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Peinlicher Produktstart des Galaxy S4: Samsung, König der Fettnäpfchen

Samsung wollte in Indien den Start des Galaxy S4 feiern - und blamierte sich mit einer peinlichen Show bis auf die Knochen. Es ist nicht das erste Mal, dass der Konzern in ein Fettnäpfchen tritt.

Von Christoph Fröhlich

Peinlicher Produktstart: "Samsung Style" wird zur Lachnummer

Samsung überall: Fast jedes dritte Smartphone stammt mittlerweile von den "Galaxy"-Erfindern, die inzwischen zum größten Hersteller der Welt avanciert sind. Bei der Entwicklung ihrer Produkte beweisen die Südkoreaner ein gutes Händchen, doch ansonsten scheint es dem Elektronikriesen gelegentlich an Feingefühl zu fehlen. So wurde Samsung zur Zielscheibe des weltweiten Spotts, als die Südkoreaner die Präsentation des Galaxy S4 als riesige Musical-Nummer inszenierten. Das ist erst wenige Wochen her - nun wird das Unternehmen erneut zur Web-Lachnummer.

S für Samsung Style

Um den Produktstart des Flaggschiff-Handys Galaxy S4 in Indien gebührend zu feiern, engagierte der Gerätehersteller gemeinsam mit seinem lokalen Verkaufspartner niemand Geringeres als den Bollywood-Star Ranveer Singh. Der sang eine textlich angepasste Version von Psys Welthit "Gangnam Style" mit eher holprig formulierten Liedzeilen wie "If you like the S3, than this phone is even better. It has an HD screen and it's just a lot slimmer" ("Mochtest du das S3, dann ist dieses Handy noch besser. Es hat einen HD-Bildschirm und ist noch viel dünner"). Dazu hüpfte er mit knapp bekleideten Damen über die strahlend rot erleuchtete Bühne, bevor die Tänzer am Ende in einem Konfettiregen die Geräte in die Höhe reckten.

Indien, Tanzen und Musik - das kann nur gut gehen, dachten sich wohl die Verantwortlichen bei Samsung. Ein Irrtum: Nun lacht das Netz über die Version namens "S for Samsung Style". Auch die anwesenden Journalisten schienen von der eigenwilligen Präsentation überrascht gewesen zu sein, am Ende der Darbietung gab es nur vereinzelten Applaus.

Oder S für Sexismus?

Regelmäßig tritt Samsung in Fettnäpfchen. Bei der Musical-Darstellung verwirrte Samsung nicht nur die anwesenden Journalisten, sondern zog auch den Zorn einiger Frauenrechtler auf sich. Während Männer in der Show als kompetente Technikkenner dargestellt wurden, die das Geld für die Familie verdienen, wirkte das Frauenbild der Südkoreaner reichlich antiquiert. Frauen seien Heimchen mit bunten Kleidchen, suggerierte Samsung, die nichts anderes zu tun haben, als andere Frauen mit bunten Kleidern zu treffen. Die Damenwelt lackiert sich die Nägel, glotzt dem gutaussehenden Gärtner auf den Po und trinkt währenddessen Margeritas.

Trotz der weltweiten Empörung scheint Samsung nichts aus dem Musical-Desaster gelernt zu haben: Im Handbuch des Galaxy S4 wird gleich auf der ersten Seite im Kapitel "Einführung" eine aus Sicht des Unternehmens typische Familie gezeigt, die eher an eine traditionelle Rollenverteilung erinnert. Der Vater "verwendet schon seit geraumer Zeit Galaxy-Geräte", die Mutter hingegen "kennt sich noch nicht so gut mit der neuesten Technik aus". Auch die Tochter sei eher "schüchtern und nachdenklich", während der jüngste Sohn selbstverständlich komplizierte Smartphones bedienen kann und eher als "eifrig und neugierig" beschrieben wird.

Samsungs TV-Eigentor

Auch vor wichtigen Präsentationen neigen die Südkoreaner dazu, den Mund gelegentlich etwas zu voll zu nehmen. Das Galaxy S4 sei die "größte Revolution seit dem Farbfernseher", hieß es im Vorfeld der New-York-Show. In Tests fiel das Urteil dagegen weniger imposant aus.

Bei der Technikmesse CES, die im Januar in Las Vegas stattfand, verstand es Samsung wie kein Zweiter, die Messlatte hochzulegen. Mit viel Wirbel kündigte Samsung eine "wirkliche Innovation des TV-Designs mit einer noch nie dagewesenen Fernseher-Form" an. Am Ende herrschte Ernüchterung: Statt eines revolutionären Fernsehers bekamen die Zuschauer einen riesigen Bildschirm in einem noch größeren Metallrahmen zu sehen, der eher an ein zu groß geratenes Fußballtor erinnerte.

Schmutzkampagne gegen HTC

Dass die Marketing-Abteilung des Elektronikriesen zu einer der aggressivsten der Branche gehört, zeigen nicht nur die zahlreichen direkt gegen Konkurrenzprodukte gerichtete Videos (iPhone-Käufer wurden regelmäßig als Schafe dargestellt) und Guerilla-Aktionen (ein Samsung-Flashmob demonstrierte vor Apple-Stores mit "Wacht auf"-Schildern). In Taiwan hat der Konzern den Bogen vor Kurzem überspannt: Samsung musste zugeben, dass er taiwanesische Studenten dafür bezahlt hatte, das Konkurrenz-Smartphone HTC One in mehreren Online-Foren schlecht zu reden und stattdessen die Vorzüge der eigenen Telefone zu loben. Samsung bezeichnete den Vorfall als "bedauerlichen Zwischenfall". Es dürfte nicht der letzte gewesen sein.

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(