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US-Hightechmesse CES: Ein Leben in 3D

Auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas setzen die Aussteller voll auf die dritte Dimension. Doch 3D ist nicht der einzige Hoffnungsträger: Microsoft will Apple mit dem "Slate" die Show stehlen.

Von Karsten Lemm, Las Vegas

Die Zukunft lässt auf sich warten. Stromausfall - irgendein Malheur hinter den Kulissen, das auf der Bühne die Lichter löscht. So wird der große Ballsaal im Hilton von Las Vegas zum Wartezimmer, bis die Show mit fast 30 Minuten Verspätung doch noch beginnen kann: Auftakt zur CES 2010, der weltgrößten Fachmesse rund um Unterhaltungselektronik, zu der bis Sonntag gut 110.000 Besucher erwartet werden. Das sind noch etwas weniger als im vorigen Jahr, als die Wirtschaftskrise voll durchschlug und die Zahl der Teilnehmer um 20 Prozent einbrechen ließ. "Ein hartes Jahr" war 2009, sagt Gary Shapiro, Präsident des US-Unterhaltungselektronik-Verbands CEA, der die Messe veranstaltet, doch das Schlimmste sei nun überstanden. "Alles deutet darauf hin, dass es wieder aufwärts geht."

Beim Blick nach vorn gerät auch Microsoft-Chef Steve Ballmer ins Schwärmen, der gleich darauf die Auftaktrede hält: In den nächsten Jahrzehnten, so rechnet er vor, werde "die globale Mittelklasse, an die wir uns mit unseren Produkten wenden", von derzeit einer Milliarde auf über vier Milliarden Menschen wachsen. "Auf lange Sicht können wir alle sehr optimistisch sein."

Fürs erste allerdings geht es darum, verunsicherte Verbraucher dazu zu bringen, dass sie wieder zum Portemonnaie greifen, um die neuesten Fernseher, Heimkino-Anlagen, Internetradios und Digitalkameras zu kaufen. Das wird harte Arbeit: Wenn alles gut geht, dürfen die Hersteller in diesem Jahr mit weltweit etwa 470 Milliarden Euro Umsatz rechnen, ähnlich viel wie im Krisenjahr 2009, so hat die CEA mit Hilfe des deutschen Marktforschers GfK ermittelt. In Europa sieht es mit einem erwarteten Verkaufsrückgang von 9 Prozent weiter düster aus; Asien soll solche Verluste auffangen, vor allem China.

Minibildschirm mit Internetanschluss

Die Hoffnungen der Branche ruhen dabei auf Fernsehern mit Internetanschluss, HD-Camcordern und Blu-ray-Playern - alles Gerätekategorien, deren Absatz in den vergangenen Monaten dreistellig gewachsen ist. Dazu kommen die Neuheiten dieser CES: "Slate PCs" etwa, wie Ballmer die Prototypen verschiedener Hersteller nennt, die er in seiner Rede vorzeigt - Din-A4 große Flachbildschirme mit drahtlosem Internetanschluss, die durch Fingertippen und Gesten bedient werden; Mobilcomputer, die sich perfekt als Surfbrett für den digitalen Alltag eignen sollen: zum Abrufen von E-Mails ebenso wie dem Anschauen von Youtube-Videos und Kontakthalten via Facebook. Ganz ähnlich wie das iPhone, nur ein bisschen größer. Apple, so wird gemunkelt, bereite seine eigene Version eines solchen Rechners vor, doch Apple ist wie üblich nicht auf der CES vertreten und schweigt zu den Gerüchten.

Und bei aller Liebe zum Internet, das sie nun weiträumig in ihre Geräte integrieren, ist es doch eine andere Technik, von der sich die Unterhaltungselektronik-Riesen den nächsten großen Begeisterungsschub im Wohnzimmer versprechen: 3D - der Trick, allem, was auf dem Flachbildfernseher erscheint, die Illusion räumlicher Tiefe zu verleihen, genau wie im Kino, wo vier der Top 10-Filme im vorigen Jahr 3D-Produktionen waren. Ob Sony oder Samsung, LG, Toshiba oder Panasonic - sie alle setzen darauf, dass ihre Kunden vor Begeisterung aus dem Sessel springen und neue, 3D-fähige Fernseher kaufen, wenn sie sehen, wie ihre Lieblingssendungen plötzlich eine ganz neue Dimension erlangen.

Technisch ist das Prinzip seit langem bekannt: Statt einem Bild werden gleich zwei auf dem Display gezeigt, die sich leicht gegeneinander versetzt überlappen, sodass mit bloßem Auge alles etwas unscharf wirkt. Erst durch eine Spezialbrille betrachtet entsteht der 3D-Effekt: Die Brille trennt die Bilder und sorgt dafür, dass das linke und das rechte Auge unterschiedliche Blickwinkel zu sehen bekommen - die Voraussetzung für räumliche Tiefe.

Zweifel an 3D im Wohnzimmer

Allerdings verlangt das auch spezielle Inhalte: Filme und Fernsehsendungen, die in 3D produziert und ausgestrahlt werden. Das ist aufwändig und teuer und einer der Gründe dafür, dass 3D bisher die Ausnahme war, nicht die Regel. Experten zeigen sich skeptisch, dass Zuschauer den Effekt mit der räumlichen Tiefe als ähnlich revolutionär empfinden werden wie den Umstieg auf das hochauflösende Fernsehen. "Bei HDTV fiel der Unterschied sofort ins Auge", sagt Nathan Brockwood von der Beraterfirma Insight64. "Bei 3D braucht man seltsame Brillen, und es gibt noch diverse Kinderkrankheiten." Obendrein, gibt Stephen Baker vom Marktforscher NPD Group zu bedenken, hätten viele Menschen "gerade erst neue Flachbildschirme gekauft. Werden sie die jetzt gleich wieder ersetzen wollen?"

Die Hersteller versuchen, solche Bedenken mit Technik und Hollywood-Partnerschaften beiseite zu wischen: So holt sich Samsung Unterstützung vom "Shrek"-Produzenten Dreamworks Animation, der seine 3D-Produktionen auf Blu-ray-Scheiben anbieten wird, und Sony tut sich mit der Imax-Kinokette und dem Discovery Channel zusammen, um die Verbreitung von 3D zu fördern. Toshiba und Samsung gehen noch einen Schritt weiter und versprechen, dass ihre 3D-Fernseher jedes Programm, egal ob TV-Sendung, DVD oder sogar Heimvideo, dreidimensional darstellen können. Die Geräte sind mit so leistungsfähigen Rechenchips ausgestattet, dass sie aus 2D-Bildern in Echtzeit 3D-Bilder machen können.

Mit einem Internetanschluss soll der Fernseher in der guten Stube gleich noch zu einer Unterhaltungs-Zentrale in anderer Hinsicht werden: Panasonic und der koreanische Hersteller LG haben sich mit dem populären Internetdienst Skype zusammengetan, um Videotelefonie alltäglich zu machen. Eine im Fernseher eingebaute Kamera nimmt das Bild auf und überträgt es an den Skype-Teilnehmer am anderen Ende der Leitung. Die Bildqualität soll dabei dank höherwertiger Technik deutlich besser sein als auf dem PC. Schon jetzt sei etwa ein Drittel aller Skype-Telefonate ein Videogespräch, sagt Skype-Manager Josh Silverman und verspricht, dass der bisher weitgehend auf PCs beschränkte Service im Wohnzimmer kinderleicht zu bedienen ist: "Mein fünfjähriger Sohn kriegt das problemlos hin", sagt Silverman augenzwinkernd, "und vielleicht noch beeindruckender: meine Mutter genauso."

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.