Nele Pollatschek "Ich bin ein Schriftsteller": Nele Pollatschek will nicht gendern, weil das sexistisch ist

Autorin Nele Pollatschek
Nele Pollatschek wurde 1988 in Berlin geboren. Sie hat Englische Literatur und Philosophie in Heidelberg, Cambridge und Oxford studiert. Ihr Debütroman "Das Unglück anderer Leute" wurde mit dem Friedrich- Hölderlin-Förderpreis und dem Grimmelshausen-Förderpreis ausgezeichnet. Pünktlich zum Brexit erschien Anfang 2020 "Dear Oxbridge. Liebesbrief an England." Sie sagt: Gendern führt nicht zur Gleichstellung.
© Jens Kalaene / Picture Alliance
Wie ist es denn nun richtig? Bürger*in, Bürger:in, BürgerIn? Publizistin Nele Pollatschek lehnt alle Varianten ab. Denn: Wer möchte, dass Frauen und Männer gleich behandelt werden, muss sie auch gleich benennen. 

Frau Pollatschek, Sie haben mal gesagt: „Ich gendere nicht, ich möchte nicht gegendert werden, gerade weil ich weiß, wie Diskriminierung sich anfühlt.“ Da kommen die meisten heute sicher zu einem anderen Schluss.

Nele Pollatschek: Das würde ich heute auch so nicht mehr sagen. In Wahrheit geht es mir nicht um Gefühle, und ich möchte auch nicht über meine individuellen Erfahrungen reden, sondern es geht mir um logische Argumente und darum, wie wir echte Gleichstellung erreichen. Wenn wir immer nur über Gefühle reden, kommen wir nicht weiter.

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