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3D-Werbung: Neues Leben im Plakat

Mal wieder hängen neue Werbeposter in der Stadt, ein Kinofilm wird damit beworben. Der Blick fällt kurz darauf, dann geht man weiter. So war es bislang. Doch was wäre, wenn das Pappplakat plötzlich zum Leben erweckt würde? Und ohne weiteres Zutun eine Art Film vor dem Zuschauer abliefe?

Von Matthias Lauerer

Werbeplakte auf denen sich die Motive bewegen - das klingt wie ein schlechter Scherz aus einem B-Movie. Doch nun ist es Wirklichkeit geworden: das holographische und dreidimensionale Kinoposter. Seit Ende Januar bewirbt man damit in den USA den Paramount-Streifen "How She Move". Besonderer Clou: weder eine spezielle Brille, noch andere Hilfsmittel sind notwendig, um die fotorealistischen Clips an zehn Kinos zu sehen. stern.de hat sich die Technik, die dahinter steckt einmal erklären lassen.

Es ist also ein Tanzfilm, der für eine kleine Werbe-Revolution sorgt. Der Film heißt "How She Move." Mit ihm läutet die Werbe-Industrie wohl das von ihr herbeigesehnte 3-D-Zeitalter in der Plakat-Werbung ein.

Hinter der Erfindung steckt das kanadische Unternehmen "RabbitHoles Media Inc." 23 Millionen US-Dollar gaben die Kanadier mit Sitz in Quebec aus, um die fixe Idee eines interaktiven 3-D Posters umzusetzen. Physiker in Montreal und Litauen entwickelten diese Technologie innerhalb von sieben Jahren.

Ein Beispiel dafür, wie die neuen Poster funktionieren findet sich auf der Firmen-Webseite. Dort wartet in der Gallerie die Kuh "Cathy Cowgirl" auf Betrachter. Erfunden hat sie der surrealistische Avantgarde Künstler Ron English, der in den vergangenen 20 Jahren knapp 1.000 Werbeplakate verfremdete. Blickt man zunächst auf Cathy, so wirkt sie wie eine ganz normale Zeichentrick-Kuh. Ihr Leib ist schwarz-weiß, nur die Euter sind rosafarben. Aktiviert man nun Stream oder Download, so kommt Leben ins Bild. Cathy neigt jetzt ihren Kopf und schießt zweimal wie ein echtes Cowgirl aus der Hüfte auf den Betrachter. Doch welche Technik steckt hinter Cathys Schüssen?

Um den Bildern das Laufen beizubringen, entwerfen die Tüftler zunächst ein 3-D-Computer-Model, das danach in ein Hologramm umgewandelt wird. Eine Kamera nimmt danach bis zu 1280 Bilder aus verschiedenen Winkeln auf. Im nächsten Arbeitsschritt berechnet eine Software, wie sich das Licht aus unterschiedlichen Winkeln brechen würde. "Ein "RabbitHole" funktioniert wie ein digitales Daumenkino, das seine Bilder ständig in den Raum vor sich wirft. Jedes der im Bild enthaltenen 1.280 Frames verhält sich dabei wie eine Seite im Buch, also eine unterschiedliche Ansicht der identischen Szene. Geht nun der Passant an dem Bild vorbei, so sieht jede Seite und somit jeden möglichen Ansichtspunkt. Dabei entscheidet die eigene Bewegung darüber, welchen Teil und wie schnell man diese Szene sieht." So beschreibt Veta Bates, die bei "Rabbithole" als Direktorin der Abteilung Creative Affairs arbeitet, das Prinzip.

Im letzten Arbeitsschritt überträgt man diese 1280 Frames an einen Drucker, der die Informationen in einzelne Pixel umwandelt. Danach werden diese auf einem Silberoxid-Film ins Plakat gedruckt. So lassen sich auf einem der Poster bis zu 700.000 Pixel speichern. Doch neu ist der zum Auslesen der Bilder verwendete neuartige Puls-Laser. Denn der bestrahlt die Pixel so mit gebündeltem, weißem Licht, dass sich das Bild auch bewegt.

Immerhin lassen sich nun Drucke von einem Meter mal 1,20 Meter im neuen Format herstellen. Das Unternehmen rühmt sich, "die weltgrößten Holographie-Drucke" herzustellen. Eines der Poster kostet dabei stolze 2.000 Dollar. Doch was wirklich überrascht, ist die fotorealistische Qualität der bis zu achtsekündigen Projektion, die der Realität kaum nachsteht. Weiterer Vorteil: die Bilder lassen sich auf fast alle glatte Oberflächen drucken.

Was die Werbeindustrie an der neuen Technologie begeistert ist die hohe Aufmerksamkeit, die die Poster erzeugen. Bei "RabbitHole" weiß man zu berichten, "dass Menschen manchmal Minutenlang stehen bleiben, um sich die Plakate anzusehen." Somit erhöhen sich Aufmerksamkeit und Werbewirksamkeit deutlich. Ein Traum für Werber, die sich bislang nie sicher sein konnten, ob und wenn ja wie ihre Werbung bei den Konsumenten auffällt.

Bislang nutzten außer Paramount Pictures Unternehmen wie Audi, Toyota, oder Zeiss Meditec Werbeplakate der kanadischen Firma. Weiter verhandelt man mit den Film-Branchenriesen Sony, Universal, Fox, Disney-Pixar und Dreamworks über eine Kooperation bei der Vermarktung von Filmen. Selbst die kanadische Regierung möchte die 3-D-Technologie bei der Werbung für die 2010er Winter-Olympiade in Vancouver und Whistler-Blackcomb nutzen.

Veta Bates ist verständlicherweise vollkommen von ihrem Produkt überzeugt. "Wir hoffen, dass die RabbitHoles bald auf jeder Wand in jedem Haushalt genutzt wird." Dies ist zwar nur als Marketing-Getöse zu verstehen, doch die Technologie könnte sich tatsächlich in einigen Werbe-Bereichen durchsetzen. Oder man hält es wie Dennis Gabor, der 1971 den Physik-Nobelpreisträger für die Erfindung der Holographie bekam und von dem folgendes Zitat überliefert ist: "Für die Mehrheit der Menschen ist Arbeit die einzige Zerstreuung, die sie auf Dauer aushalten können."

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(