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Nordkoreas Atomprogramm: Wann können die Raketen von Kim Jong-un Los Angeles angreifen?

Raketen- und Atomtests haben die Fähigkeiten des Regimes in Pjöngjang bewiesen. Doch wie lange dauert es noch, bis eine Interkontinentalrakete mit Nuklearsprengkopf einsatzfähig ist?

Konflikt mit den USA: So feiert Kim Jong-un seine Raktenstarts im Staatsfernsehen

Raketen und Atomwaffen aus Nordkorea verunsichern die Welt. Die wüste Rhetorik des US-Präsidenten hört sich an, als ob ein Krieg - womöglich ein Atomkrieg - unmittelbar bevorsteht. Das rückständige Nordkorea ist kein ebenbürtiger Gegner für die USA – aber wie weit sind die Rüstungsprogramme des Regimes wirklich gediehen?

Entscheidend sind dabei zwei Schlüsseltechnologien – einerseits die Raketen und andererseits die Gefechtsköpfe, die sie transportieren sollen.

Technik der 1950er-Jahre reicht aus

Nordkorea liegt technisch und wirtschaftlich weit zurück. Doch sollte man nicht vergessen, dass USA und UDSSR entsprechende Waffen mit dem technologischen Rüstzeug der 50er Jahre entwickeln konnten. Das arme Nordkorea steckt ein Viertel seiner Wirtschaftskraft in die Rüstung und muss heutzutage weder bei Raketen noch bei Sprengköpfen Neuland betreten. Man muss gewissermaßen nur nacherfinden, was bereits lange bekannt ist. Viele "Geheimnisse" der Waffenentwicklung aus den 50er und 60er Jahren wurden geleakt und sind heute Gemeingut. Beobachter sollten sich auch nicht davon täuschen lassen, dass das Regime alle möglichen obskuren Waffen auf Paraden vorzeigt, die überhaupt nicht einsatzfähig sind. Nur weil sich das Regime mit Attrappen brüstet, heißt das nicht, dass es keine echten Raketen besitzt.

Die Raketen Nordkoreas sind mit mobilen Startfahrzeugen versehen.

Die Raketen Nordkoreas sind mit mobilen Startfahrzeugen versehen.

Große Fortschritte

Raketenwissenschaftler John Schilling unterhält den Blog "38 North" und gilt als größter westlicher Experte für die Rüstungsprogramme Nordkoreas – außerhalb des Militärs. Er hat auf Popular Mechanics zentrale Fragen um die Rüstungsvorhaben Pjöngjangs beantwortet.

Für ihn steht es außer Frage, dass Nordkorea bewiesen hat, einfache nukleare Gefechtsköpfe zuverlässig zur Explosion zu bringen. Die Technik der Atombombe wird also beherrscht, die einer mehrstufigen thermonuklearen Waffe hingegen nicht. Vor wenigen Tagen wurde in Pjöngjang bekanntgegeben, man sei in der Lage, den Gefechtskopf so zu verkleinern, dass er von einer Trägerrakete transportiert werden könne.

Tokio bereits in Reichweite 

Damit wird der Einsatz von atomar bestückten Raketen durch Nordkorea zumindest möglich. Allerdings – noch – nicht mit einer Interkontinentalrakete (ICBM), die die USA erreichen kann. "Im Moment kann Nordkorea Südkorea und Japan mit einem nuklearen Angriff bedrohen, aber nicht die USA", analysiert Schilling. Nordkorea habe in der Vergangenheit Hilfe aus dem Ausland erhalten, doch mittlerweile könne Nordkorea die Waffenprogramme aus eigener Kraft fortsetzen. Druck auf mögliche Helfer wird daran nichts ändern. 

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Die USA bleiben trotz der letzten Tests von Interkontinentalraketen vorerst außer Reichweite. Schilling und andere Experten rechnen damit, dass die Testreihen erst nach 2020 soweit abgeschlossen sind, dass eine derartige Waffe mit der nötigen Zuverlässigkeit eingesetzt werden kann. Absolute Sicherheit wird es für die USA allerdings schon vorher nicht geben. In aussichtsloser Lage könnten auch unausgereifte Systeme auf gut Glück zum Einsatz kommen.

Kernland der USA 

Die Bedrohung von US-Gebiet scheint eine Top-Priorität zu sein. Damit erklärt Schilling auch, dass Nordkorea verschiedene ICBM entwickelt. Die dreistufige KN-08 soll eine Reichweite von 12.000 Kilometern haben und könnte damit Städte an der Ostküste erreichen – New York etwa. Die KN-14 verfügt nur über zwei Stufen und eine Reichweite bis in das Gebiet der Rocky Mountains. "Der Vorteil ist die Zuverlässigkeit", sagt Schilling. Der Wegfall einer Triebwerksstufe und eines Entkopplungsvorgangs reduziert die Fehlerwahrscheinlichkeit enorm. 

Die Raketen können einen Gefechtskopf von 65 Zentimeter Durchmesser aufnehmen – denkbar ist eine Bestückung mit chemischen und nuklearen Waffen. Die Größenreduktion des Atomsprengkopfes dürfte nicht schwer sein, da die ganze nordkoreanische Entwicklung einer Nuklearwaffe auf den Einsatz in Raketen ausgelegt war.

Begrenzung auf eine einfache Bombe

Solange Machthaber Kim Jong-un bereit ist, sich mit einem normalen Atomsprengkopf von 10 bis 20 Kilotonnen Sprengkraft zu begnügen und auf die Entwicklung einer mehrstufigen Fusionswaffe verzichtet, dürfte er nicht mehr auf unüberwindliche Probleme stoßen. Die Waffe dürfte dann in etwa die doppelte Stärke der Hiroshima-Bombe "Little Boy" erreichen. Nach Informationen der Washington Post soll Pjöngjang bereits jetzt über 60 nukleare Gefechtsköpfe verfügen, vor wenigen Monaten ging man noch von deutlich geringeren Mengen aus. Diese Informationen sollte man allerdings kritisch bewerten. Es wäre nicht das erste Mal, dass die USA einem potentiellen Gegner nicht-existente Waffen andichten, um einen militärischen Überfall zu rechtfertigen.

Angriff auf zivile Ziele

Wegen der unzuverlässigen Technik und der geringen Menge an einsatzfähigen Gefechtsköpfen werden nordkoreanische Raketen auf bevölkerungsreiche Ballungszentren zielen und nicht die militärische Infrastruktur der USA oder ihrer Verbündeten angreifen. Um Tokio oder später Los Angeles treffen zu können, reicht die Zielgenauigkeit der Raketen aus und die doppelte Vernichtungskraft der Hiroshimabombe ist abschreckend genug.

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.