstellers.

Dass die neuen MicroLED-Fernseher eher den Mittelklasse-Konkurrenten das Wasser abgraben sollen, wird auch an anderer Stelle deutlich. So betont LG, dass die neuen Modelle in puncto "Helligkeit und Kontrast gegenüber herkömmlichen LCD-Fernsehern weit überlegen" seien. Es ist daher davon auszugehen, dass QNED-Fernseher günstiger sein werden als die hochwertigsten OLED-Modelle. Genaue Details sind bislang allerdings nicht bekannt.

Die neuen Micro-LED-Fernseher sollen bis zu 30.000 der winzig kleinen LEDs und 2.500 Dimmzonen bieten und eine Bildwiederholfrequenz von 120 Hertz unterstützen. Ein bisschen hat sich LG jedoch bereits in die Karten blicken lassen. So ist bereits offiziell angekündigt worden, dass insgesamt zehn neue 4K- und 8K-Modelle mit Bildschirmgrößen bis zu 86 Zoll auf den Markt kommen werden.

Samsung mischt ebenfalls mit

Der größte Konkurrent Samsung wird Gerüchten zufolge auf der CES ebenfalls neue Modelle mit QLED- und Mini-LED-Technologie vorstellen. Für Aufsehen dürften aber die Micro-LED-Fernseher sorgen: Während Mini-LED quasi die neue Mittelklasse wird, sind Micro-LEDs das neue Edel-Segment. Die Technologie scheint marktreif zu sein. Erst vor wenigen Wochen hat Samsung seinen ersten, nahezu rahmenlosen Micro-LED-Fernseher mit einer Bildschirmdiagonale von 110 Zoll vorgestellt, der auch an Privatkunden verkauft wird. Der Preis liegt jedoch bei kaum erschwinglichen 89.000 Euro

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cf

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