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Keine Übernahme: Google übernimmt sich an Groupon

Bis zu sechs Milliarden Dollar wollte der Internetkonzern Google angeblich für das Schnäppchen-Portal Groupon auf den Tisch legen. Doch das Unternehmen aus Chicago winkte ab.

Der US-Internetkonzern Google kommt beim Schnäppchenportal Groupon offenbar nicht zum Zuge. Die Verkaufsgespräche seien gescheitert, berichteten mehrere US-Medien am Wochenende. Laut der "Chicago Tribune" will Groupon unabhängig bleiben und möglicherweise einen Börsengang angehen. Berichten zufolge wollte Google bis zu sechs Milliarden Dollar für das Unternehmen aus Chicago zahlen und dadurch seine Präsenz bei der lokalen Suche ausbauen. Es wäre der größte Erwerb in der Unternehmensgeschichte gewesen. Stattdessen hat der weltgrößte Suchmaschinenanbieter jetzt seine Einkaufstour mit einem weiteren kleineren Unternehmen fortgesetzt und die in Seattle ansässige Anti-Piraterie-Software-Firma Widevine übernommen. Einen Preis nannte Google wie üblich nicht. Google hat eine Kriegskasse von etwa 33 Milliarden Dollar.

Auf 250 Millionen Fernsehgeräten und Plattformen wird die Widevine-Software genutzt, um Video-Inhalte vor unerlaubten Zugriffen und Raubkopierern zu schützen. "Wir sind begeistert, das Widevine-Team bei Google zu begrüßen, und wir werden gemeinsam daran arbeiten, unseren Zugriff auf besondere Video-Inhalte im Web zu verbessern", teilte Google-Vize Mario Queiroz mit. Zu den Kunden von Widevine gehören Kabelanbieter und Fernsehsender.

Groupon lässt sich nicht übernehmen</g>

Nach Informationen der Agentur Reuters hatten Groupon und Google am Mittwoch miteinander verhandelt. Es war vermutet worden, dass Wettbewerbsbehörden eine Übernahme durch Google streng geprüft hätten. Dazu wird es nun wohl nicht mehr kommen. Die vor zwei Jahren gegründete Firma Groupon ist in privatem Besitz. Sie schickt ihren mehr als 33 Millionen Kunden in 35 Ländern täglich E-Mails mit zahlreichen Schnäppchen-Angeboten. Die Rabatte werden allerdings nur eingelöst, wenn sich eine Mindestzahl an Kunden für ein Angebot entscheidet. Damit bleibt Groupon Raum, Mengenrabatte zu fordern. Im August hatte Groupon-Präsident Rob Solomon der Nachrichtenagentur Reuters gesagt, dass mehrere große Technologiekonzerne Interesse an dem Unternehmen hätten.

Google kauft Gebäude in New York

Google hat zuletzt nicht nur in Firmen sondern auch in Immobilien investiert. Kreise zufolge kaufte der Konzern aus dem Silicon Valley offenbar in Manhattan eine Immobilie für 1,8 Milliarden Dollar. Google sei bereits Mieter in dem Haus in der Eighth Avenue im Stadtteil Chelsea. Es sei das zweitgrößte Gebäude in New York und gehöre Taconic Investment Partners, dem New York State Common Retirement Fund und der deutschen Investment-Gruppe Jamestown Properties.

Reuters / Reuters