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Telefonwerbung: Was tun, wenn der Störenfried anruft?

Sie sind lästig und vor allen Dingen verboten: Unerwünschte Werbeanrufe mit Mitteilungen über angeblich tolle Gewinne oder Traumreisen sind mittlerweile zur Plage geworden. So verhalten Sie sich richtig, wenn Störefriede in der Leitung sind.

"Guten Abend, Sie gehören zu den glücklichen Gewinnern eines Gutscheines..."

"Guten Abend, Sie gehören zu den glücklichen Gewinnern eines Gutscheines..."

Grundsätzlich gilt: Unerbetene Telefonwerbung ist unzulässig und wettbewerbswidrig. Nur wer zugestimmt hat, darf auch angerufen werden. Nach Angaben der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz versuchen unseriöse Anbieter immer wieder, dieses Einverständnis mit geschickt gestellten Fragen zu konstruieren. So gibt man sein Placet für Werbeanrufe nicht, wenn man bloß um Informationsmaterial bittet.

Ohne ausdrückliches Einverständnis verboten

Auch Kunden, die bereits etwas bei einer Firma gekauft haben, dürfen von ihr nicht ohne ausdrückliches Einverständnis per Telefon zu Werbezwecken kontaktiert werden. Ebenfalls reiche es nicht aus, dem Verbraucher auf einem Bestellschein eine Erklärung zum Einverständnis quasi unterzuschieben, selbst wenn das Formular einen Hinweis enthalte, man könne den Passus ja streichen.

Doch wie setzt man sich zur Wehr, wenn unseriöse Unternehmen diese Grundsätze einfach über Bord werfen? Um möglicherweise auch künftige Anrufe zu verhindern, empfehlen die Verbraucherschützer einen offensiven Umgang: Zuerst nach dem Namen des Anrufers und des Unternehmens fragen, notfalls buchstabieren lassen. Dann um eine Begründung für den Anruf bitten, schließlich Datum und Uhrzeit des Anrufs notieren.

Einverständnis unbedingt widerrufen

Liegt ein Einverständnis für einen Anruf vor, ist es nach Ansicht der Verbraucherschützer sinnvoll, folgendes zu sagen: "Dann darf ich Sie darauf hinweisen, dass ihr Anruf unerwünscht ist. Ich fordere Sie auf, meine von Ihnen gespeicherten persönlichen Daten umgehend zu löschen. Ich werde die Einleitung eines wettbewerbsrechtlichen Verfahrens gegen ihre Firma veranlassen. Zudem behalte ich mir eine Unterlassungsklage gegen Sie vor." Andernfalls schlagen die Fachleute folgende Antwort vor: "Dann darf ich Sie darauf hinweisen, dass Ihr Anruf unerwünscht ist. Ich fordere Sie auf, meine von Ihnen gespeicherten Daten zu löschen, und untersage jegliche weitere Nutzung."

Wer sich von Anrufen mit Bandansagen belästigt fühlt, kann sich an die Bundesnetzagentur wenden unter www.bundesnetzagentur.de. In einem Faltblatt, das im Internet heruntergeladen werden kann, hat die link adr="http://www.verbraucherzentrale-rlp.de/mediabig/22192A.pdf"> Verbraucherzentrale alles rund um das Thema unerwünschte Telefonwerbung zusammengestellt. Generell raten die Experten, bei der Weitergabe der Telefonnummer vorsichtig zu sein und sie beispielsweise nicht bei jedem Gewinnspiel anzugeben.

AP / AP

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