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"Kitchen Impossible" Der große Tim Mälzer wurde zu Fall gebracht

Tim Mälzer
Es musste erst Max Strohe (rechts) komme, damit Tim Mälzer das Handtuch wirft
© TVNOW / Nady El-Tounsy
Man hat Tim Mälzer schon viel jammern, fluchen und schwitzen sehen - doch diesmal macht er Ernst. Im Duell gegen Sternekoch Max Strohe wirft Mälzer das Handtuch. Und heimst null Punkte ein.

Es sollte eigentlich eine Revanche sein - und Tim Mälzer war siegessicher. In der vorherigen Staffel von "Kitchen Impossible" duellierte sich der TV-Koch bereits mit dem Sternekoch Max Strohe aus Berlin. Mälzers Niederlage war damals nur haarscharf. Um 0,1 Punkte unterschied sich der Abstand. Deshalb sollte diesmal alles anders werden. Das wurde es auch, nur anders als Mälzer es erwartet hätte.

Um eines vorwegzunehmen: Diese Folge hatte nicht die gleiche Qualität wie Folge drei. Dafür sind wir noch ganz verliebt in Haya Molcho. Wer die Episode nicht gesehen hat, kann hier alles nachlesen.

Das waren die Highlights der vierten Folge "Kitchen Impossible"

Das Konzept von "Kitchen Impossible" ist wie eh und je: Tim Mälzer duelliert sich mit einem Koch oder einer Köchin, es müssen vier Aufgaben an vier verschiedenen Orten mit jeweils vier Originalköchen (deren Gerichte die Kontrahenten nachkochen müssen) bestritten werden. Eine Jury verköstigt das Ergebnis und verteilt Punkte. Der Gewinner des Duells ist derjenige mit den meisten Punkten.2917

Wir haben die Highlights der vierten Folge für Sie zusammengefasst:

Diese Köche mussten sich beweisen:

Tim Mälzer und Max Strohe sind sich eigentlich recht ähnlich. Sie wussten nicht, was sie mit ihrem Leben anfangen sollten, also begannen sie zu kochen. Beide auf hohem Niveau. Strohe ist dabei der junge Wilde, der 2015 in Berlin-Kreuzberg das Restaurant "tulus lotrek" eröffnete. Er kocht frei Schnauze, das hat sich bewährt: 2017 wird er mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet.

Hier wurde gekocht:

Nürnberg (Deutschland), Taschkent (Usbekistan), Bologna (Italien) und Bornholm (Dänemark).

Das wurde gekocht:

Max Strohe in Dänemark: Aromatischer Austernsalat

Tim Mälzer in Nürnberg: Grünkohl und Spargel, Spargel und Aschesahne, Spargelcreme mit Geflügel-Kaffee-Jus

Strohe in Bologna: Tagliatelle al ragú

Mälzer in Usbekistan: Somsa

Das war das beste Gericht:

Ganz klar das Gericht, das Mälzer für Strohe in Bologna ausgesucht hat: Tagliatelle al ragú. Wer jetzt denkt, dass das Pasta-Gericht mit einer Hackfleischsauce in Tomatensauce zubereitet wird, der irrt. Vollkommen. Denn das beste Gericht ist auch gleichzeitig ...

... der größte Aha-Moment:

Spaghetti Bolognese gibt es nicht. Zumindest nicht in Italien. Dass Fleisch in Tomatensauce ertränkt wird, ist in Italien - und vor allem in Bologna, der Geburtsstätte der Pasta al ragú einfach nicht existent. Die Pasta, die Strohe zubereiten muss, wird aus einer Vielzahl von Fleischsorten (Huhn, Rind, Schwein) gekocht - und vom Hahn werden alle Teile verwendet. Auch die Hoden, der Magen und der Hahnenkamm.

Das Rezept kann man sich merken:

Für frische Pasta braucht man nur zwei Zutaten: Mehl des Typs "0" und Eier. Für 100 Gramm Mehl verwendet man ein Ei. Basta!

Diese Restaurants sind einen Besuch wert:

Max Strohe darf in einem der angesagtesten Restaurants Dänemarks kochen: im Kadeau Bornholm, das mit einem Stern ausgezeichnet ist. Es ist die kleine Schwester des Zwei-Sterne-Restaurants Kadeau in Kopenhagen. Von Mai bis September öffnet das Restaurant in Bornholm, das in den Dünen direkt an der Ostsee liegt. 

Mälzer hingegen verschlägt es nach Nürnberg ins Essigbrätlein. Ein Zwei-Sterne-Restaurant, dass sich der brutal lokalen Küche verschrieben und sich auf Gemüseküche fokussiert hat.

Dieser Gastauftritt war nett:

Der Auftritt von Alexander Herrmann: Sterne- und TV-Koch und ein guter Freund von Mälzer. Herrmann begleitet Mälzer in Nürnberg zu seiner Box - und schäkert mit ihm, während der TV-Koch das Gericht aus dem Essigbrätlein verkostet und analysiert.

Die schönste Markthalle:

In dieser Folge war die tatsächlich in Taschkent in Usbekistan. Tim Mälzer ist begeistert von der Fülle der verschiedenen Gerichte - und probiert sich durch. Bis er die "Kitchen Impossible"-Box entdeckt. Ab da geht es bergab.

Tim Mälzers größte Niederlage:

Natürlich geht es bei "Kitchen Impossible" darum, schwierige Aufgaben zu stellen. Aber dass Mälzers so endet, damit hat Strohe nicht gerechnet. Er schickt Mälzer nach Usbekistan und lässt ihn Somsa zubereiten. Das sind gefüllte, herzhafte Teigtaschen, die in einem speziellen Lehmofen zubereitet werden. Eigentlich Soulfood, nur dass Mälzer nichts Gefülltes und auch keinen Teig machen kann. Er versucht sich dennoch, bereitet Teigtaschen mit drei verschiedenen Füllungen zu - und scheitert dann beim Backen im Ofen.

Das hat es nie zuvor bei "Kitchen Impossible" gegeben:

Dass Tim Mälzer aufgibt. Es sind also kleine, harmlose Teigtaschen, die den TV-Koch nach vier Staffeln "Kitchen Impossible" zu Fall bringen. Er verbrennt sich, als er die Somsa im heißen Lehmofen zubereiten soll. Das war wohl eine Verletzung zu viel. Er gibt auf und erhält null Punkte.


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