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Wegen schlechten Benehmens Australisches Hotel verhängt Hausverbot für unverschämte Emus

Emu im australischen Outback
Ein Emu im australischen Outback
© TimothyBall / Getty Images
Ein australisches Hotel ist regelmäßig von zwei Emus besucht worden. Die Tiere wurden zuletzt jedoch zunehmend frecher. Deshalb sah sich der Inhaber jetzt gezwungen, sie auszusperren.

Das Personal im Yaraka Hotel hat die Nase voll: Dort haben jetzt zwei freche Emus Hausverbot bekommen, weil sie sich zu oft daneben benommen haben. Die kleine Gemeinde Yaraka im australischen Bundesstaat Queensland, mitten im Outback, zählt laut Wikipedia nur zwölf bis 17 Bewohner. Dafür fühlen sich dort die Emus umso wohler.

Immer mal wieder besuchten die flugunfähigen Vögel aus der Gegend in der Vergangenheit das Hotel und den angeschlossenen Pub. Damit hatten sich Eigentümer, Personal und Touristen arrangiert. Doch nun hätten die Emus gelernt, wie man die Treppen zum Hotelrestaurant erklimmt, erklärte Chris Gimblett, einer der Eigentümer, dem US-Sender CNN. Deshalb sah sich das Yaraka Hotel gezwungen, die Tiere auszuschließen. 

Emus verrichten ihr Geschäft im Hotel

Eine Absperrung soll die Emus jetzt daran hindern, weiter in das Hotel vorzudringen. Außerdem hat Gimblett ein Schild anbringen lassen: "Emus ist der Zutritt wegen schlechten Benehmens verboten." Das liegt zum einen daran, dass die Tiere keinen Spaß verstehen, wenn es um Essen geht. Unbeeindruckt machen sie sich über die Mahlzeiten der Menschen her – zuerst auf einem nahegelegenen Campingplatz, dann im Hotel. Dafür sind sie zu allem bereit, so Gimblett: "Man will nicht zwischen einen Emu und Essen geraten." Die Tiere können bis zu 1,90 Meter groß werden und in der Brutzeit auch gefährlich sein.

Doch damit nicht genug. Die Emus verrichten regelmäßig ihr Geschäft auf dem Boden des Hotels. "Sie entleeren sich ziemlich häufig", sagte Gimblett dem australischen Sender ABC. Der Kot verteile sich dann in alle Richtungen, beschreibt der Hotelbesitzer sehr anschaulich: "Stellen Sie sich vor, man würde eine Schüssel Haferbrei aus einem Meter Höhe auskippen." Auch deshalb wolle man unbedingt verhindern, dass die Vögel zu Stammgästen im Yaraka Hotel werden. 

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Zwei Emus gibt es in der winzigen Ortschaft, Kevin und Carol werden sie genannt. Und noch haben die beiden nicht aufgegeben: Nach wie vor treiben sie sich vor dem Yaraka Hotel herum, um in einem glücklichen Moment doch noch durch die Absperrung in den Pub schlüpfen zu können. Bisher jedoch vergeblich. "Noch sind wir Sieger", sagt Chris Gimblett.

Quellen:CNN / ABC

epp

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