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Pasta-Alternativen: Nudeln aus Linsen oder Kichererbsen: Was taugen die eigentlich?

Penne aus Linsen, Fusilli aus Kichererbsen oder Pasta aus Erbsen. Die Nudel-Auswahl im Supermarkt hat Zuwachs bekommen. Pasta aus Hülsenfrüchten sind der neue Renner. Aber wie gut sind die eigentlich und können sie Weizennudeln wirklich ersetzen?

Pasta-Alternativen

Pasta aus roten Linsen. Kann das wirklich schmecken?

Getty Images

Eigentlich geht nichts über Pasta aus Hartweizengrieß und Weißmehl. Doch immer mehr Menschen reagieren auf das im Weizenmehl enthaltene Gluten, oder wollen es meiden. Hinzu kommt, dass es sich bei Weißmehlprodukten um viele "leere" Kalorien handelt. Die Verbraucherzentrale Bayern hat auf ihrer Homepage den Begriff konkretisiert: "Als 'leer' bezeichnet man Kalorien umgangssprachlich, wenn das betreffende Nahrungsmittel außer Energie kaum weitere lebenswichtige Nährstoffe enthält."

Kein Wunder also, dass die Auswahl an Weißmehl-Pasta-Alternativen ständig wächst - zum Beispiel mit Nudeln aus 100 Prozent Hülsenfrüchten. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt schon lange, Hülsenfrüchte in den Speiseplan zu integrieren - mit Pasta gelingt das besonders gut.

Pasta aus roten Linsen

Sie findet man am häufigsten im Supermarktregal. Sie werden zu 100 Prozent aus gemahlenen Linsen hergestellt, haben ein mildes nussiges Aroma und einen hohen Eiweißgehalt (26 Gramm pro 100 Gramm). Hartweizennudeln ohne Ei kommen auf 13 Gramm Eiweiß pro 100 Gramm. Bei den Kohlenhydraten sieht man nur kleine Unterschiede. Linsen-Pasta kommt auf 56 Gramm Kohlenhydrate und normale Pasta auf 70 Gramm.

Fazit: Rote Linsen-Pasta schmeckt intensiv nach Linsen und ist von der Konsistenz etwas mehlig. Deshalb die Kochzeit, die auf der Packung angegeben ist, nicht überschreiten. Die Linsen-Pasta schmeckt mit kräftigen Saucen - beispielsweise mit einem Fleischragout. Zu kaufen gibt es die Nudeln in fast jedem Supermarkt, in Bio-Märkten oder der Drogerie. Alnatura sowie Barilla bieten mittlerweile Pasta aus roten Linsen an. 

Pasta aus Kichererbsen

Normalerweise kennt man Kichererbsen eingeweicht und püriert als Hummus oder im Ganzen in Currys. Mittlerweile gibt es sie auch in Pasta-Form. Sie haben einen Eiweißanteil von 19 Gramm pro 100 Gramm, dafür haben sie aber nur etwa 37 Gramm Kohlenhydrate auf 100 Gramm und sind somit am kohlenhydratärmsten. Sie sind reich an Ballaststoffen, Eisen und Calcium.

Fazit: Sie sind bissfester als Nudeln aus roten Linsen, schmecken aber eher mehlig, dafür nur dezent nach Kichererbsen.

Pasta aus grünen Erbsen

Wie schon bei den Linsen- und Kichererbsennudeln wird die grüne Nudel-Alternative aus gemahlenen Erbsen hergestellt. Vom Proteingehalt sind sie so reichhaltig wie Nudeln aus Kichererbsen (20 Gramm pro 100 Gramm). Zudem sind sie reich an Ballaststoffen und reich an Mineralstoffen wie Eisen, Magnesium, Zink und Folsäure.

Fazit: Es gibt einen Wermutstropfen: den Geschmack. Die Eigennote ist sehr dominat. Wer die Nudeln aus Erbsen dennoch konsumieren will, sollte mit einer kräftigen Sauce entgegen steuern.

Für alle Nudeln aus Hülsenfrüchte gilt, dass die durchschnittliche Kochzeit deutlich geringer ist als bei Nudeln aus Weißmehl. Darauf sollte man achten, wenn man keine breiige Pasta haben möchte. Die Nudeln aus Linsen, Kichererbsen und Erbsen sind eine gute Alternative zur herkömmlichen Pasta. Dennoch sind sie mit Preisen zwischen 2,50 Euro und fast 3 Euro teurer als normale Pasta. An den Geschmack herkömmlicher Nudeln kommt aber kein Produkt heran, aber die Hülsenfrüchte-Nudeln sind eine gute Ergänzung zum Speiseplan. Vor allem, wenn man mehr Hülsenfrüchte zu sich nehmen möchte. 

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