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Biodiesel-Rennboot "Earthrace": "Wir haben unsere Ansprüche nicht erfüllt"

Nach bereits einem gescheiterten Weltrekordversuch startet das Biodiesel-Rennboot "Earthrace" seine zweite Reise, um in weniger als 75 Tagen die Erde zu umrunden. Im stern.de-Interview schildert Skipper Pete Bethune, warum er sich die Strapazen noch einmal antut.

Am 7. April 2007 startete der Neuseeländer Pete Bethune mit seinem Biodiesel-Rennboot "Earthrace" zu einem Weltrekordversuch: Er wollte in weniger als 75 Tagen die Welt umrunden. Doch die Reise stand unter keinem guten Stern. Technische Probleme und Unfälle erzwangen im Mai 2007 den Abbruch des Rekordversuchs. Ein Jahr später, nach einer Buchveröffentlichung und einer PR-Tour durch verschiedene Häfen auf der ganzen Welt, startet am Sonntag in Sagunta in Spanien der zweite Anlauf, den Weltrekord zu brechen.

Im E-Mail-Interview mit stern-Redakteur Dirk Liedtke wirft Skipper Bethune einen Blick zurück und beschreibt den aktuellen Stand der Dinge.

Sie haben Ihr Haus verpfändet, das Boot ist beim ersten Versuch auseinandergefallen, ein tödlicher Unfall geschah - warum wollen Sie sich diesen möglichen Strapazen noch einmal aussetzen?

"Unfinished Business". Wir haben unsere Ansprüche nicht erfüllt beim ersten Versuch, und ich denke, wir haben auch einige Sponsoren und Unterstützer enttäuscht, weil wir nicht angemessen vorbereitet waren.

Hat sich die Bootstechnik verändert?

Nicht grundlegend. Wir haben aber neue Motoren, Einspritzer und Getriebe eingebaut. Also kleine Verfeinerungen und Verbesserungen, aber alles in allem ist das Earthrace-Boot noch das alte. Es ist jedenfalls schnell genug, um den Rekord zu brechen.

Wie will es Earthrace schaffen, komplett CO2-neutral zu bleiben?

Wenn wir Flugtickets buchen, kaufen wir immer CO2-Zertifikate, die den Effekt kompensieren. Wir errechnen die gesamten CO2-Emissionen von allem, was wir tun, und kaufen am Ende des Monats Zertifikate in der entsprechenden Höhe. Außerdem nutzen wir andere Methoden: Wir essen regional erzeugte Lebensmittel, nutzen öffentliche Verkehrsmittel oder verschicken Pakete per Schiff.

Kann der CO2-Ablasshandel wirklich den Klimawandel verzögern?

Langfristig bin ich davon überzeugt, dass der Emissionshandel oder etwas Ähnliches der Schlüssel zu mehr Umweltschutz sein wird. Dieses System erkennt CO2 zum ersten Mal als einen umweltverschmutzenden Stoff an und schafft Bewusstsein, dass wir einen Preis für das Verbrennen fossiler Brennstoffe zu zahlen haben. Die Erlöse aus dem Zertifikatekauf unterstützen viele Projekte, die wenig CO2 ausstoßen und sonst nicht zustande kämen. Das System ist nicht perfekt, aber ein Schritt in die richtige Richtung.

Glauben Sie, das Projekt Earthrace hat schon Bewusstsein für alternative Brennstoffe geschaffen?

Davon bin ich fest überzeugt. Über 90.000 Menschen haben bis heute das Boot besichtigt. Wir haben über 200 Fernseh-Interviews gegeben, eine sechsteilige TV-Doku wird gerade geschnitten, und mein Buch über Earthrace ist auf der Bestsellerliste in Neuseeland. Jeden Tag erhalte ich Hunderte von E-Mails von Leuten, die von Earthrace erfahren haben, und manche ändern ihre Gewohnheiten aus Rücksicht auf die Umwelt. Wir haben schon jetzt Millionen von Menschen mit unserer Botschaft erreicht.

Bio-Kraftstoffe sind in letzter Zeit in die Kritik geraten, weil beim Anbau der notwendigen Pflanzen oft mehr Energie aufgewandt wird, als am Ende im Autotank landet.

Stimmt, da hat ein Wandel stattgefunden. Viele dachten, Biodiesel sei die Zauberformel für Transportenergie, aber das ist weit von der wissenschaftlichen Wahrheit entfernt. Biodiesel wird nur einen kleinen Teil in unserem gesamten Energie-Mix ausmachen, weil wir einfach nicht genügend Landflächen haben, um etwa Raps anzubauen. Den Rest müssen wir mit anderen Treibstoffen, technischen Verbesserungen und veränderten Lebensgewohnheiten wettmachen. Es gibt viele gute und schlechte Beispiele für den Einsatz von Biodiesel. Wir wollen ein gutes Vorbild sein und gleichzeitig eine Debatte anstoßen. Das Abholzen des Regenwaldes etwa zum Anbau von Ölpalmen in Malaysia ist ein wichtiges Thema. Regionaler Anbau von Nutzpflanzen für Biosprit wäre besser.

Wie soll Ihr Leben weitergehen, wenn Sie das Rennen und den Rekord hoffentlich eingestellt haben?

Ich will zurück nach Neuseeland, zu meiner Frau und ein grünes Haus für unsere Familie bauen. Falls ich dann noch Geld übrig habe. Ich werde wahrscheinlich weiter an grünen Themen arbeiten.

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.