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Heldentat Tierheim brennt: Obdachloser Mann rettet zahllosen Hunden und Katzen das Leben

Ein Mann rennt eilig durchs Bild
Ein obdachloser Mann rettete vielen Tieren das Leben (Symbolbild)
© Ketut Subiyanto / Pexels
In Atlanta stand eines Morgens ein örtliches Tierheim in Flammen. Noch bevor die Rettungskräfte angekommen waren, stürzte sich der 53-jährige Keith Walker bereits in die Flammen.

Am frühen Morgen des 18. Dezember machte sich Keith Walker auf den Weg zum "W-Underdogs"-Tierheim in Atlanta. Der 53-Jährige ist obdachlos und lebt auf der Straße, seit er 13 Jahre alt ist. Damit er dort einen Freund hat, begleitet ihn tagtäglich sein Hund Bravo.

Das "W-Underdog"-Tierheim in Peoplestown, einem eher strukturschwachen Teil von Atlanta, ist mehr als nur ein Ort, an dem sich um Tiere gekümmert wird. Die Leiterin des Heims, Gracie Hamlin, bezieht die oft sozial benachteiligten Jugendlichen des Viertels in die tägliche Arbeit mit ein, unterstützt soziale Projekte und hat sich auf die Fahne geschrieben, "die Jugend in benachteiligten Gemeinden zu ermutigen, ihre Stimme zu erheben und ihnen den Wert von Mitgefühl für Tiere und Menschen beizubringen".

Menschen und Tiere unterstützen sich hier gegenseitig

Ein kleiner Teil dieses Engagements besteht darin, dass der obdachlose Keith Walker jede Nacht seinen Bravo im Tierheim abgeben kann, wo der einen warmen Platz zum Schlafen und gutes Futter bekommt. An jenem 18. Dezember war der 53-Jährige Walker unterwegs, um seinen Hund nach Öffnung des Tierheims dort abzuholen. Doch er sah etwas Schreckliches: Das Gebäude brannte! Zeitgleich mit dem Mann aus Atlanta bemerkten auch einige Anwohner das Feuer und riefen die Feuerwehr. Doch Walker ahnte, dass keine Zeit war, um auf die Rettungskräfte zu warten.

In dem Gebäude befand sich schließlich nicht nur sein Bravo. Dort waren auch zahllose andere Hunde und Katzen den Flammen ausgeliefert. Der Mann überlegte nicht lange und begann, alle Tiere aus der Gefahrenzone zu befreien. Er machte damit auch weiter, nachdem die Feuerwehrleute vor Ort waren. Denn die trauten sich nicht, selber mit den – teils schwierigen und natürlich sehr verängstigten – Tieren zu interagieren und wollten stattdessen die professionellen Tierfänger von Animal Control dazurufen.

"Ich hatte wirklich Angst!"

"Ich war höllisch nervös, ich will nicht lügen", sagte Keith Walker später CNN. "Ich hatte wirklich Angst, da reinzugehen, in diesen dichten Rauch. Aber Gott hat mich hergeschickt, um diese Tiere zu retten. Wenn du einen Hund liebst, liebst du jeden auf der Welt."

Der 53-Jährige betonte, wie wichtig Bravo für ihn ist. "Mein Hund ist mein bester Freund und ohne ihn wäre ich heute nicht mehr da. Also wusste ich, dass ich alle diese Hunde retten muss."

Lange bevor Animal Control vor Ort war, hatte Keith Walker bereits eigenhändig alle Tiere aus dem Gebäude in Sicherheit gebracht. Alle überlebten. Die Feuerwehr konnte die Flammen löschen – doch das Tierheim war nun unbewohnbar. Wie sich später herausstellte, hatte wohl ein Kurzschluss in der Küche für den Brand gesorgt.

Ein großes Glück: Im neuen Jahr wollte "W-Underdogs" ohnehin umziehen, es gab bereits einen neuen Standort. Der musste nun provisorisch etwas schneller bereit für die tierischen Bewohner gemacht werden, das klappte aber mit vereinten Kräften.

Für die Tierschützer ist er ein Held

Keith Walker gilt den Tierheim-Betreibern nun als echter Schutzengel. "Ich kann ihm gar nicht genug dafür danken, dass er unsere Tiere gerettet hat", sagt Gracie Hamlin. "Ich kann das alles immer noch nicht fassen. Ich habe selbst schon Brände miterlebt und weiß, wie schnell die Flammen außer Kontrolle geraten können. Er ist mein Held!"

"W-Underdogs" rief nach dem Feuer zu einer großen Spendenaktion für Walker und seinen Hund auf, und unzählige Menschen beteiligten sich.

Quellen:  CNNFacebook

wt

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