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Illegales Feuerwerk: Nicht nur strafbar, sondern auch lebensgefährlich

Von Mittwoch an dürfen Feuerwerk-Fans Böller und Raketen für Silvester kaufen. Dabei sollten sie unbedingt auf Prüfsiegel und Herkunft der Knallkörper achten. Nicht zugelassene Importe aus dem Ausland sind nicht nur illegal, sondern auch extrem gefährlich.

Ohne Feuerwerk wäre Silvester nicht Silvester. Von Mittwoch an dürfen Böller und Raketen gekauft werden. Damit der glanzvolle Abschied vom alten Jahr nicht in der Notaufnahme endet, sollten beim Umgang mit Feuerwerkskörpern Sorgfalt und Sicherheit an erster Stelle stehen, mahnt die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) in Berlin. Trotz umfassender Aufklärung fordert jede Silvesternacht hierzulandeHunderte Verletzte, mitunter auch Tote. Der mit Abstand häufigste Grund ist ein leichtsinniger Umgang mit der Pyrotechnik. Gefährlich ist aber auch der Einsatz illegaler Sprengkörper aus dem Ausland.

Vorsicht beginnt bereits beim Kauf. Erlaubt sind nur Artikel, die eine Identifikationsnummer der BAM tragen. "Das betrifft in der Regel alle Feuerwerkskörper, die im normalen Handel erhältlich sind", sagt BAM-Pressesprecherin Ulrike Rockland. Feuerwerkskörper ohne Identifikationsnummer der BAM sind illegal. Der Umgang mit nicht zugelassener Pyrotechnik ist strafbar und kann laut §§ 40 und 41 des Sprengstoffgesetzes mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren geahndet werden.

Vorsicht bei Schnäppchen und fliegenden Händlern

Ebenso können sich Schnäppchenjäger, die ihre Feuerwerkskörper in Polen kaufen, strafbar machen. Diese Artikel tragen meist nicht die BAM-Nummer und dürfen folglich auch nicht eingeführt werden. "Die Sprengkraft von Polen-Böllern ist bedeutend höher, da in Polen Blitzknallsatz erlaubt ist, in Deutschland hingegen nur Schwarzpulver", erläutert Rockland. Blitzknallsatz wirkt wie Sprengstoff und hinterlässt verheerende Verletzungen. "Explodiert ein Böller mit Blitzknallsatz in der Hand, dann ist sie Mus, einfach weg", warnt die Pressesprecherin.

Besondere Vorsicht sei bei ambulanten Händlern geboten. Auf dem Schwarzmarkt kursieren nicht selten ungeprüfte Produkte, die keine sogenannten Baumusterprüfungen durchlaufen haben und deren Fehlzündungsrate deshalb höher sein kann. Die Feuerwerksware kommt den Angaben zufolge fast ausschließlich aus China.

PS: Wir haben auch noch ein paar "Tipps für sicheres Böllern" zusammengestellt.

san/DAPD/AFP
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