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Aufrüstung "Nowosibirsk" – russisches Angriffs-U-Boot der Yasen-M-Klasse läuft vom Stapel

Der Anblick der Antriebsschrauben wird für die Kamera verhüllt.
Der Anblick der Antriebsschrauben wird für die Kamera verhüllt.
© Sewmasch / PR
Der Kreml rüstet unter Wasser auf. Die Boote der Yasen-M-Klasse sollen die alten Modelle aus Sowjetzeiten ersetzen. Sie sollen so leistungsfähig wie die Boote der US-Virginia-Klasse sein, kosten aber viel weniger.

Lange Zeit verzögerte sich der Bau der russischen Atom-U-Boote der Yasen-M-Klasse. Doch offenbar sind die Anlaufschwierigkeiten beseitigt. Am 25. Dezember wurde die "Nowosibirsk" auf der Semasch-Werft zu Wasser gelassen. Das ist das zweite Boot aus der Serie. Die "Kazan" befindet sich derzeit auf Seeerprobung. Zuvor gab es noch einen Prototyp. Die Arbeiten an der "Sewerodwinsk" verzögerten sich nach dem Ende der UdSSR endlos. Insgesamt wurde 23 Jahre an dem Boot gearbeitet. Wegen der zahlreichen Änderungen kann man sagen, dass die "Nowosibirsk" das erste Serienmodell des neuen Typs ist. Voraussichtlich wird die "Nowosibirsk" vor der "Kazan" in Betrieb genommen werden, da bei der "Kazan" Konstruktionsfehler nachträglich beseitigt werden müssen.

Großer Modernisierungsschritt

Zurzeit sind sich vier U-Boote der Klasse Yasen-M auf der Sewmasch-Werft im Bau; die "Krasnojarsk", "Archangelsk", "Perm" und "Uljanowsk". Außerdem wurden Verträge für zwei weitere U-Boote abgeschlossen, mit deren Bau noch nicht begonnen wurde. Die im Jahr 2020 aber auf Kiel gelegt werden. Im knappen Budget der russischen Marine hat sich das ehrgeizige U-Boot-Programm gegenüber anderen Großprojekten wie den Zerstörern der Lider-Klasse durchgesetzt.

Günstig eingekauft

Die Yasen-M-Klasse wird das leistungsstärkste Mehrzweck-U-Boot der russischen Marine sein, das zusätzlich zu den Torpedos mit 32 Marschflugkörpern bewaffnet ist. Es ist anzunehmen, dass sie mit den neuen Kaliber-M Marschflugkörpern versehen wird, die über eine Reichweite von 4500 km verfügen. Das ist in etwa doppelt so viel wie beim Vorgängermodell.

Das Angriffs-U-Boot entspricht in vielen Eigenschaften der US-Virginia-Klasse, soll aber deutlich billiger sein. Für die Kazan soll der Kreml nur umgerechnet 725 Millionen Dollar ausgegeben haben. Ein Boot der US-Virginia-Klasse kostet etwa vier Mal so viel. Für die USA ist das eine bedenkliche Entwicklung. Zwar kann die russischen Marine auch bei kleineren Einkaufspreisen nicht mit der US-Navy mithalten, doch auch China produziert Waffen deutlich günstiger als die USA und angesichts der Wirtschaftskraft Pekings kann die US-Navy dieses Problem nicht mit dem Budget ausgleichen. Neben der Yasen-M baut Russland die derzeit Borei-A-Klasse.

Quelle: Navy Recognition

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