"Fleet Week" Flotte Parade


Einmal im Jahr ist in der San Francisco Bay noch mehr los als sonst: Bei der "Fleet Week" drängeln sich Kriegschiffe im Wasser. Und in der Luft werden fliegerische Höchstleistungen geboten.
Von Karsten Lemm, San Francisco

Mit Militärmanövern darf man den Einwohnern von San Francisco normalerweise nicht kommen: Die ehemalige Hippie-Hauptstadt gilt als liberalste Stadt der USA. Doch einmal im Jahr öffnen die Menschen in der kalifornischen Metropole ihre Herzen für die Navy - das erste Oktoberwochenende gehört traditionell der "Fleet Week", einem fünftägigen Spektakel mit Flottenparade, "Red Bull"-Air Race und einer Luftfahrtshow.

Höhepunkt: eine ebenso ohrenbetäubende wie atemberaubende Darbietung der Elite-Fliegerstaffel "Blue Angels". Die Aussichten am vergangenen Wochenende waren eher trübe: Dicke Wolken hingen über der Golden Gate Brücke, und die Kunstflugpiloten mussten die Qualifikation für ihr Air Race bei Nieselregen austragen. Das schien ihnen allerdings weniger auszumachen als den Zuschauern auf dem Navy Pier, die bei herbstlichen Temperaturen um die Wette bibberten.

Pünktlicher Wetterumschwung

Pünktlich zum Rennen am Samstagmorgen besann die Natur sich eines Besseren. Bei schönstem Spätsommerwetter bestaunten Zehntausende von Schaulustigen die Kapriolen der Luftakrobaten - unter ihnen auch der Deutsche Klaus Schrodt, ein ehemaliger Lufthansa-Pilot, der im vergangenen Jahr beim Air Race in San Francisco den vierten Platz belegte. Diesmal langte es allerdings nur für den sechsten Rang. Der Sieg ging an den Amerikaner Kirby Chambliss.


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