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Haus und Garten Sichtschutz auf Terrasse und Balkon: Fünf kreative Ideen für den Sommer

Sichtschutz für Terrasse und Balkon: Moderne Terrasse mit Sonnensegel und natürlichem Sichtschutz
Wer sein Sonntagsfrühstück und das Sonnenbad auf der Terrasse lieber allein oder mit Freunden und ohne nervige Blicke von Nachbarn und Passanten genießen möchte, braucht einen Sichtschutz. Fünf kreative Ideen für den Sommer.
© Delpixart / Getty Images
Des Nachbars neugierige Blicke beim Frühstück auf Balkonien nerven. Auch das Sonnenbaden auf dem Präsentierteller Terrasse ist wenig erholsam. Fünf praktische Ideen für mehr Privatsphäre auf der Terrasse und dem Balkon.

Inhaltsverzeichnis

Während man in den eigenen vier Wänden in der Regel ungestört und unbeobachtet ist, laden Terrassen und Balkone neugierige Passanten und Nachbarn häufig dazu ein, mal einen Blick auf den Frühstückstisch zu werfen oder Papa beim Sonnenbaden zu beobachten. Wen es stört, permanent auf dem Präsentierteller zu sitzen oder zu liegen, der sollte über einen Sichtschutz für den Balkon oder die Terrasse nachdenken. Die Möglichkeiten dafür sind vielfältig. Fünf kreative Ideen für mehr Privatsphäre.

1. Bambus im Hochbeet

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Wer sich einen Hauch von Asien auf die Terrasse holen will, sollte über Bambus nachdenken. Der wächst nicht nur unglaublich schnell, sondern ist auch ausgesprochen dekorativ. Manche Arten schießen binnen eines Tages bis zu 30 Zentimeter in die Höhe. Sie vor der Terrasse direkt in den Boden zu pflanzen ist allerdings keine gute Idee, denn das filigrane Süßgras breitet sich meist sehr schnell aus und ist danach nur schwer wieder unter Kontrolle zu bringen. Greifen Sie deshalb zu einem Hochbeet in der passenden Größe und setzen Sie die jungen Pflanzen dort ein. Großer Pluspunkt: Bambus ist immergrün und schützt damit auch im Winter, wenn Sie bei einem Glühwein draußen sitzen, vor neugierigen Blicken.

2. Balkonrollo

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Auf dem Balkon mal nur im Bikini die Beine hochlegen oder mit Freunden den Feierabend bei kalten Getränken und einer Bratwurst feiern. Ungebetene Zaungäste und Nachbarn mit Stielaugen sind auch auf Balkonien auf die Dauer nervig. Ein Balkonrollo schützt bei direkter Sonneneinstrahlung nicht nur vor Sonnenbrand. Das optisch reizvolle Accessoire schottet zugleich dezent vor aufdringlichen Nachbarn ab. Balkonrollos werden, ähnlich wie Rollos für den Innenraum, an der Decke befestigt und können mittels Kettenmechanismus herabgelassen werden. Dieses Modell von Casa Vivendi kann zudem an der Balkonbrüstung fixiert werden. So kann verhindert werden, dass es bei starkem Wind die Gläser vom Tisch schubst. 

3. Mobiler Sichtschutz (Paravent)

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Kehren wir zurück auf die Terrasse. Ein fest installierter Sichtschutz hat den Nachteil, dass er nur mit größerem Aufwand wieder entfernt oder modifiziert werden kann. Wer darauf keine Lust hat und lieber flexibel bleiben möchte, liegt womöglich mit einem mobilen Sichtschutz, auch Paravent genannt, richtig. Den gibt es je nach Bedarf in unterschiedlichen Höhen und Breiten. Meist können derartige Schutzwände, die in der Regel aus robusten Nadelhölzern, Bambus oder Kunststoff gefertigt werden, leicht zusammengeklappt und platzsparend verstaut werden. Achten Sie beim Kauf darauf, dass der Paravent für den Außenbereich geeignet ist. Dieses Modell von Merxx macht auch auf dem Balkon eine gute Figur.

4. Rankgitter

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Für Freunde des natürlichen Sichtschutzes kommen neben den bereits erwähnten bepflanzten Hochbeeten auch Rankgitter in Frage, um sich in der freien Zeit auf der Terrasse etwas abzuschotten und ungestört vom Alltagsstress erholen zu können. Wie Paravents bestehen auch die Gitter in der Regel aus mehreren Segmenten und können je nach Bedarf beliebig erweitert werden. Meist werden sie mit Erdspießen im Boden verankert. Fürs Bepflanzen eignen sich Kletterpflanzen wie Clematis, Knöterich, Kletterrosen, die Kletterhortensie oder die Echte Weinrebe. Vorsicht bei Wildem Wein: Hier breiten sich die Wurzeln oft unkontrollierbar und großflächig aus. Wer sein Rankgitter unbedingt mit Wildem Wein schmücken und begrünen möchte, sollte auf Töpfe ausweichen, anstatt ihn auszupflanzen.

5. Sonnenschirm

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Zu guter Letzt kann man sich auf der Terrasse und dem Balkon auch mit dem altbewährten Sonnenschirm vor unliebsamen Blicken (in diesem Fall von oben) schützen. Hier sollten Sie sich insbesondere bei der Balkonvariante überlegen, wie der Sonnen- und Sichtschutz sicher befestigt werden kann. Einige Modelle werden mit Montageset an der Balkonbrüstung montiert, andere benötigen einen möglichst schweren und stabilen Fuß, um Windböen standzuhalten. Beachten Sie auch die Abmessungen des Balkons, damit später auch noch Platz für einen kleinen Tisch und ein paar Sitzgelegenheiten ist. Für Terrassen bieten sich sogenannte Ampelschirme als Sichtschutz an. Das Besondere daran: Hier hängt der Schirm ähnlich einer Blumenampel und ist frei beweglich. Der Nachteil: Weil die Angriffsfläche für den Wind recht hoch ist, sollte beim Gewicht des Fußes nicht gespart werden. Egal ob Balkon oder Terrasse: Werfen Sie vor dem Kauf in jedem Fall einen Blick auf den UV-Schutz des Schirms. Empfohlen wird ein Ultraviolet Prediction Factor (UPF) von 50+.

Sichtschutz für Terrassen: Welches Material ist das richtige? 

Bevor Sie sich für einen Sichtschutz entscheiden, sollten Sie darüber nachdenken, welchen Zweck dieser genau erfüllen soll. Wollen Sie die Terrasse nur optisch (und für eine begrenzte Zeit) vom Rest des Gartens trennen oder soll der Sichtschutz dauerhaft installiert werden. In letzterem Fall könnten Sichtschutzelemente aus Stein, Kunststoff, WPC oder BPC die Lösung sein. WPC (Wood-Plastic-Composite) und BPC (Bamboo-Plastic-Composite) sind Verbundmaterialien aus Kunststoff und Holz beziehungsweise Bambus und Holz, die derzeit im Trend liegen. Sie sind witterungsbeständig und vor allem pflegeleicht. Im Gegensatz zum Sichtschutz aus Holz müssen diese Trennwände weder gestrichen noch anderweitig behandelt werden.

WPC vs. Holz: Vor- und Nachteile der Sichtschutze im Überblick

Vorteile

Nachteile

WPC/BPC

  • langlebig
  • 100% recyclebar
  • keine Nachbehandlung nötig
  • ressourcenschonend (BPC)
  • hoher Rohstoff- und Energieverbrauch bei der Herstellung (30-40% Kunststoff)
  • heizen sich bei direkter Sonneneinstrahlung stark auf
  • einfarbig (natürliche Optik fehlt)
  • empfindlich gegenüber UV-Strahlung und Regen (WPC)

Holz

  • wirkt natürlich und gemütlich
  • langlebig (Qualität beachten)
  • Oberfläche kann aufquellen
  • Zusatzkosten durch regelmäßigen Holzschutz (Lasur, etc.)

Wer ganz sicher gehen will und sich komplett von fremden Blicken sowie heftigeren Windböen abschotten will, ist mit einem Sichtschutzelement aus Stein am besten beraten. Je höher die Sichtschutzwand gebaut wird, desto besser schützt sie zudem vor Sonneneinstrahlung. Wichtig: Erkundigen Sie sich vor Baubeginn beim Gartenvorstand oder zuständigen Behörden, ob eine Genehmigung notwendig ist. Sichtschutzwände aus Naturstein, Ziegel oder Beton sind extrem haltbar. Die individuellen Gestaltungsmöglichkeiten reichen von modern über maritim, naturnah bis hin zu exotischen Stilen. Welches Gestein Sie benutzen, ist unter anderem auch vom Untergrund abhängig, auf dem der Sichtschutz gebaut werden soll. Tipp: Eine preiswerte Alternative zu massiven Sichtschutzmauern sind sogenannte Gabione, mit Naturstein aufgefüllte Drahtkörbe. Die können zusätzlich mit Erde bedeckt und begrünt werden. So schaffen Sie zusätzlich Lebensraum für Bienen und andere Insekten.

Quellen: "Schöner Wohnen"gartentraum.de

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js

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