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Neue Smartphone-Generation: LG kündigt Handys mit gebogenem Display an

Samsung möchte noch im Oktober Smartphones mit gewölbten Displays auf den Markt bringen. Das kann Rivale LG nicht auf sich sitzen lassen und bläst zum Gegenangriff.

Bei der Produktion neuartiger Smartphones mit gewölbtem Display bläst der südkoreanische Elektronikkonzern LG zum Angriff auf den heimischen Rivalen Samsung. Die Sparte LG Display kündigte am Montag den Einstieg in die Massenproduktion von gebogenen Handy-Bildschirmen an. Eine mit den Plänen vertraute Person sagte, LG Electronics wolle bereits im November Mobiltelefone mit solchen Displays herausbringen. Smartphone-Primus Samsung will derartige Handys schon im Oktober anbieten. Die Wölbung erweckt beim Betrachter bei hoher Auflösung einen leicht dreidimensionalen Eindruck und gilt als Grundstein für völlig neue Formen von Telefonmodellen, die der Branche einen kräftigen Schub verleihen könnten.

Die Krümmung wird erst durch den Einsatz organischer Leuchtdioden (OLED) möglich, die gerade ihren Siegeszug in der Displaytechnik antreten. Bislang sind die neuartigen OLED-Bildschirme noch sehr teuer. Samsung und LG bieten Fernseher mit gekrümmter Oberfläche für rund 9000 Dollar an.

Nicht nur mit der Ankündigung seiner gebogenen Smartphones sorgte der südkoreanische Technologiekonzern Samsung für Aufsehen. Der weltgrößte Produzent von Speicherchips, Fernsehern und Handys teilte vor Kurzem in seinem Ergebnisausblick für das dritte Quartal 2013 mit, dass sich der operative Gewinn auf etwa 10,1 Billionen Won (6,9 Milliarden Euro) erhöhe. Das wäre im Jahresvergleich ein Anstieg von 25 Prozent. Nach Ansicht von Analysten verdankt Samsung den Gewinnsprung nicht nur steigenden Chippreisen, sondern auch dem robusten Absatz von Smartphones im unteren und mittleren Preisbereich.

kave/Reuters/DPA / DPA / Reuters